Beim Schützenfest geht‘s wieder rund

Zur Kirmes auf dem Hückeswagener Schützenfest haben sich schon einige Fahrgeschäfte angesagt. Auch deren Betreiber sind froh, dass es endlich wieder los geht.
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Zur Kirmes auf dem Hückeswagener Schützenfest haben sich schon einige Fahrgeschäfte angesagt. Auch deren Betreiber sind froh, dass es endlich wieder los geht.

Nach coronabedingter Zwangspause wird vom 22. bis 25. Juli gefeiert

Von Stephan Büllesbach

Seit Kriegszeiten hatte es keine solche lange Unterbrechung mehr gegeben. Vor drei Jahren feierte Hückeswagen letztmalig sein Schützenfest, und damals dachte noch niemand daran, dass es in den beiden Jahren darauf kein Umzug, kein Feuerwerk und keine Kirmes geben sollte. Selbst Gerd Happel, der damals den Kaiserschuss gesetzt hatte, ist nun schon seit drei Jahren amtierender Schützenkaiser – das ist beinahe rekordwürdig. „Aber dieses Jahr ist die Pandemie soweit unter Kontrolle, dass wir uns wieder treffen können“, schreibt Bürgermeister Dietmar Persian in seinem Grußwort für das Festheft. Und Schützenchef Stefan Lorse stellt fest: „Die Vorfreude und Euphorie bei uns im Verein, endlich wieder ein Schützenfest durchführen zu dürfen, ist natürlich enorm, und wir sind alle mit großem Elan ans Werk gegangen.“ Und so sehen die vier Schützen-Feiertage aus:

Freitag, 22. Juli:Tradition wird beim ältesten Schützenverein des Bergischen Landes, der 1636 (!) gegründet worden war, großgeschrieben. Daher beginnt das Schützenfest einmal mehr mit der Seniorenfeier im Festzelt auf dem Parkplatz vor dem Aldi-Markt, Alte Ladestraße. Ab 15 Uhr werden die älteren Hückeswagener mit Kaffee und Kuchen bewirtet und von der Schützenkapelle Wipperfeld mit Musik unterhalten. „Wir möchten aber auch die Geflüchteten aus der Ukraine einladen, das sind ja hauptsächlich Frauen und Kinder“, berichtet Lorse. Sie sollen alle ein bisschen Spaß haben. Ab 20 Uhr soll dann an gleicher Stelle erstmals Partystimmung aufkommen: In Zusammenarbeit mit den Fußballern des SC Heide bietet der Schützenverein ein Konzert mit der Hückeswagener Band „Harry Polter“ an, zudem wird DJ Hillsrocker für Stimmungsmusik sorgen.

Samstag, 23. Juli:Während des Insignienempfangs im Heimatmuseum im Schloß ab 18 Uhr, bei dem Schützenkaiser Gerd Happel der Stadtschlüssel überreicht wird, spielen die Schützenkapelle Wipperfeld und der Tambourcorps Köln-Stammheim zum Platzkonzert auf dem Schlosshof auf. Ab 20 Uhr ist dann erneut Partytime, dieses Mal mit der Langenfelder Partyband „Kärnseife“.
Mit ihrem Publikum geht sie auf eine „musikalische Reise durch die Rock-, Pop- und Schlager-Ära“. Ein weiterer Höhepunkt am Samstagabend ist das Riesen-Höhenfeuerwerk, das gegen 22.30 Uhr in den nächtlichen Himmel geschossen werden soll.

Sonntag, 24. Juli:Während des traditionellen Frühkonzerts im Festzelt ab 11 Uhr werden die Jubilare der Jahre 2020 bis 2022 aus den Reihen der Schützen sowie die Gewinner des Plakatmalwettbewerbs geehrt. Dazu spielt die Schützenkapelle Wipperfeld. Um 16 Uhr startet der große Festzug durch die Stadt mit Vorbeimarsch am Schloss.
Das Totengedenken mit großem Zapfenstreich und anschließendem Fackelzug auf dem Schlossplatz ab 20.45 Uhr ist immer wieder ein bewegender Moment für Schützen und Zuschauer.

Montag, 25. Juli:Wer wissen will, wer als neuer König oder Kaiser die Schützen die kommenden zwölf Monate regieren wird, sollte um 18 Uhr am Festzelt sein. Werden dort doch dann die neuen Majestäten inklusive des Prinzen und des Schülerprinzen proklamiert – bei schönem Wetter draußen, bei schlechtem auf dem Thron im Zeltinneren.
Schon 2019 war der damalige Kaiser Gerd Happel nicht vorm Schloss, wie die Jahre zuvor, sondern am Festplatz dem Volk präsentiert worden.
Ab 19 Uhr spielt die Band „Let‘s Dance“ im Festzelt zum Tanz auf, ab 19.30 Uhr stehen die Krönung und der Krönungsball an, zu denen alle Hückeswagener willkommen sind.

Kostenfreier Eintritt: Sämtliche Veranstaltungen im Festzelt sind kostenfrei. Das wird möglich, weil der Schützenverein finanzielle Unterstützung durch das Landesprogramm „Neustart miteinander“ erhalten hat.
Die Landesregierung will damit Vereine finanziell unterstützen, „um den gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter zu festigen und mit neuem Leben zu erfüllen“, heißt es auf deren Internetseite.

Die Kirmes: Die Fahrgeschäfte und Buden werden auf dem Etapler und dem Bahnhofsplatz aufgebaut.
Die beiden Plätze sind daher ab Mittwochmittag, 20. Juli, bis Dienstagmittag, 26. Juli, gesperrt. Die Kirmes ist am Freitag, 22. Juli, von 16 Uhr bis Mitternacht, am Samstag, 23. Juli, von 14 Uhr bis Mitternacht, am Sonntag, 24. Juli, von 12 bis 23 Uhr, und am Montag, 25. Juli, von 14 bis 22 Uhr geöffnet.

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