Das Innere zeigt sich kreativ und durchdacht

Die künftige Aula und Mensa ist so gut wie fertig. Am Mittwoch wird der mit Stäbchenparkett ausgelegte Boden gewienert.
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Die künftige Aula und Mensa ist so gut wie fertig. Am Mittwoch wird der mit Stäbchenparkett ausgelegte Boden gewienert.

Die Arbeiten an und in der Löwen-Grundschule steuern auf ihr Ende zu, heute werden die ersten Möbel geliefert.

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Im Foyer fliegen die Funken. Am Geländer der ersten Etage wird gerade geflext, während das der Treppe schon lackiert wird. Haken stehen dort heraus – an sie werden demnächst die Handläufe montiert. Überhaupt sieht es im Eingangsbereich der neuen Löwen-Grundschule, die in sechs Wochen zum ersten Schultag in Betrieb gehen soll, noch nach viel Arbeit aus. Der Boden ist mit einer Schutzfolie abgeklebt, neben der Eingangstür liegen aufgewickelt Schläuche. Zwei Arbeiter stimmen die nächsten Schritte ab.

Doch wenn der Blick umherschweift, wird deutlich, dass vieles schon fertig ist. Die Toiletten zum Beispiel sind weiß gefliest mit einzelnen grauen, roten und blauen Fliesen dazwischen, was die Farben der Außenfassade geschickt widerspiegelt. Nicht nur hier haben sich Verantwortlichen etwas einfallen lassen. Die Türen in Eichenoptik sind auch ein Beispiel für viel Kreativität: Die Klinken sind auf Höhe von Kinderhänden angebracht, die Erwachsenen müssen sich ein wenig hinunterbeugen. Wunderschön anzusehen im Erdgeschoss – durch die schmalen Fensterschlitze in den Türen – ist auch das helle Stäbchenparkett des großen Saals für Mensa und Aula.

„Oben ist es noch schöner“, schwärmt Annette Binder vom Schulamt der Stadt. Vor allem ist das zweite Obergeschoss komplett fertiggestellt mit den Cluster genannten Klassen- und Lernbereichen und den sanitären Einrichtungen. Dort ist aktuell kein Hineinkommen, wird dort doch schon alles sauber gemacht. So sind etwa die Fensterputzer intensiv bei der Sache. Die Bereiche dort werden zudem als erste mit den neuen Möbeln bestückt, die ab Donnerstag angeliefert werden.

„Es gibt einen Plan der Architektin, auf dem zu sehen ist, welche Möbel wann kommen und auf welche Etage sie müssen“, sagt Annette Binder. Ab jetzt wird fast an jedem Tag etwas angeliefert, gleich aufgebaut und aufgestellt. „Die erste Fuhre umfasst 240 Kubikmeter“, sagt Rainer Frauendorf vom Gebäudemanagement der Stadt und Projektleiter. „Das sind zwei Sattelzüge voll.“

Projektleiter Rainer Frauendorf und Annette Binder von der Stadtververwaltung sehen sich auf dem Eulenhof um.

In der nächsten Woche werde noch einmal die gleiche Menge geliefert. „Dann werden die Cluster möbliert.“ Gegen Monatsende steht schließlich der Umzug aus dem alten Schulgebäude an der Kölner Straße an. 600 Umzugskisten werden dafür gefüllt, plus 100 weitere, die die Stadt noch nachträglich ordern musste. Dazu kommen sperrige Dinge wie Spielgeräte oder die Fahrräder für das Verkehrssicherheitstraining. „Das wird noch eine große Herausforderung“, glaubt Annette Binder.

Auch wenn vieles von außen bereits fertig aussieht, wie die Fassade und die drei Schulhöfe, so sind doch noch alle Gewerke im Einsatz. „Für die Außenanlage und Technik brauchen wir noch zwei, drei Wochen“, sagt Frauendorf. Ebenso lange sind etwa Schlosser und Maler aktiv.

In drei Wochen steht zunächst die technische Abnahme des Neubaus an, eine Woche später die durch den Kreis. „Wenn wir bis dahin fertig sind, haben wir es geschafft“, zeigt sich der Projektleiter zuversichtlich. Denn am ersten Schultag – Mittwoch, 10. August – soll alles fertig sein, unterstreicht Annette Binder. „Und wir werden fertig sein“, versichert Frauendorf.

Herbstferien sind fürNacharbeiten eingeplant

Allerdings glaube er nicht, dass am Tag vor dem Start ins neue Schuljahr niemand mehr im Gebäude arbeiten werde. „Wir wollen natürlich so viel wie möglich schaffen.“ Sicher ist sich Frauendorf zumindest, dass der Unterricht ungestört vonstattengehen wird, „selbst wenn es noch einige Arbeiten geben sollte“. Etwa die Mängelbehebungen. Zudem sind die Herbstferien für Nacharbeiten bereits fest eingeplant.

Der Schriftzug prangt schon neben dem Eingangsportal, aber noch fehlt der Bindestrich.

Interessant sein dürften die Erfahrungen mit dem Lernen in den Clustern. Jeder Jahrgang hat seinen eigenen Bereich (Cluster), der jeweils eine andere Farbe erhält – im ersten Obergeschoss sind das Grün und Braun. Hinter der Eingangstür und um den Flur angelegt liegen die Klassen- und angeschlossenen Gruppenräume, wobei der Flur künftig ein Lern- und Aufenthaltsbereich sein wird. Dort können und sollen die Kinder spielen, lernen, lesen oder sich ausruhen.

Noch nicht da, aber angekündigt sind zwei Besonderheiten: Vor dem Eingangsbereich wird bis zum Schulstart noch der große, 80 Kilogramm schwere Löwe platziert, den die CDU stiften wird. Und an der Rampe zwischen Eulen- und Amselhof wird ein Kunstwerk des Voßhagener Künstlers Bernhard Guski installiert.

Statt einen zentralen Schulhof sieht das Konzept der neuen Löwen-Grundschule drei Bereiche vor. Künftig können sich sich die Kinder auf dem Eulen-, Spatzen- oder Amselhof aufhalten.

Der Spatzenhof liegt zum Bürgerbad hin und ist der Ruhebereich. Der Amselhof liegt zur Kölner Straße hin und ist der Sportbereich mit Sportgeräten, Fußballtoren und einem elastischen Belag. Auf dem zum Klettergarten hin gelegenen Eulenhof werden Spiel- und Klettergeräte aufgebaut. Dorthin umziehen wird auch das 2017 dank finanzieller Untertsützung des Schulfördervereins und des Grünen-Ortsverbands angeschaffte Klettergerüst. Die beiden oberen Schulhöfe können aus den Clustern im Erdgeschoss und erster Etage aus erreicht werden und sind durch eine Treppe und Rampe miteinander verbunden.

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