Energie

Bürgermeister geben Spartipps

Dietmar Persian (Bürgermeister Hückeswagen, v. l.), Marion Lück (Wermelskirchen), Willi Heider (Kürten), Anne Loth (Wipperfürth) und Jens Langner (BEW) geben alltagstaugliche Tipps zum Energiesparen.
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Dietmar Persian (Bürgermeister Hückeswagen, v. l.), Marion Lück (Wermelskirchen), Willi Heider (Kürten), Anne Loth (Wipperfürth) und Jens Langner (BEW) geben alltagstaugliche Tipps zum Energiesparen.

BEW startet mit vier Kommunen eine Kampagne rund ums Thema Energie.

Von Claudia Radzwill

Hückeswagen. Die Energie- und Strompreise steigen, eine Gaskrise naht und ein Ende ist nicht abzusehen. Die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der Städte Hückeswagen, Wermelskirchen, Wipperfürth und Kürten starten daher zusammen mit der Bergischen Energie- und Wasser GmbH (BEW) eine gemeinsame Kampagne – und geben Bürgern und Bürgerinnen praktische Tipps an die Hand, wie sie Energie und damit Geld und Ressourcen sparen können. Auf Social-Media-Kanälen, den Internetseiten der Kommunen sowie der BEW wie auch über die Presse gibt es die Anregungen - für jeden anwendbar.

„Wir wollen damit das Bewusstsein für Einsparpotenziale wecken“, erklärt Jens Langner, Geschäftsführer der BEW. Die Menschen werden nicht allein gelassen, das ist die Botschaft der Kampagne, die am Dienstag im BEW-Kundencenter in der der Schloss-Stadt vorgestellt wurde.

Für den Hückenwagener Bürgermeister Dietmar Persian ist es wichtig, zu zeigen, dass „auch mit kleinen Beiträgen viel erreicht werden kann“. Man dürfe nicht resignieren, die Botschaft laute: „Wir alle können etwas ändern und der Krise entgegentreten.“

In der Schloss-Stadt macht es die Verwaltung vor: Im Rathaus wurden bereits Einsparpotenziale ausgelotet – das betrifft nicht nur die Vorgabe, in den städtischen Verwaltungsgebäuden die Raumtemperatur auf 19 Grad zu senken. Homeoffice werde wieder zum Thema. „Schalter aus“ sei ein Schlagwort, das animiert, unnötiges Licht auszuschalten. In Sporthallen kann nur noch kalt geduscht werden. Das Schloss und die Pauluskirche werden nach dem Altstadtfest am Abend nicht mehr angestrahlt werden. „Das steht für uns unabhängig von den politischen Vorgaben fest“, erklärt Persian. Straßenlaternen, die mit Dämmerungsschalter ausgestattet sind, schalten sich eine halbe Stunde später an und eine halbe Stunde früher ab. Das gilt nicht nur für die Schloss-Stadt, sondern auch in den anderen an die BEW angeschlossenen drei Kommunen.

Anne Loth, Bürgermeisterin in Wipperfürth, berichtet: „In städtischen Gebäuden wird die Raumtemperatur herabgedreht. Der Saunabetrieb im Schwimmbad ist bereits eingestellt, die Wassertemperatur heruntergeregelt.“

Ab September wird das Schloss in Hückeswagen nicht mehr angestrahlt. In Wermelskirchen wird in städtischen Gebäuden gespart.

Für Kürtens Bürgermeister Willi Heider steht fest: „Viele kleine Maßnahmen bewegen viel, wir müssen uns aber auch mit längerfristigen Maßnahmen beschäftigen.“ So werde bei der Gesamtschulsanierung vor Ort energieeffizienzte Technik eingebaut.

Lück: In städtischen Gebäuden werden Maßnahmen umgesetzt

In Wermelskirchen sei überdies in städtischen Gebäuden Warmwasser und Heizung bis zum 15. September ganz abgedreht, erklärt Bürgermeisterin Marion Lück. Konsequenz gibt es auch hier beim Thema Licht: „Lampen werden beim Verlassen der Räume ausgeschaltet. Da ziehen alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit.“

Mit dem Neubau der Löwenschule ist Hückeswagen schon einen sehr wichtigen Schritt erfolgreich gegangen. Im hochmodernen Schulgebäude, zu diesem Schuljahr eröffnet, erfüllt alle Energiesparpotenziale. Auf erneuerbare Energien umzusteigen, das sei zwar eines der effektivsten Mittel, Energie einzusparen, sagt Jens Langner. „Das geht nicht von heute auf morgen.“ Bei der Kampagne kommt es jedoch auf die kleinen Alltagsdinge an. Steckdosenleisten mit Klappschalter verhindern, das Stand-by-Geräte weiter Strom verbrauchen, Zeitschaltuhren können den Stromverbrauch reduzieren. Solarleuchten im Garten verwenden. Bei der Heizung nicht nur die Temperatur runterfahren, sondern sie auch warten lassen. Marion Lück hat zu Hause eine Duschuhr und kann aus Erfahrung sagen: „Drei Minuten unter der Dusche reichen.“

Die Gaskrise sei ein riesiges Problem, so Jens Langner. Es geht nicht nur ums Heizen: „Rund 16 Prozent der elektrischen Energie in Deutschland werden noch in Gaskraftwerken erzeugt“, erklärt er. Entscheidend sei, dass in der kalten Jahreszeit nicht das Gas ausgehe. Daher gehe es darum, mehr Menschen zu weniger Verbrauch zu bewegen.

Hintergrund

Die Energiespartipps und weitere Infos zu Energieberatung sind auf den Internetseiten und Social-Media-Plattformen der Städte Wermelskirchen, Hückeswagen, Wipperfürth und Kürten sowie der BEW abrufbar. In allen Städten wird es außerdem noch Infoveranstaltungen geben. Die Kampagne wird begleitet vom kleinen Heftchen „Klik!“, herausgegeben von der BEW, das clevere Alltagstipps enthält.

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