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Benefizkonzert: Mixed Generations singen für pflegende Angehörige

Bunt ist nicht nur die Kleidung, sondern auch das Repertoire: Die Mixed Generations begeisterten 2019 beim 40. Jahreskonzert das Publikum in der Versöhnungskirche. Archivfoto: Doro Siewert
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Bunt ist nicht nur die Kleidung, sondern auch das Repertoire: Die Mixed Generations begeisterten 2019 beim 40. Jahreskonzert das Publikum in der Versöhnungskirche.

Susanne Heynen und Christoph Spengler planen ein Benefizkonzert. Interessierte können beim gemischten Chor mitmachen.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Wenn sie das nächste Mal in der Lutherkirche aus voller Inbrunst singen, dann singen sie für all die pflegenden Angehörigen da draußen, die einen Mann mit Demenz oder eine Mutter mit Alzheimer haben: die Mixed Generations. Der Gospel- und Popchor unter der Leitung von Christoph Spengler wird ein Benefizkonzert für die Selbsthilfegruppe „Hör mir zu!“ von Susanne Heynen gestalten.

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Eigentlich war das bereits für Anfang 2020 geplant, dann kam Corona. Doch Christoph Spengler ist hoffnungsvoll, dass es vielleicht im Sommer soweit sein könnte. Auserkoren wurde die Lutherkirche. „Denn dies ist die größte Kirche, und dort haben wir genügend Platz, um Abstände einzuhalten“, erklärt der Kirchenmusikdirektor und Chorleiter. Geschätzt 150 Gäste könnten dort Platz nehmen.

Der Plan: Ein Unplugged-Konzert des Chors mit Pop, Gospel und ein bisschen Jazz, begleitet von Christoph Spengler am Klavier, aber ohne Gastmusiker. „Damit wir möglichst viele Spenden auch an den Verein weitergeben können.“ Doch die Technik ist aufwendig, damit die Gäste in der letzten Reihe auch etwas hören können. „Dafür brauchen wir eine Fachfirma, einen Beschaller und einen Tontechniker“, sagt Susanne Heynen. Sie singt selbst seit etwa zehn Jahren bei den Mixed Generations mit. Über das Musikprojekt „Die zehn Gebote“ stieß die Remscheiderin, die vorher schon bei Gospel Train am Hasten gesungen hat, dazu – und blieb.

Ich weiß, wie schmerzhaft es ist, wenn einem der geliebte Mensch entgleitet.

Christoph Spengler

Gerade dieser Zusammenhalt, die gegenseitige Unterstützung in der Gruppe, sorgt nun dafür, dass auch den pflegenden Angehörigen geholfen wird. Und mit Benefizkonzerten kennen sich die Mixed Generations bereits aus. Chorleiter Christoph Spengler unterstützt Susanne Heynen und ihr Engagement auch aus einem anderen Grund: Seine Mutter ist selbst an Alzheimer erkrankt. „Ich weiß, was es bedeutet und wie schmerzhaft es für die Verwandten ist, wenn einem der geliebte Mensch entgleitet. Das tut sehr weh.“

Die Mixed Generations gibt es schon seit 42 Jahren. 1979 gründete Christoph Spenglers Vater diese auf einer Jugendfreizeit. Aus dem lockeren „Wir können ja mal Gospels singen und auf der Gitarre begleiten“ ist laut eigener Aussage Remscheids größter Pop- und Gospelchor geworden, der vor Corona um die 100 Mitglieder umfasste. Er gehört zur Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde. Der Name ist übrigens Programm, denn im Chor singen Sängerinnen und Sänger von den 20ern bis in die 70er mit. „Wir hatten auch schon mal Teenies dabei“, sagt Christoph Spengler. Sie alle eint die Freude an poppiger Chormusik. Das Repertoire umfasst Gospel, Pop, Jazz, Blues, Latin und Musical. Gesungen wird überwiegend in englischer Sprache.

Mixed Generations: Jeder kann mitmachen

Jeder, der Lust hat, kann mitmachen. Eine musikalische Vorbildung ist nicht nötig, sagt der Chorleiter. Geprobt wird montags von 19.30 bis 21 Uhr wegen Corona auf zwei Wegen: live im Raum über der Versöhnungskirche unter der 2-G-plus-Regel, zudem wird die Probe gestreamt. Die Hälfte der Sängerinnen und Sänger sei vor Ort dabei, die andere Hälfte daheim an den Rechnern, schätzt Spengler.

Etwa 60 probten derzeit. „Ich bin ganz stolz, dass ich in diesen Zeiten noch 60 zusammenbekomme“, sagt er. Eigentlich seien es aber viel mehr. Gemeinsam arbeiten sie nun weiter an den Liedern – die schon hoffentlich bald für Demenzkranke und deren pflegende Angehörige erklingen.

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