Premiere

Der „Hüttenzauber“ zieht vors Schloss

Beim „Besser-als-nix-Fest“, der Alternative des ausgefallenen Altstadtfestes  2021, hatte es  am Schloss Zugangskontrollen gegeben. Sollte Corona im Dezember beim „Hüttenzauber“ erneut ein Thema sein, könnte das damals bewährte Konzept wieder umgesetzt werden, kündigte Stadtmarketing-Geschäftsführerin Monika Zöller an.
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Beim „Besser-als-nix-Fest“, der Alternative des ausgefallenen Altstadtfestes 2021, hatte es am Schloss Zugangskontrollen gegeben. Sollte Corona im Dezember beim „Hüttenzauber“ erneut ein Thema sein, könnte das damals bewährte Konzept wieder umgesetzt werden, kündigte Stadtmarketing-Geschäftsführerin Monika Zöller an.

Fürs zweite Advent-Wochenende kündigt das Stadtmarketing eine Premiere an.

Von Stephan Büllesbach

Die Atmosphäre wird traumhaft – vor allem, wenn es schneien sollte. Und ein illuminiertes Schloss als Hintergrund für eine Budenstadt wäre das Sahnehäubchen. Dass jedenfalls erhoffen sich die Mitglieder des Stadtmarketing-Arbeitskreises „Hüttenzauber“, die sich in für die Austragung des Weihnachtsmarkts vom 2. bis 4. Dezember vor dem Schloss aussprachen.

Bislang waren die Holzhütten immer auf der Islandstraße und am Wilhelmplatz aufgebaut worden. Doch wird befürchtet, dass im Dezember die Corona-Fallzahlen wieder deutlich gestiegen sein werden. „Am Schloss hätten wir dann die Möglichkeit, den Zugang zu kontrollieren“, sagt Monika Zöller, Geschäftsführerin des Stadtmarketings. Wie bei der Altstadtfest-Alternative 2021, dem „Besser-als-nix“-Fest auf dem Schlosshof, könnte dann am Marktberg ein Aus- und Eingang geschaffen und die übrigen Zugänge am Schloss dichtgemacht werden. „Wir hoffen aber, dass wir das nicht machen müssen“, betont Monika Zöller.

Viele Vereine hätten sich schon angemeldet

37 Anmeldungen liegen den Organisatoren bereits vor, darunter sind laut Arbeitskreis-Mitglied Sebastian Schmid „erfreulich viele Vereine“. Die Besucher erwartet Kunsthandwerkliches, wie Kerzen und Gestecke, Selbstgestricktes und -gehäkeltes sowie Holzkunst von Andreas Kölsch. Ausgeschenkt wird neben Glühwein auch Glühbier und Punsch. Angeboten werden etwa geräucherter und Backfisch, portugiesische Spezialitäten, Grünkohl, Crêpes und Baumstriezel.

Aufgebaut werden die Holzhütten auf dem Schlosshof sowie auf der Mauer gegenüber der Rückseite der Pauluskirche und bei Bedarf auch entlang der Paulusmauer. Weil die sieben städtischen Holzhütten draußen gelagert werden und längere Zeit nicht genutzt wurden, steckt das Stadtmarketing jetzt jeweils 500 Euro in eine neue Dachverkleidung, wie Monika Zöller mitteilt. „Langfristig werden wir ohnehin neue Hütten brauchen.“

Zum Fackelzug am Freitagabend  sind auch das Christkind und der Nikolaus wieder dabei. Dieses Mal jedoch nicht in einer Kutsche, sondern im Neye-Express. Dieser Zug wird alle drei Tage über die Island-, Friedrich-, Bach- und Bahnhofstraße fahren. Auch überlegt der ­Arbeitskreis, eine Gepäckstation aufzustellen, wo die Besucher nach einem Einkauf in den Geschäften von Islandstraße und Etapler Platz ihre Taschen lassen können, wenn sie auf den Weihnachtsmarkt gehen.

„Der ,Hüttenzauber‘ im Island ist schon schön“, versichert Monika Zöller. „Aber das Ambiente vor dem Schloss ist nicht zu toppen.“ Zumal dieser Standort einen weiteren Vorteil hätte: „Hier können die Hütten zur Not auch länger stehen.“ Hatten die Einzelhändler aus dem Island doch 2017 darüber geklagt, dass die Buden vor ihren Geschäften so lange stehen geblieben waren. Allerdings war das damals den starken Schneefällen geschuldet, weshalb die Bauhof-Mitarbeiter sich zunächst um den Winterdienst kümmern mussten und die Hütten nicht abbauen konnten. „Wir wollen jetzt mal den Weihnachtsmarkt vor dem Schloss ausprobieren, und dann schauen wir weiter“, betont die Geschäftsführerin des Stadtmarketings und versichert: „Es ist nichts in Stein gemeißelt.“

Kritik gibt es allerdings von Dirk Sessinghaus. Der Modehändler von der Islandstraße bezeichnet sich nicht nur als „Verfechter des Weihnachtsmarkts im Island“, er fühlt sich als Einzelhändler auch „etwas überfahren“. So habe es in der Vergangenheit Abstimmungen innerhalb der Werbegemeinschaft gegeben, bei denen eine knappe Mehrheit der Mitglieder für den bisherigen Standort des Weihnachtsmarkts war. Sessinghaus bedauert, dass der Einzelhandel jetzt bei der Entscheidung, wo der „Hüttenzauber“ stattfindet, nicht zurate gezogen worden sei. Auch er sieht an dem neuen Standort den Vorteil, dass die Hütten nicht zehn Tage oder länger inklusive des Aufbaus vor den Schaufenstern stünden.

Allerdings glaubt er nicht, dass der Weihnachtsmarkt am Schloss an diesen drei Tagen Kunden in die Geschäfte treibt. Man könne die Besucherströme nicht entsprechend lenken. Für Sessinghaus ist klar: „Der ,Hüttenzauber‘ gehört ins Island.“ Einige Kollegen hätten bereits angekündigt, ihre Geschäfte am verkaufsoffenen Sonntag nicht öffnen zu wollen, sollte der Weihnachtsmarkt vor das Schloss verlagert werden.

Hüttenzauber

Öffnungszeiten: Geöffnet ist der erste „Hückeswagener Hüttenzauber“ vor dem Schloss am zweiten Wochenende im Advent: Freitag, 2. Dezember, 17 bis 22 Uhr, Samstag, 3. Dezember, 13 bis 22 Uhr, Sonntag, 4. Dezember, 11 bis 20 Uhr.

Auftakt: Mittlerweile ist der Fackelzug zu Beginn des Weihnachtsmarkts Tradition, daran wird sich auch dieses Jahr nichts ändern. Allerdings zieht er am Freitag, 2. Dezember, anders herum: vom Wilhelmplatz zum Schloss. Start ist um 17 Uhr. Fackeln gibt es bei Spiel- und Lederwaren Heinhaus zu kaufen.

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