Artenvielfalt

Die Zukunft des Beverteichs ist ungewiss

Idyllisch gelegen: der Beverteich in Hückeswagen. Was mit ihm in Zukunft passiert, ist jedoch noch völlig ungewiss.
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Idyllisch gelegen: der Beverteich in Hückeswagen. Was mit ihm in Zukunft passiert, ist jedoch noch völlig ungewiss.

Biotop hat sich seit dem Hochwasser dramatisch verändert.

Von Joachim Rüttgen und Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Bei der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 spielte der Beverteich eine nicht unerhebliche Rolle. Und die war durchaus dramatisch. Denn die Bever-Talsperre lief am 15. Juli gegen Mitternacht über. Das Wasser floss über den Beverbach in den Beverteich und später in die Wupper.

Zum großen Sorgenkind der Nacht wurde der Damm des Beverteichs, der ohnehin schon seit Jahren marode ist und angesichts des immensen Wasserdrucks zu brechen drohte. Nicht zuletzt deshalb war die Evakuierung der Anwohner angeordnet worden.  An manchen Stellen sickerte schon das Wasser durch. Doch ein Kraftakt des THW verhinderte, dass die Katastrophe noch größer wurde. Erst Tage später konnte Entwarnung beim Damm gegeben werden.

Einige Hückeswagner sorgen sich seitdem um die Zukunft des Beverteichs, dessen Biotop sich seit dem Hochwasser dramatisch verändert hat – inklusive der Tierwelt, die eigentlich kaum noch vorhanden ist oder sich zumindest stark verändert hat.

Nun meldete sich erneut ein Leser, der selbst bei den dramatischen Ereignissen in der Nacht zum 15. Juli von der Feuerwehr mit einem Boot evakuiert werden musste. Er vermisst Perspektiven für den Beverteich. Wer sei da für was zuständig? Was sei bislang passiert? „Vor allem müsste doch geklärt werden, was künftig getan wird, damit das nicht noch mal passiert“, meint der Leser.

Zur Zukunft müsse sich der Eigentümer äußern

Frank Herhaus kennt als Leiter des Dezernats III (Planung, Regionalentwicklung und Umwelt) bei der Kreisverwaltung das Biotop in Kleineichen, Antworten auf die Fragen hat er nicht. Wie es mit dem Beverteich weitergeht, dazu konnte er schon im März nichts sagen. „Dazu muss sich der Eigentümer äußern“, hatte Herhaus damals gesagt. Mit diesem stehe der Kreis im Kontakt, und das nicht erst seit der Hochwasser-Katastrophe von Mitte Juli.

In den vergangenen Jahren gab es nämlich schon mehrere Untersuchungen zur Standsicherheit des Damms, das letzte Gutachten stammt vom Dezember 2020 – Fazit: Die Standsicherheit ist nicht mehr zu 100 Prozent gewährleistet, woraufhin der Kreis ein Sanierungskonzept in Auftrag gab. Das war noch vor dem Starkregenereignis. Dass kurz darauf das Wehr um 1,20 Meter abgetragen worden war, hatte mit der Sicherheit zu tun: „In diesem Fall steht der Mensch vor dem Naturschutz“, betonte Herhaus.

Eine Woche nach der Hochwasser-Nacht hatte Kreisdirektor Klaus Grootens mit Blick auf die Zukunft des Beverteichs gesagt: „Von einem Wiederaufbau bis zu einer Neugestaltung des Areals ist alles denkbar.“

Das gilt wohl auch heute noch, denn eine erneute Anfrage bei der Kreisverwaltung brachte keine neuen Erkenntnisse: „Nach Rückmeldung aus dem Umweltdezernat kann ich Ihnen mitteilen: Inhaltlich hat sich an den Aussagen bislang nichts geändert. Wir sind nach wie vor mit den Eigentümern im Gespräch, aber es gibt noch keine Lösung“, teilte Kreispressesprecherin Iris Trespe mit.

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