Neubau im Brunsbachtal

1947 neue Möbel für die Löwen-Grundschule

Wo es geht, werden Regale und Schränke schon in den jeweiligen Klassenräumen ausgepackt.
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Wo es geht, werden Regale und Schränke schon in den jeweiligen Klassenräumen ausgepackt.

Stühle, Tische und Schränke werden geliefert.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Es herrscht in diesen Juli-Tagen jede Menge Betrieb an der Großbaustelle im Brunsbachtal. Die neue Löwen-Grundschule steht kurz vor ihrer Vollendung. Die lange Bauzeit, die mit dem Spatenstich Ende Juli vor zwei Jahren ihren symbolischen Anfang genommen hat, neigt sich dem Ende zu. Gerade rechtzeitig, denn schließlich hat der bisherige Schulstandort an der Kölner Straße mit dem Ablauf des vergangenen Jahres seine Betriebserlaubnis wegen des unzureichenden Brandschutzes verloren.

Das Projekt hat nicht immer unter einem guten Stern gestanden, allerdings ist dann doch letztlich alles nach Plan verlaufen. Aktuell werden die letzten Arbeiten fertiggestellt und in die beiden oberen Etagen, in denen sich die vier Jahrgangsstufen befinden werden, die Möbel geliefert.

Das Hineinheben der Schränke ist zum Teil Zentimeterarbeit bei den schmalen Fensteröffnungen.

Auch hier ist eine vorausschauende Planung wichtig gewesen, schließlich sind nicht nur aktuell Lieferprobleme keine Seltenheit. „Es werden 1947 neue Möbelstücke geliefert. Ein Teil ist schon vor Ort, der Rest kommt in den kommenden Tagen“, sagt Annette Binder vom Fachbereich II Bildung und Soziales der Verwaltung. Unter diesen knapp 2000 Möbelstücken sind alleine 607 Schülerstühle und 579 Einzeltische für die Klassenzimmer. Dazu kommen 222 Stühle für den Aula- und Mensabereich im Erdgeschoss.

Dort, also im Erdgeschoss, sieht es auch noch am ehesten nach Baustelle aus. Denn die beiden oberen Etagen sind schon weitgehend fertig. Nur hier und da bringen Handwerker letzte Lampen an, reißen Plastikfolien ab oder installieren noch Steckdosen- oder Lichtschalter. „Der Boden ist hier schon fertig. Man erkennt an den unterschiedlichen Farben die unterschiedlichen Bereiche – blau ist für die Klassenzimmer, rot für die Lernbereiche und grau für die Gangbereiche, die frei bleiben müssen“, sagt Annette Binder.

In den Klassenräumen, in denen die Fensterbestückung auffällt, die viel Licht in die Zimmer lässt, stehen nun die Möbel – Schränke, Tische, Stühle oder Regale, die noch mitten in den Räumen stehen, denn noch sind nicht alle Installationen und Bodenarbeiten abgeschlossen.

Aber wir liegen absolut im Zeitplan.

Annette Binder, Verwaltung

Der Blick fällt dabei auf die zwar vielen, aber recht schmalen Fensteröffnungen. Er wandert auf die Breite der Schränke. „Die Möbel wurden durch die Fenster mit einem Lastenaufzug nach oben befördert. Manchmal war es da schon recht eng“, sagt Annette Binder. Zum Glück, denn die Möbel alle über das Treppenhaus in die beiden Obergeschosse tragen zu müssen, das wäre eine echte Plackerei gewesen.

Es wird langsam wohnlich in der neuen Schule, das wird auch dadurch sichtbar, dass schon alle Türen eingebaut sind – deren Klinken für Erwachsene gewöhnungsbedürftig tief angebracht sind. Aber es ist natürlich eine Grundschule, in der sich hauptsächlich Kinder bewegen. „Die Klinken im Lehrerzimmer und in der Verwaltung sind tatsächlich höher“, sagt Annette Binder schmunzelnd.

Sie sei immer noch fasziniert, wie schnell sich der Innenausbau entwickele – und dass in nur vier Wochen schon der erste Schultag ansteht. „Es ist an manchen Stellen, eben vor allem im Treppenhaus und im Erdgeschoss, noch nicht ganz vorstellbar, dass alles pünktlich fertig werden wird. Aber wir liegen absolut im Zeitplan“, sagt die Verwaltungsmitarbeiterin. Der große Mensabereich, von dem mit einem mobilen Raumteiler die Aula abgeteilt werden kann, ist noch gesperrt. Nur der Blick durch die kleinen Glasfenster an den Doppelschwingtüren ist möglich – und zeigt einen schönen Stiftparkettboden, der noch nicht versiegelt ist.

Die ersten neuen Möbel wurden bereits Ende vergangener Woche angeliefert und mithilfe eines Aufzugs in die obere Etage befördert.

Im ersten Obergeschoss, von wo aus man auch auf den zweiten Pausenhof kommen kann, wird der Verwaltungstrakt untergebracht sein. „Dort werden auch Teile der noch vorhandenen Möblierung wieder verwendet – die kommen aber erst, wenn auch der ganze Rest aus der Kölner Straße ins Brunsbachtal umziehen wird“, sagt Annette Binder.

Schön anzusehen ist auch der große offene Lernbereich, der an die künftige Schulbibliothek angrenzt und der mit mehreren Metern hohen Fenstern viel Licht bieten wird. Überhaupt – es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, wie in wenigen Wochen die vielen Kinder das neue Schulgebäude mit Leben erfüllen werden. Auch wenn es im Moment noch eher Baustellenflair verströmt. Aber das zu ändern, daran wird von den zahllosen Handwerkern ja derzeit nach Kräften gearbeitet.

Hintergrund

Der erste Spatenstich für das neue Schulgebäude im Brunsbachtal wurde Ende Juli 2020 getätigt. Baubeginn war im Februar 2021, im November konnte Richtfest gefeiert werden. Im Mai verkündete die Stadtverwaltung, dass der Baufortschritt so im Zeitplan liege, dass der Einzugstermin zum neuen Schuljahr 2022/23 gesichert sei. Geplant ist es, die Schule mit einem „Tag der offenen Tür“ am Samstag, 3. September, offiziell einzuweihen.

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