Pauluskirche

Adventskonzert sorgt für Besinnlichkeit

In der abgedunkelten Pauluskirche spielte der Musikverein Dohrgaul unter Leitung von Lothar Vandenherz vor dem Altar.
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In der abgedunkelten Pauluskirche spielte der Musikverein Dohrgaul unter Leitung von Lothar Vandenherz vor dem Altar.

Posaunenchor des CVJM und der Musikverein Dohrgaul traten gemeinsam in der Pauluskirche auf.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Während auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Schloss am Sonntagabend die letzten Glühweine ausgeschenkt und die restlichen Champignons in der Pfanne schmorten, wurden in der Pauluskirche die Kerzen angezündet. Der Musikverein Dohrgaul und der Posaunenchor des CVJM Hückeswagen hatten zu einem Adventskonzert eingeladen. Lothar Vandenherz als musikalischer Leiter beider Musikvereine freute sich über die vielen Zuschauer auf den gut gefüllten Kirchenbänken. Es war das erste gemeinsame Konzert nach vierjähriger Pause wegen der Corona-Pandemie.

„Sie brauchen keine Sorge zu haben, wir sind alle gefühlt 17 Mal geimpft und bis in die Haarspitzen getestet“, scherzte der Dirigent zu Beginn des Konzerts. Das Programm war gut ausgewählt und reichte vom historischen Kirchenlied „Wie soll ich dich empfangen“ über das zu Herzen gehende Larghetto von Georg Friedrich Händel bis zum beschwingten „Christmas Song“ von Nat King Cole. Abwechselnd spielten die beiden Musikgruppen mit insgesamt mehr als 50 Musikern aus dem Altarraum und von der Empore der Pauluskirche.

Es war eine klangvolle Einstimmung in die Adventszeit. Nur die Ankündigung, doch erst am Ende des Konzerts zu applaudieren, kostete etwas Selbstbeherrschung. Den Drang eines spontanen Beifalls zu unterdrücken, fiel besonders dann schwer, wenn die Stücke durch ihre ansteigende Dynamik und Intonation nicht nur ins Gehör, sondern auch unter die Haut gingen.

Durch das Programm führte Anja Börsch-Mex, die Details zu den Komponisten und der Entstehung der Arrangements beisteuerte. Indes hatte Lothar Vandenherz ausreichend Zeit, zwischen den beiden Dirigentenpulten zu wechseln. Der zurückgehaltene Applaus fiel am Ende des symphonischen Konzerts dann umso größer aus. Einen Zusatzbeifall erhielt ein 17-jähriger Trompeter aus der Ukraine, der sich dem Musikverein Dohrgaul angeschlossen hatte.

Dass wieder Konzerte in dieser Größe möglich sind, freute Lothar Vandenherz besonders aufgrund der Tatsache, dass beide Vereine in diesem Jahr ein Jubiläum feiern: Der Posaunenchor besteht seit 125 Jahren, der Musikverein seit 110 Jahren.

Der musikalische Leiter ging am Ende des Konzerts auf die vielen negativen Entwicklungen in der Welt ein, machte den Menschen aber auch Mut. „Bleiben Sie gesund und behütet. Es wird hoffentlich alles wieder gut werden.“ Um diesen Wunsch für die Zukunft noch zu unterstreichen, stimmten die Musiker beider Vereine gemeinsam das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ an. Es war, vor der vom Publikum geforderten Zugabe, ein würdiger Abschluss eines beeindruckenden Adventskonzerts, von dem auch Zuschauerin Ursula Wegerhoff begeistert war. „Man konnte ein bisschen runterkommen und besinnlich werden“, sagte die Hückeswagenerin. Die gute Akustik und Atmosphäre in der abgedunkelten Pauluskirche verstärkten dieses Gefühl noch zusätzlich.

Hintergrund

Der CVJM-Posaunenchor feiert in dieem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Das Hückeswagener Ensemble wurde 1897 von fünf Posaunisten gegründet. Heute besteht er aus neun Musikern; die Instrumente: drei Trompeten, drei Tenorhörner, zwei Tuben und eine Posaune.

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