Brückenstraße

Brückenneubau wird deutlich teurer

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So sieht die Brücke an der Brückenstraße derzeit aus. Fußgänger und Radfahrer können sie nutzen.

Dennoch will die Stadtverwaltung an dem Plan festhalten. Die Brücke soll im Mai fertig sein.

Von Karsten Mittelstädt

Die Erneuerung der Brücke Brückenstraße kommt die Stadt Hückeswagen deutlich teurer als erwartet. Das teilte Bauamtsleiter Andreas Schröder den Politikern im Haupt- und Finanzausschuss mit. Die Stadt hatte mit Kosten in Höhe von rund 180.000 Euro gerechnet. Dafür gibt es aber keinen Ersatz für die baufällige alte Brücke über den Panorama-Radweg. „Am Montag sichteten wir die Ausschreibungen“, sagte Schröder. Insgesamt hatten fünf Firmen Angebote abgegeben. Aber selbst der günstigste Anbieter liegt 40 000 bis 50 000 Euro über den erwarteten Kosten.

Kopfschmerzen bereitet das Schröder vor allem, weil alle Anbieter mit höheren Kosten kalkulieren. Die Mehrkosten sind also kein Ausreißer eines Anbieters. „Der Abriss der Brücke scheint doch deutlich aufwendiger als zunächst angenommen“, gab Schröder als Erklärung. Bürgermeister Dietmar Persian vermutet noch einen anderen Grund hinter den höheren Kosten. „Die Baubranche boomt, viele Firmen haben die Auftragsbücher voll.“ Das treibt die Preise in die Höhe.

Persian will dennoch am geplanten Vorgehen festhalten. „Ziel ist, den Neubau der Brücke in diesem Frühjahr fertigzustellen“, sagte Schröder. Im Mai soll die Ersatzbrücke fertig sein. Ansonsten müsste nämlich der viel befahrene Bahn-trassenradweg unter der Brücke gesperrt werden.

Notwendig sind der Abriss der Brücke und der Bau einer Ersatzbrücke, weil das alte Bauwerk schon seit vielen Jahren nicht mehr ausreichend tragfähig ist. Der Lkw-Verkehr ist deshalb schon seit Jahren nicht mehr zugelassen. Damit keine herabfallenden Steine auf den Radweg fallen, hatte die Verwaltung Netze unter das marode Bauwerk spannen lassen. Außerdem wurde nach einer Komplettsperrung die Brücke mit Zäunen verengt, so dass sie nur noch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Gegen die Sperrung und den geplanten ersatzlosen Abriss der Brücke hatten viele Bürger protestiert. Als dann auch noch 50 000 Euro von privater Seite für den Neubau einer Fußgängerbrücke in Aussicht gestellt wurde, beschloss der Rat, das marode Bauwerk durch eine Fußgängerbrücke zu ersetzen.

Rat entscheidet im Februar über den Brückenneubau

Das letzte Wort haben die Mitglieder des Bauausschusses beziehungsweise des Rates. Entscheiden sie, den Auftrag trotz der nicht unerheblichen Mehrkosten zu vergeben, könnte schon im März der Abrissbagger anrücken. Die neue Brücke könnte dann fertiggestellt sein, bevor die Hochsaison auf den Panoramaradweg beginnt, der zumindest während des Brückenabrisses zeitweise gesperrt werden muss.

„Wir sollten das Engagement der Bürger wertschätzen und nun auch den letzten Schritt tun und den Auftrag vergeben“, sagte Persian. 

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