Sturmschäden

Die Feuerwehr ist sieben Mal im Einsatz

Insgesamt wurden bis 11 Uhr gestern Vormittag sieben Einsätze wegen des Sturmes abgearbeitet.
+
Der Löschzug Stadt sowie die Löschgruppe Straßweg waren in der vergangenen Nacht und am Morgen im Sturmeinsatz. 

Sturmtief „Ylenia“ richtet in Hückeswagen weniger Schaden als, als zunächst befürchtet.

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Die Wasseroberfläche der Bever-Talsperre ist in Aufruhr: Einen solchen Wellengang gibt es nicht alle Tage. Am Donnerstagmorgen aber verwundert das nicht, ziehen doch starke Böen über Hückeswagen. Bereits tags zuvor hatte der Wind an Geschwindigkeit deutlich zugenommen, in der Nacht wurde es heftiger. Da der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits ab Mittwochmorgen vor dem Sturmtief „Ylenia“ gewarnt hatte, hatte Stadtbrandinspektor Karsten Binder alle vier Feuerwehr-Einheiten vorsorglich in Bereitschaft versetzt. Tatsächlich mussten aber nur der Löschzug Stadt und die Löschgruppe Straßweg ausrücken.

Der erste Alarm ging für den Löschzug Stadt um 2.47 Uhr ein. Dort musste ein umgestürzter Baum von der K5 bei Oberlangenberg beseitigt werden.

Um 2.47 Uhr ging der erste Alarm der Kreisleitstelle bei der Hückeswagener Wache an der Bachstraße ein – der dortige Unwettermeldekopf koordinierte fortan die Einsätze auf dem Gebiet der Schloss-Stadt. Bei Oberlangenberg war ein Baum auf die Straße gestürzt, den die Einsatzkräfte des Löschzugs auseinander sägten – die Fahrbahn der K 5 oberhalb der Bever-Talsperre war damit wieder frei. Um 4.35 Uhr wurde dann die Löschgruppe Straßweg hinzugezogen, für die der Einsatz um 7.30 Uhr wieder beendet war. Der Löschzug Stadt war bis 11 Uhr unterwegs, danach wurde die Einsatzbereitschaft beendet.

Die Feuerwehr Hückeswagen hat eine Bereitschaft für den Unwettermeldekopf vorbereitet.

Morton Gerhardus, Pressesprecher

„Bei allen sieben Einsätzen handelte es sich um umgestürzte Bäume oder Äste, die Fahrbahnen und Gehwege blockierten oder sich in Stromleitungen verfangen hatten“, teilte Feuerwehr-Sprecher Morton Gerhardus am Nachmittag mit. Die Einsatzstellen waren neben Oberlangenberg noch Westhoferhöhe (K 5), Unterstraßweg (L 101), die Großberghauser und die Weierbachstraße, Dörpfeld sowie Purd.

Insgesamt wurden bis 11 Uhr gestern Vormittag sieben Einsätze wegen des Sturmes abgearbeitet.

Karsten Binder geht davon aus, dass der Wind ab Freitagmittag wieder deutlich zunehmen wird: „Die Wetterberichte kündigen das entsprechend an.“ So soll bis Samstag ein weiteres Orkantief vor allem über den Norden Deutschlands ziehen, e Ausläufer von „Zaynep“ könnten auch das Bergische Land erreichen. „Die Feuerwehr Hückeswagen ist auch hierauf vorbereitet und hat eine Bereitschaft für den Unwettermeldekopf und die Einsatzabteilung vorbereitet“, berichtete Gerhardus.

Am Morgen hatte Roland Kissau vom Ordnungsamt mitgeteilt, dass der Wupperpegel steigt und daher eventuell der Radweg in den Wupperauen überspült werden könnte. Der Grund war, dass der Wupperverband 9000 Liter Wasser pro Sekunde aus der Bever in den Beverbach abgelassen hatte. Die abgegebene Wassermenge reduzierte sich später auf sieben Kubikmeter pro Sekunde, und die Wupperauen blieben offen. „Entsprechend den Regen- und Zuflussmengen zur Talsperre passen wir die Abgabe flexibel an, damit weiterhin für die kommenden Tage und prognostizierten Regenmengen Stauraum in der Talsperre frei ist“, erläuterte Wupperverband-Sprecherin Susanne Fischer. Aktuell sind zirka zwei Millionen Kubikmeter Stauraum in der Bever frei, um die noch zu erwartenden Regenmengen zu puffern. Auch in der Neye-Talsperre ist Stauraum frei, die zum sogenannten zum Beverblock gehört.

Von vorigem Montag bis Donnerstag fielen laut Susanne Fischer an der Mess-Stelle Bever-Talsperre insgesamt 55 Liter Regen pro Quadratmeter. „Der Februar-Durchschnitt an dieser Messstelle liegt bei 103 Litern“, teilte die Verbandssprecherin mit. „In drei Tagen ist also rund die Hälfte eines Monatsniederschlags gefallen.“ Bisher sind im Februar bereits 137 Liter an der Bever gemessen worden. Und bis Samstag sind noch weitere etwa 20 Liter angekündigt – wenn auch mit Regenpausen.

Hintergrund

Die Wetterlage hat sich im Laufe des Donnerstags deutlich entspannt, allerdings sagen Meteorologen für die nächsten Tage weitere orkanartige Stürme und starke Niederschläge unter anderem im Oberbergischen Kreis voraus.

Bereits ab dem heutigen Freitagnachmittag soll es zu erneuten Unwettern kommen, die ähnlich verlaufen könnten, wie in der vorvergangenen Nacht.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Mit Alma auf musikalische Weltreise
Mit Alma auf musikalische Weltreise
Mit Alma auf musikalische Weltreise
Nettekoven gewinnt in Rade fast alles – nur nicht die Juniorwahl
Nettekoven gewinnt in Rade fast alles – nur nicht die Juniorwahl
Nettekoven gewinnt in Rade fast alles – nur nicht die Juniorwahl

Kommentare