Pfingstsingen

Die Stimmen sind nicht eingerostet

Das Wetter spielte zum Glück mit: Die Hahnenberger Sänger führten ihre Tradition zum Pfingstfest fort.
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Das Wetter spielte zum Glück mit: Die Hahnenberger Sänger führten ihre Tradition zum Pfingstfest fort.

Erstmals nach drei Jahren fand das Pfingstsingen des MGV Hahnenberg statt.

Von Cristina Segovia-Buendia

Radevormwald. Als wäre die Zeit im Jahr 2019 einfach stehen geblieben und die vergangenen zwei Jahre aus dem Gedächtnis der Allgemeinheit ausradiert, folgte eine große Schar an Menschen der Einladung des Männergesangsvereins Hahnenberg und erschien pünktlich zum traditionellen Pfingstsingen in Feldmannshaus.

Auf einer grünen Wiese hinter dem Gerätehaus der hiesigen Löschgruppe hatten es sich die Herrschaften auf Stühlen und Bierbänken gemütlich gemacht, hockten in der Sonne und lauschten den musikalischen Darbietungen des geselligen Vormittags.

Der Duft von gegrillter Bratwurst lag in der Luft, als der Posaunenchor Remlingrade unter der Leitung von Ulrike Donner sein letztes Stück anstimmte und sich die Herren in roten Polo-Shirts zum Auftritt bereit machten. Unsicherheiten waren nicht zu spüren, auch wenn die Sänger erst vor zwei, drei Monaten die Proben langsam wieder aufgenommen hatten.

„Drei Jahre lang sind wir nicht mehr aufgetreten, haben nicht geprobt“, bestätigt MGV-Vorsitzender Jürgen Wader. Das Gefühl, nach so langer Zeit endlich wieder auftreten zu können, sei großartig.

Stimmungsvolle und heitere Liedstücke hatte der langjährige Chorleiter Frank Scholzen für diesen Anlass ausgesucht. Ein Vorstellungsstück, mit dem sich die sangesfreudigen Männer als Gesangsverein aus Radevormwald präsentierten, bergisches Liedgut und der gesungene Aufruf, sich bei diesem sommerlichen Wetter doch ein kühles Bier zu gönnen. Verstärkung hatte sich der Männergesangsverein für diesen Tag von den Sangesbrüdern und -schwestern des Gemischten Chores Germania Hohenplanken aus Schwenke geholt. Auch hier sorgten die gut gelaunten Männer und Frauen für wohlige Stimmung unter freiem Himmel.

„Es war gar nicht so einfach, Unterstützung zu finden. Normalerweise kommen auch Serenita Önkfeld und die Jagdchorbläser zu unserem Pfingstsingen, aber diesmal hatten sie Schwierigkeiten, genügend Sängerinnen und Sänger für den Tag zu stellen.“

Für den Vereinsvorsitzenden Jürgen Wader war der Vormittag ein Segen. „Es war ein komisches Gefühl, so lange nicht zu singen. Nach der langen Auszeit wussten wir auch nicht, wie viele Sänger wieder zu uns zurückkehren würden“, gesteht er. „Wir waren dann alle sehr überrascht, wie viele zur ersten Probe kamen und wie gut es klappte.“

Denn eingerostet sind die Stimmen nicht, und die Harmonie zwischen den Sangesfreunden stimmt nach wie vor. Das stellten sie auch bei ihrem ersten öffentlichen Konzert hinter dem Gerätehaus der Löschgruppe Hahnenberg unter Beweis.

„Wir haben vor unserem Pfingstsingen vor drei, vier Wochen auch zwei Fensterkonzerte bei zwei Senioreneinrichtungen gegeben“, berichtete Wader. „Man merkt, dass die Leute wieder singen möchten, dass sie raus und zusammen sein wollen.“

Auch die positive Resonanz und die zahlreichen Gäste ihres Pfingstsingens erfreuten den MGV, der nun die anstehenden Sommermonate nutzen will, um weiter zu musizieren.

Termine

Ihren nächsten Auftritt feiern die Hahnenberger beim Sommerfest von Germania Hohenplanken am Sonntag, 26. Juni, ehe sie am Sonntag, 10. Juli, in Borbeck singen und schließlich am Wochenende 15. und 16. Juli den Hahnenberger Mittsommer feiern.

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