Wahlprüfsteine

Der Charme der Altstadt soll bewahrt werden

Welche Pläne haben die Parteien für die Hückeswagener Innenstadt? Archivfoto: Roland Keusch
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Welche Pläne haben die Parteien für die Hückeswagener Innenstadt?

Pläne und Konzepte für die Hückeswagener Innenstadt.

Von Jennifer Preuß

Für den 13. September sind auch die Hückeswagener zur Kommunalwahl aufgerufen. Gewählt werden der Bürgermeister, die Zusammensetzung des Stadtrates, der Landrat/die Landrätin sowie die Zusammensetzung des Kreistags. Der RGA hat dazu Wahlprüfsteine formuliert: Fragen, die den demokratischen Parteien zugegangen sind. Heute geht es um eine attraktive Innenstadt.

Frage: Wie wollen Sie die Altstadt wiederbeleben?

CDU: Wir erleben in der Altstadt, dass vielerorts ein Generationenwechsel stattfindet. Es gibt hier viele ältere Bürger, denen es zunehmend schwerer fällt, die zum Teil historischen Gebäude instand zu halten, aber andererseits auch immer mehr junge Menschen, denen der Charme der Altstadt gefällt und die gewillt sind, hier zu wohnen. Die CDU setzt sich dafür ein, dass den Anwohnern seitens der Verwaltung Hilfestellungen geboten werden, gerade in Bezug auf Modernisierung unter Denkmalschutzvorschriften. Nur so kann es gelingen, die Altstadt lebendig zu halten. An der oberen Islandstraße stehen viele Geschäfte leer. Oft ist hier die Stellplatzablöse ein gewichtiges Argument. Die CDU fordert eine neue Denkweise und wird dies in der kommenden Legislaturperiode angehen.

SPD: Leerstehende Geschäfte und Wohnungen machen unsere Altstadt unattraktiv. Dieser Verfall muss aufgehalten werden. Ein Ziel unseres Wahlprogramms ist, dass wir uns dafür einsetzen werden, einen Stadtteil-Architekten einzustellen. Er oder sie soll bei Renovierungen und Fördermöglichkeiten beraten sowie ein Netzwerk von Eigentümern, Investoren, Denkmalschutz und Bauamt aufbauen.

FaB: Die Entwicklung der Altstadt ist uns ein Kernanliegen. Sie muss einzelhandelstechnisch und gastronomisch neu entwickelt werden – auch im Rahmen einer Agenda 2030. Kernanliegen muss es sein, die Altstadt äußerlich zu bewahren und dennoch dem Einzelhandel und der Gastronomie die Flächen zu bieten, die sie brauchen. Das beinhaltet beispielsweise die Bewahrung der Außenfassade, allerdings auch das Zusammenlegen zweier oder mehrerer Gebäudeteile. Hier muss es einen sofortigen Schulterschluss geben zwischen dem Kreis und der Stadt, um im Vorfeld Machbares abzuklopfen. Wichtig ist auch die Anbindung der Islandstraße an das „Fachmarktzentrum“ am Etapler Platz, welches beispielsweise leider nicht im Rahmen von ISEK oder der Regionale 2025 bislang Berücksichtigung fand.

FDP: Die Stadt muss die Hausbesitzer bei Renovierungen im Denkmalbereich wieder finanziell unterstützen, dann können auch weitere Fördermittel vom Land fließen. Außerdem müssen die Möglichkeiten seitens der Stadt genutzt werden, um in der Altstadt auf Stellplatzablösezahlungen zu verzichten, damit Neuansiedlungen von Geschäften wieder möglich werden. Das Schloss als Anziehungspunkt würde die Zahl der Menschen erhöhen, die sich in der Altstadt bewegen.

Die Partei: Es muss mit den Bewohnern der Altstadt diskutiert werden, welche Projekte möglich sind, auch im Zusammenhang mit Brandschutz, und für welche Projekte es Unterstützung auch aus ganz Hückeswagen gibt, bevor man in neue Leichen investiert.

Bündnis 90/Die Grünen: Im Rahmen des ISEK sollen die Straßen und Plätze im Zentrum Hückeswagens neu gestaltet werden. Dadurch soll Hückeswagen nicht nur für Touristinnen und Touristen, sondern vor allem für die Hückeswagenerinnen und Hückeswagener selbst attraktiver werden. Die Plätze sollen zu Begegnungszentren mit Wasserspielen und größeren Außenflächen für die Gastronomie werden. Durch die Beratung der Eigentümer sollen auch erhebliche Privat-Investitionen in die Erhaltung der Bausubstanz in der Altstadt mobilisiert werden. Der Umgestaltung des Stadtparks und der Wupperauen, die dann viele Möglichkeiten zum aktiven Aufenthalt im Freien garantieren, runden das ISEK ab.

AfD: Prüfen, ob es möglich ist, Gewerbezonen zu bilden für eine verbilligte Gewerbesteuer in der Altstadt. Einzelhandelsentwicklungskonzept eingeschlossen Gastronomie. Für die Außengastronomie: Sondernutzung von öffentlichen Flächen überprüfen und vereinfachen. Konzession für einen bestimmten Zeitraum erlassen und dann stufenweise anpassen, je nach Entwicklung der Altstadt und des Bereiches. Altstadt als unverwechselbares „Gesicht“ der Stadt mit einer angrenzenden Gestaltungssatzung zum Denkmalbereich.

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