Unterstützung im Alltag

Haushaltshilfe: „Die persönlichen Gespräche sind noch wichtiger geworden“

Anke Karthaus-Schmitz (l.) und Ekaterina Britner unterstützen mit ihrem Kollegenteam Senioren im Haushalt und bei Behörden.
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Anke Karthaus-Schmitz (l.) und Ekaterina Britner unterstützen mit ihrem Kollegenteam Senioren im Haushalt und bei Behörden.

Die „KaRa Haushaltshilfe“ in Radevormwald weitet das Angebot zur Unterstützung von Senioren im Alltag aus

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Für das Team der „KaRa Haushaltshilfe“ steht der Mensch im Mittelpunkt. „Uns liegt der soziale Kontakt, der Austausch, die Unterstützung am Herzen“, sagt Anke Karthaus-Schmitz. 2019 hat sie das Unternehmen gegründet. Der Sitz ist an der Dahlienstraße, das Team unterstützt Senioren im Alltag. Die Basis des Unternehmens bildet die Hilfe bei Alltagsdingen, aber auch die Begleitung zum Arzt oder zu Behörden gehört zum Portfolio.

Nach drei Jahren resümiert Anke Karthaus-Schmitz: „Der Bedarf ist groß.“ Mit der Zeit habe sich gezeigt, wo was fehle. Das Angebot wurde und wird noch weiter ausgebaut.

Das geschulte Team geht in die Haushalte, schaut, was gebraucht wird. „Jeder ist ein Individuum, jeder braucht woanders Hilfe,“ so Anke Karthaus-Schmitz. Das Team hilft beim Einkaufen, beim Kochen – Dinge, die oft gemeinsam mit den Senioren gemacht werden. Unterstützung beim Waschen und Putzen sind Teile des Haushaltshilfeangebots. Die Betreuungsentlastungsleistungen sind darauf ausgerichtet, dass Menschen so lange wie möglich zu Hause bleiben können. „Wir sind kein Pflegedienst“, sagt Anke Karthaus-Schmitz. Die Begleitung geht bis in den Freizeitbereich hinein. „Wir haben Senioren, mit denen gehen wir spazieren, andere möchte mal wieder ein Spiel spielen – das gehört zum Betreuungsangebot dazu“, berichten Anke Karthaus-Schmitz und Kollegin Ekaterina Britner.

Groß sei der Bedarf auf Hilfe bei Behördenschreiben

Seit dem Start des Unternehmens habe sich gezeigt, wie hoch der Bedarf sei, bei Behördenschreiben zu unterstützen – damit kommen ältere Menschen oft nicht klar, sind verunsichert. „Auch Terminvereinbarungen bei Ärzten können schon überfordern. Wir helfen beim Schriftverkehr mit Ämtern, Krankenkassen und Rentenstellen, klären Dinge am Telefon, koordinieren Termine“, sagt Anke Karthaus-Schmitz.

Ausgeweitet wurde in den letzten drei Jahren das Netzwerk mit externen Anbietern – durch Kontakten zu Physiotherapeuten und mobilem Friseur. „Bewegungsbegleitung ist ein großes Thema. Da bauen wir unser Portfolio gerade aus – besonders Parkinson-Patienten und Senioren mit demenziellen Veränderungen wird ein geschulter Bewegungsbegleiter zur Seite gestellt,“ erklärt Anke Karthaus-Schmitz. Eine mobile Fußpflege ist bereits dazugekommen, auch diese Ausbildung hat das Unternehmen selbst übernommen. Hygienemaßnahmen, Selbsttests, Maske – das gehört zur täglichen Arbeit dazu. Corona ist noch nicht vorbei. Besonders aber die Hoch-Zeiten in der Pandemie haben Spuren hinterlassen: „Für die älteren Menschen war es eine schwierige Zeit. Wir merken, dass Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen auch dazu führten, dass Menschen vereinsamten. Die Nähe wird verstärkt gesucht, Gespräche sind noch wichtiger geworden“, berichtet Ekaterina Britner.

Die Leistungen der KaRa Haushaltshilfe können als Entlastungsleistung mit der Kasse abgerechnet werden. Kontakt: Tel. (0 21 95) 6 88 95 59.

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