Gemeindezentrum

Benefizkonzert für die Hospizarbeit

Dr. Mojo bescherte den Zuschauern eine Auszeit vom Alltag. Die Musik und die Gespräche untereinander standen am Sonntagnachmittag im Vordergrund.
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Dr. Mojo bescherte den Zuschauern eine Auszeit vom Alltag. Die Musik und die Gespräche untereinander standen am Sonntagnachmittag im Vordergrund.

Bluesmusiker Dr. Mojo bescherte Zuschauern eine Auszeit.

Von Heike Kasten

Hückeswagen. Zu einem „Urlaub vom Alltag“ hatte die Hospizgruppe Hückeswagen „Die Weggefährten“ für Sonntagnachmittag ins Gemeindezentrum Lindenberg eingeladen. Nach dem Kaffeetrinken nahm Dr. Mojo – alias Klaus Stachuletz – die etwa 70 Besucher mit auf eine musikalische Reise durch die Blues-, Country-, Pop- und Rockwelt der vergangenen sechs Jahrzehnte.

Mit seiner warmen Stimme sowie dem Klang der Gitarre und Bluesharp brachte er die Zuschauer vom ersten Lied an zum Mitsingen und Träumen. Angefangen von „Kiss me and smile“, über „Hotel California“, „Father and son“ und „In the summertime“ bis hin zu modernen und deutschen Stücken bot der Musiker eine große Bandbreite an Hits.

Hospizgruppe lebt von Spenden

Mit den amüsanten Anekdoten zwischen den Liedern war das Eis schnell gebrochen. „Das Mitsingen ist erlaubt. Aber achten Sie auf ihre Tischnachbarn. Bei kritischen Blicken sollten Sie entweder leiser oder in der Tonart weitersingen, in der ich spiele“, sagte Dr. Mojo scherzhaft.

Ins Gemeindehaus gekommen waren Besucher mit unterschiedlichen Hintergründen: Ehrenamtliche Mitglieder, die sich als Sterbebegleiter der „Weggefährten“ engagieren, Musikliebhaber und Fans von Dr. Mojo sowie Unterstützer der Hospizarbeit. Spenden zu sammeln, war das Hauptanliegen des Benefizkonzerts.

„Die Hospizgruppe lebt von ihren Begleitern und den Spenden“, betonte Vorsitzender Werner Fabig. Durch die Corona-Pandemie seien viele Veranstaltungen ausgefallen, über die die Hospizgruppe hätte Spenden akquirieren und Präsenz zeigen können. Daher freute sich Fabig über die gut besetzten Stühle.

Für Dr. Mojo ist der ehrenamtliche Einsatz für die Hospizarbeit eine Herzenssache. Neben regelmäßigen Konzerten im christlichen Hospiz Wuppertal stand er schon für die Regionalgruppen Remscheid, Wermelskirchen und Rade auf der Bühne. Mit dem Benefizkonzert für die Hückeswagener Hospizgruppe schloss sich für den Remscheider ein Kreis. „Die bergischen Hospizvereine kooperieren und sind zudem Träger des Bergischen Hospiz, das derzeit gebaut wird. Ich möchte meine regionale Bekanntheit dazu einsetzen, um den Hospizgedanken publik zu machen“, erläuterte der Musik. Die Hospizgruppen hätten nicht so eine große Lobby, dafür aber viele Ehrenamtler, die eine tolle Arbeit im Verborgenen leisten würden.

 Stachuletz merkte das Publikum sowohl seine Leidenschaft für die Hospizarbeit als auch für die Musik deutlich an. Seine positive Lebenseinstellung, auch im Hinblick auf den letzten Weg, übertrug sich dabei auf die Zuhörer. „Ich kann den Alltag der Menschen nicht verbessern, aber ich kann ihre Seelen stärken und ihren seelischen Akku aufladen, damit ihr Alltag mit mehr Optimismus und Hoffnung leichter wird“, sagte der Musiker.

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