Ehepaar berichtet von seiner Abenteuerlust

Christel und Karl-Heinz Bobring reisen durch die Welt. Foto: Stephanie Arens-Licciardi
+
Christel und Karl-Heinz Bobring reisen durch die Welt.

Seit Jahrzehnten bereisen Christel und Karl-Heinz Bobring die Welt

Von Stephanie Arens-Licciardi

Die Buchrücken im Wohnzimmer von Christel und Karl-Heinz Bobring scheinen ihre eigene Geschichte von fernen Ländern, exotischen Kulturen aber auch ihrer gemeinsamen Passion zu erzählen. An einem nebeligen Novembervormittag berichten die reiselustigen Hückeswagener von Kontinenten und fremden Kulturen, die sie in den vergangenen Jahrzehnten besucht und erlebt haben.

„Auf fast allen Kontinenten waren wir, außer in der Antarktis“, lacht Karl-Heinz Bobring. Ihn faszinieren seit Kindheit andere Menschen und die Natur, Kulturen und Sprachen. „Als Jugendlicher war ich bei den Pfadfindern und bin durch die Reisen mit meinen Eltern geprägt worden“, erzählt er.

Seine erste Reise führte zur Familie nach Frankreich

Die erste große Reise unternahm er in den 1960er Jahren zur Familie nach Metz. „Meine Großmutter väterlicherseits ist 1889 dort geboren, als dieser Teil Frankreichs gerade wieder deutsch war. So lebten dort noch einige Tanten, Onkel und Cousins.“ Die damit verbundenen Erlebnisse gingen nicht spurlos an dem jungen Mann vorbei; die Abenteuerlust war entfacht.

Auch die Literatur trägt ihren Anteil. „Am liebsten lesen wir zur Vorbereitung natürlich Reiseführer, aber auch Märchen der jeweiligen Länder.“ Märchen, davon ist der pensionierte Psychologe überzeugt, erleichtern den Zugang.

„Die Geschichte Kubas zum Beispiel ist sehr interessant, so die Zeit unter Fulgencio Batista bis hin zur Revolution durch Fidel Castro und Che Guevara.“ 2014 führte eine Reise das Ehepaar in den Karibikstaat. „Die Farbenpracht der Häuser, das Lebensgefühl der Menschen, all das hat uns berührt.“ Auffällig sind die Auswirkungen der US-amerikanischen Embargos sowie die Einflüsse der post-kommunistischen Zeit. „Die Menschen in Kuba haben nicht viel, leben zum Teil unterhalb der Armutsgrenze. Und doch geht eine Lebenslust von ihnen aus.“

Christel Bobring: „Auf Reisen kann es manchmal zu einem Kulturschock kommen.“ So gehen die beiden Reisegefährten etwa Sprachbarrieren mit viel Humor an, erkunden kulinarisch ihre Ziele. Durchsetzungsvermögen, Toleranz und vorurteilsfrei an die Dinge heranzugehen; ein Sich-auf-etwas-einlassen-Gefühl, seien weitere Faktoren. In Nord- und Südamerika, Asien, Afrika, Mittlerer und Naher Osten und Australien waren Bobrings. „Meine Mutter sagte immer, wir sollen so lange auf Reisen gehen, wie es noch möglich ist“, meint Karl-Heinz Bobring.

Von ihren Reisen bringen Bobrings stets Erinnerungen mit. In Multivisionsshows berichten sie von ihren Eindrücken; möchten ihrem Publikum die Welt durch Fotos, Videos und Erzählungen näherbringen. Unter dem Motto „Kuba – Verehrt. Verachtet. Vergessen ?“ steht der morgige Samstagabend, 6. November, ab 20 Uhr im Kulturhaus Zach. Karten kosten 8 Euro im Vorverkauf, 10 Euro an der Abendkasse. Es gilt 3G.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Polizei sucht Vermissten mit Hubschrauber
Polizei sucht Vermissten mit Hubschrauber
Reiten bleibt auf jeden Fall ihre Leidenschaft
Reiten bleibt auf jeden Fall ihre Leidenschaft
Reiten bleibt auf jeden Fall ihre Leidenschaft
Dicke Raupe wird ein Weinschwärmer
Dicke Raupe wird ein Weinschwärmer
Dicke Raupe wird ein Weinschwärmer

Kommentare