Kosten

Brückenabriss birgt Risiken

Die Tage der Brücke Brückenstraße sind gezählt. Gestern wurde der Auftrag zum Abriss vergeben. Foto: Werth
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Die Tage der Brücke Brückenstraße sind gezählt. Am Mittwoch wurde der Auftrag zum Abriss vergeben.

Am Mittwoch vergab die Stadt den Auftrag, der 60 000 Euro teurer wird.

Von Karsten Mittelstädt

Am Mittwoch sollte der Auftrag für den Abriss und den Neubau der Brücke Brückenstraße rausgehen. So war jedenfalls der Plan von Bürgermeister Dietmar Persian, nachdem der Rat einstimmig grünes Licht für die Investition gegeben hat, obwohl diese noch einmal 60 000 Euro teurer ist als zunächst geplant. Die neue Brücke soll möglichst schon fertiggestellt sein, bevor die Radsaison so richtig beginnt, denn während der Bauarbeiten muss der Panoramaradweg zumindest zwischen der Brücke und dem Bergischen Kreisel gesperrt werden.

Deshalb soll so schnell wie möglich mit dem Abriss begonnen werden. Doch genau der birgt noch finanzielle Risiken, wie Bauamtsleiter Andreas Schröder im Rat bestätigte. Fünf Firmen hatten ein Angebot eingereicht. Aber selbst der günstigste Anbieter sei teurer gewesen, als die zunächst veranschlagten 180 000 Euro. Deshalb sollte der Rat jetzt weitere 60 000 Euro bereitstellen. „Und das Paket ist schon eng geschnürt“, sagte Schröder.

Unvorhergesehenes sei bei einer solchen Baumaßnahme nicht auszuschließen. Damit ist nicht der Brückenneubau, sondern der Abriss gemeint, der Risiken beinhalte. Ob die Auflager der alten Straßenbrücke so umgebaut werden können, wie sich die Planer das vorstellen, sei erst klar, wenn sie freigelegt sind. Zweites Risiko: die Abfuhr von etwa 150 Tonnen Bauschutt. Die Brückenreste können nur über den Bahntrassenradweg abgefahren werden. Der muss aber entsprechend vorbereitet werden. „Der Radweg ist nicht dafür ausgelegt, dass Lkw darüber fahren können. Der Radweg soll mit Schotter und einer Schutzschicht abgedeckt werden, was unter anderem die Mehrkosten verursacht. „Und ob der Radweg nicht doch Schaden nimmt, können wir auch nicht völlig ausschließen“, sagte Schröder.

190 000 Euro zahlt die Stadt für den Brückenneubau

Immerhin haben Bürger von privater Seite 50 000 Euro Spenden zugesagt, damit an dieser Stelle eine neue Brücke entsteht. Persian: „Ein außergewöhnliches Engagement.“

Finanziert werden Abriss und Neubau, wie folgt: 117 000 Euro steckt die Stadt an Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket II des Bundes in die Brücke, 50 000 Euro stammen aus Spenden. Bleibt ein Eigenanteil der Stadt von rund 73 000 Euro – wenn keine unvorhersehbaren Kosten hinzukommen.

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