50. Jubiläum der Städtepartnerstadt

Die Taube wird nach Hückeswagen blicken

Künstler Bernhard Guski (3.v.l.) und Sohn Robert (4.v.I.) stellen Alexander Stehl (v.l.) und Joelle Callsen-Lemoult (Partnerschaftskomitee), Roland Lenzing (Firma Pflitsch/2.v.r.) und Bürgermeister Persian (r.) das Pendant der Hückeswagener Friedenstele für Étaples sur Mer vor. Fotos: Claudia Radzwill
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Künstler Bernhard Guski (3.v.l.) und Sohn Robert (4.v.I.) stellen Alexander Stehl (v.l.) und Joelle Callsen-Lemoult (Partnerschaftskomitee), Roland Lenzing (Firma Pflitsch/2.v.r.) und Bürgermeister Persian (r.) das Pendant der Hückeswagener Friedenstele für Étaples sur Mer vor.

Ein Pendant der Friedensstele macht sich auf den Weg in die Partnerstadt Etaples sur Mer.

Von Claudia Radzwill

Hückeswagen. Sie ist fast fertig. In der Werkstatt des Künstlers Bernhard Guski in Voßhagen ist in den vergangenen Wochen das Pendant zu der „Friedensstele“ auf dem Etapler Platz entstanden. Es ist ein Geschenk der Schloss-Stadt an die Partnerstadt Étaples sur Mer zum 50. Jubiläum der Städtepartnerstadt, das in diesem Jahr gefeiert wird.

Die Friedenstaube für Étalples sur Mer. Sie wird nach Hückeswagen blicken.

Bernhard Guski präsentierte am gestrigen Montag die neue Stele erstmals öffentlich. Der bearbeitete Stahl wird noch feuerverzinkt und pulverbeschichtet - und er wird noch sowie farblich gestaltet werden. „Die Stele für die Partnerstadt wird 1:1 so aussehen wir die hier in Hückeswagen“, erklärte Guski. Ihren Standort wird sie Ètaples sur Mer auf dem neuen Bahnhofsvorplatz, dem Place d’ Hueckeswagen, finden. Dort sei ist sogar schon der Sockel für das Kunstwerk fertig, berichtete Joelle Callsen-Lemoult, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Hückeswagen bei der Besichtigung in der Werkstatt.

Die Tauben fliegen sozusagen aufeinander zu.

Bernhard Guski, Künstler

Bereits seit 2017 steht eine „Friedensstele“ in der Schloss-Stadt. Guski hat sie der Völkerverständigung gewidmet - die bunten Säulen symbolisieren die Kontinente, ein weißer Ring hält sie zusammen. Eine Friedenstaube schaut in Richtung der Partnerstadt in Frankreich, bereit für den Start. „In Étaples sur Mer wird die Taube den Blick nach Hückeswagen richten“, erklärte der Künstler. „Die Tauben fliegen sozusagen aufeinander zu.“

Bereits von Anfang an plante der Bernhard Guski zwei Stelen als Gesamtkunstwerk. Für Bürgermeister Dietmar Persian sind die Kunstwerke ein Symbol der Freundschaft. „Und sie sind ein Zeichen für den Frieden in Europa. Heute mehr denn je“, sagte er mit Blick auf den Ukrainekrieg.

Finanziell wird das Geschenk an die Partnerstadt durch Spenden gestemmt. Einige kleinere Privatspenden habe es gegeben, die Bergische Zeitgeschichte und der Bergische Geschichtsverein Hückeswagen haben sich beteiligt, erklärte Dietmar Persian. Hauptsponsor sei die Firma Pflitsch, die 10 000 Euro gab. Bürgermeister Persian berichtete: „An einem Abend um 21 Uhr habe ich im letzten Dezember noch einen Spendenaufruf an die Unternehmen per E-Mail verschickt.“ Keine fünf Minuten später habe er am selben Abend einen Anruf von Roland Lenzing, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Firma Pflitsch, erhalten. Mit der finanziellen Zusage.

Am 30. April wird die zweite Stele nach Étaples sur Mer gebracht. Bernhard und Robert Guski werden persönlich mitfahren und sie dort aufbauen. Für den Künstler ist es wichtig, dass seine Kunstwerke auf Plätzen „mitten im Leben“ stehen. „Die Friedensstellen gehören dorthin, wo viele Menschen sie wahrnehmen“, sagte er am Montag. Ein paar Tage wird die Stele in der Partnerstadt dann aber noch verhüllt bleiben. „Die offizielle Einweihung findet erst am Samstag, 28. Mai, statt - im Rahmen eines Festaktes, der in Étaples sur Mer zum 50. Städtepartnerschaftsjubiläum gefeiert wird“, sagt Joelle Callsen-Lemoult.

Man freut sich hier schon auf den Gegenbesuch der Franzosen

85 Bürger und Bürgerinnen aus Hückeswagen werden mit dabei sein - sie sind Teilnehmer der ersten Bürgerfahrt nach der Coronapause. Ende August wird das Jubiläum dann auch in der Schloss-Stadt gefeiert. „Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch der Franzosen“, sagt Bürgermeister Persian.

Ein Festprogramm mit vielen Aktivitäten ist geplant, unterstützt vom deutsch-französischen Bürgerfonds, berichtet Alexander Stehl, Fachbereichsleiter für Bildung, Soziales und Kultur und 2. Vorsitzender des Partnerschaftskomitees. Bürgermeister Dietmar Persian ist es wichtig, dass die Partnerschaft lebendig bleibt, dass man „Bürger und Bürgerinnen für die Verbundenheit Europas begeistere“.

Hintergrund

Vor 50 Jahren unterschrieben die Bürgermeister von Hückeswagen, Dr. Friedrich Weyer, und Étaples-sur-Mer, Jean Bigot, die Partnerschaftsurkunde. Vom 26. bis 29. Mai wird das Jubiläum in Frankreich gefeiert, die Bürgertour ist ausgebucht. 13 Fahrradfahrer aus Hückeswagen machen sich am 21. Mai auf den Weg - sie wollen die rund 520 Kilometer in sechs Etappen zurücklegen. In Hückeswagen wird das Jubiläum der Städtepartnerschaft im August gefeiert.

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