Geschäftsidee

Rader verkaufen Retourenware zum günstigen Preis

Ingo Garnitz (l.) und Benjamin Karbange am Verkaufsstandort in der „Futterbox“ am Wuppermarkt. Außerdem haben sie einen Lagerverkauf im Wülfingkpomplex.
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Ingo Garnitz (l.) und Benjamin Karbange am Verkaufsstandort in der „Futterbox“ am Wuppermarkt. Außerdem haben sie einen Lagerverkauf im Wülfingkpomplex.

Benjamin Karbange und Ingo Garnitz starten an der Wupper einen Restposten- und Retourenwarenverkauf.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Die Auswahl reicht von Küchengeräten über Trinkflaschen bis hin zu Computerzubehör. Benjamin Karbange und Ingo Garnitz bieten Dinge aus Retouren- und Sonderposten an. Im März starteten sie mit einem Lagerverkauf in Dahlerau im Wülfingkomplex – gleich gegenüber des Wülfingmuseums. Seit Oktober bieten sie einen Teil ihrer Waren zusätzlich in zwei Gängen des Geschäfts „Futterbox“ am Wuppermarkt an.

Die beiden Beyenburger sind Nachbarn. „Und wir saßen abends zusammen, kamen auf die Geschäftsidee und beschlossen, sie umzusetzen – als zweites Standbein“, erzählt Karbange. Von verschiedenen Lieferanten kaufen sie palettenweise Ware auf. B-Ware mit kleinen Macken ist darunter - und auch A-Ware aus Restproduktion. Hauptsächlich ist es aber Retourenware.

Jetzt melden sich die Lieferanten schon bei ihnen

„Große Lieferanten bringen diese nicht mehr in der Verkauf. Zum Beispiel, weil der Karton eingedellt ist“, erklärt Ingo Garnitz. Das, was bei ihnen im Regal steht, wird zuvor kontrolliert. Elektrische Geräte wie Lampen werden von ihnen getestet.

Der Vorteil für Kunde und Kundin: „Wir verkaufen die Dinge wesentlich günstiger, mit bis zu 50 bis 60 Prozent Preisrabatt“, sagt Garnitz. Dabei zeigt er als Beispiel auf Gugelhupfbackformen. Die gehören zur Kategorie „Neuware“ und stammen aus Restposten.

Benjamin Karbange und Ingo Garnitz haben mehrere Lieferanten, aus deren Beständen sie Ware aufkaufen. „Man muss sich dafür zunächst ein Netzwerk aufbauen“, erklärt Karbagne. Einen Fuß bei den Lieferanten reinstellen, nennt er es. Schritt für Schritt Kontakt knüpfen. „Bis die Lieferanten sich auch von selbst bei einem melden.“ Dass haben die beiden schon geschafft.

Ihr Geschäftsmodell basiert nicht nur auf dem Vor-Ort-Verkauf, sondern sie verkaufen ihre Retouren- und Restpostenwaren auch online über Anzeigenportale. „Wir setzen auf beides, während die Konkurrenz sich oft auf das ein oder andere konzentriert“, erklärt Karbange.

Dass sie nun in der „Futterbox“ der Familie Gollembusch, dem Fachgeschäft für Tiernahrung und Tierzubehör, einen weiteren Vor-Ort-Verkaufsstandort haben, sei ein Glücksfall. „Da unserer Lagerverkauf nur samstags öffnet, ist die Möglichkeit, hier zu den üblichen Öffnungszeiten zu verkaufen, eine tolle Ergänzung“, sagt Benjamin Karbange. Karbange und Garnitz nutzen für das Verschicken der Pakete des Kleinanzeigenverkaufs gleich die Postfiliale, die sich ebenfalls im Geschäft der Gollembuschs mit befindet. So entstand auch der Kontakt. In der „Futterbox“ gibt es derzeit unter anderem Weihnachtsdeko, Schuhe und allerlei an Haushaltswaren. Das große Lager im Wülfingkomplex bietet einen Mix von „A“ wie Aroma-Duffusern bis „W“ wie Werkzeug.

Der Lagerverkauf, Am Graben 2-6, hat samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet, die „Futterbox“ ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Begriffe

A-Ware: Sie ist unbenutzt, originalverpackt und mängelfrei.

B-Ware: Das sind dagegen Ausstellungsstücke und Ware mit eventuell leichten Fehlern.

Retouren: Sobald eine Sendung zurückgeschickt wird, gilt sie als Retourenware, auch wenn sie sich noch im Neuzustand finden.

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