Bundeswehr hilft dem Kreis beim Impfen

Auch bei der Anmeldung für die Kinder-Impfungen (5- bis 11-Jährige) ist die Bundeswehr vertreten. David (rechts) holte sich seine Impfung in der Impfstelle Gummersbach ab. Fotos: OBK
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Auch bei der Anmeldung für die Kinder-Impfungen (5- bis 11-Jährige) ist die Bundeswehr vertreten. David (rechts) holte sich seine Impfung in der Impfstelle Gummersbach ab.

Soldaten sind im Gesundheitsamt und in den Impfstellen im Einsatz

Von Markus Schumacher

Oberbergischer Kreis Viele Menschen, die derzeit einen Impftermin in den Impfstellen des Oberbergischen Kreises haben, staunen nicht schlecht, wenn Sie am Eingang durch Soldatinnen und Soldaten begrüßt werden. Und auch an der An- und Abmeldung ist die Bundeswehr vertreten. „Seit dem 13. Dezember werden zehn Kameradinnen und Kameraden aus Köln in den Impfstellen Gummersbach, Hückeswagen und Waldbröl eingesetzt. Der Einsatz ist aktuell bis zum 26. Januar 2022 befristet“, berichtet Oberstleutnant Thomas Meier, Leiter des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr.

Bereits seit 25. November helfen 15 Soldaten aus Schwarzenborn im Gesundheitsamt des Kreises aus. Die Männer und Frauen sind während ihres Einsatzes durchgängig im Kreis stationiert. Sie übernachten in einem Hotel. Kreispressesprecherin Iris Trespe: „Im Gesundheitsamt unterstützt die Bundeswehr in der sogenannten Kontaktnachverfolgung. In dieser Abteilung werden Bürger angerufen, die selbst mittels PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet worden sind oder aber eine enge Kontaktperson von einem laborbestätigten Fall sind.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die Bundeswehr den Oberbergischen Kreis bei der Bekämpfung des Pandemiegeschehens unterstützt. Seit September 2020 hatten Soldaten immer wieder in der Kontaktnachverfolgung ausgeholfen. Und auch im ehemaligen Impfzentrum in Gummersbach waren Kräfte der Bundeswehr präsent. „Die damaligen Hilfeleistungsanträge waren wiederholt verlängert worden. Insgesamt waren im Oberbergischen Kreis über 15 Monate mit Unterbrechungen Soldatten bei Unterstützungsmaßnahmen in der Pandemiehilfe eingesetzt“, weiß Oberstleutnant Thomas Meier.

Mancher legt seinen Impfausweis aus eigener Bundeswehrzeit vor

Und: „Wie auch schon bei den zurückliegenden Einsätzen, kommt die Unterstützung durch die Bundeswehr bei der oberbergischen Bevölkerung gut an“, berichtet Iris Trespe. Insbesondere die Impflinge nutzen gerne den kurzen Moment bei der Anmeldung in den Impfstellen, um sich mit den Soldaten auszutauschen. „Einige, die selbst bei der Bundeswehr gedient haben, teilen das den „Kameradinnen und Kameraden“ mit“, berichtet Iris Trespe. Und es ist auch schon einige Male vorgekommen, dass Impfausweise aus Bundeswehrzeiten für den „Pieks“ vorgelegt wurden.

„Die Soldatinnen und Soldaten stoßen auf positive Resonanz. Die Stimmung ist gut“, berichtet Oberstleutnant Thomas Meier nach seiner Stippvisite in der Impfstelle Gummersbach und bei der Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt.

Aktuell sind die Einsätze der Bundeswehr beim Oberbergischen Kreis bis 26. Januar befristet. Landrat Jochen Hagt schließt nicht aus, dass die Kreisverwaltung um eine Verlängerung bitten wird: „In den Sommermonaten konnte nach dem Abflauen des Infektionsgeschehens die Arbeit mit eigenen Kräften bewältigt werden. In der aktuellen Phase der Pandemie sind wir froh und dankbar für die erneute personelle Unterstützung durch die Bundeswehr.“

Am Eingang begrüßen die Soldatinnen und Soldaten die Impflinge, fordern zum Händedesinfizieren auf und messen die Körpertemperatur.

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