Sozialausschuss

Mario Moritz: „Ehrenamt ist wichtig für die Integration“

Sozialarbeiter Mario Moritz berichtete.
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Sozialarbeiter Mario Moritz berichtete.

Im Sozialausschuss startete Mario Moritz einen Aufruf für ehrenamtliche Helfer.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Ein wichtiger Teilbereich der Aufgaben von Verwaltungsmitarbeiter Mario Moritz ist die sogenannte Bürgerliche Teilhabe. Darüber berichtet Moritz regelmäßig im Sozialausschuss. „In der jüngeren Zeit ging es natürlich vor allem um die Themen Integration, Gebäudemanagement und Kapazitätsgewinnung für Geflüchtete. Das ließ alles andere ein wenig in den Hintergrund rücken“, sagte er im Heimatmuseum in der jüngsten Sitzung des Ausschusses.

Daneben habe es aber auch Arbeit gegeben. Etwa in Form der Sozialraumkonferenz, an der alle beteiligt seien, die in der Stadt irgendetwas mit sozialen Themen zu tun hätten. „Es ging dabei um Energieeinsparung, was durch den nahenden Winter und die Probleme auf dem Energiemarkt für viele Menschen wichtig und auch bedrohlich wird“, sagte Moritz. Bei der Konferenz sei auch der Energieversorger BEW mit dabei gewesen. „Dabei wurden durchaus drastische Auswirkungen angekündigt. Wir haben gemeinschaftlich überlegt, was wir da machen können“, berichtete Moritz. Der Grundtenor sei gewesen, dass die Menschen informiert und sensibilisiert werden müssten. „Damit das Kind nicht in den Brunnen fällt“, wie Moritz es ausdrückte. Damit meinte der Verwaltungsmitarbeiter vor allem mögliche Nachzahlungen bei Preissteigerungen. „Ein solcher Betrag ist für viele Menschen nicht einfach so wegzustecken. Hier kann auch eine Schuldnerberatung helfen, zumal die BEW sich offen für Stundungen und andere Lösungsmöglichkeiten gezeigt hat“, versicherte Moritz. Er betonte allerdings, dass das nur funktionieren könne, wenn die Menschen auch mitmachten.

Ehemaliger Flüchtling winkt ihm jetzt aus dem Bus zu - als Fahrer

Ein weiterer Punkt sei das Ehrenamt. „Hier haben wir uns die Frage stellen müssen, wie wir neue Helfer gewinnen können“, betonte Moritz. Derzeit ruhten die hohen Belastungen auf den Schultern weniger. „Die Arbeit unserer Ehrenamtsinitiative ,Weitblick‘ kann an dieser Stelle gar nicht hoch genug bewertet werden.“ Die sei auch deswegen sehr wichtig, weil die Aufgaben der Integration von der Behörde allein nicht bewältigt werden könnten. „Integration lebt von der Begegnung der Menschen untereinander“, stellte Moritz klar. „Viele der Menschen, die ab 2015 zu uns gekommen sind, sind mittlerweile sehr gut integriert.“ Er erzählte eine Anekdote über einen ehemaligen Flüchtling, der ihm regelmäßig aus dem Bus heraus winke – „den er mittlerweile steuert, denn er arbeitet jetzt bei der OVAG“.

Das Ehrenamt habe zu dieser Geschichte auch seinen Anteil geschrieben, genau wie es das auch bei künftigen Geschichten machen werde. „Es werden auch in Zukunft weitere Menschen kommen, die kaum etwas verstehen und Hilfe brauchen – und dann eben auch aus dem Ehrenamt heraus“, sagte Moritz. In diesem Zusammenhang wies er auf eine neue Stelle hin, die sich Hückeswagen mit Wipperfürth teile. „Uns ist eine Casemanagerin genehmigt worden, die nach und nach die Fälle in beiden Städten abarbeitet – und das nicht mehr auf einen Rechtskreis beschränkt.“

Der große Vorteil sei, dass so auch komplexe Fälle bearbeitet werden könnten. Die unbefristete Stelle sei in der Trägerschaft der Caritas. „Die Mitarbeiterin hat früher im Sozialamt in Wipperfürth gearbeitet. Sie ist hochmotiviert und kennt den Sozialraum sehr gut“, versicherte der Sozialarbeiter der Stadt.

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