Konzert

Zuhörer dürfen dem „Bergischen Brahms“ lauschen

Ewald Sträßer – das ist weit mehr als nur ein Straßenname. In Rathausnähe erinnert der Ewald-Sträßer- Weg an den Burscheider Komponisten.
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Ewald Sträßer – das ist weit mehr als nur ein Straßenname. In Rathausnähe erinnert der Ewald-Sträßer- Weg an den Burscheider Komponisten.
  • VonNadja Lehmann
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Erzählkonzert mit Geige und Klavier am 29. November im Kulturbadehaus. Aufgeführt wird die Musik Ewald Sträßers.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Auch er wäre ein gewichtiger Grund, Burscheid den Namenszusatz „Musikstadt“ zu verleihen. Denn Ewald Sträßers Musik war schon zu Lebzeiten hoch angesehen. Und das Licht der Welt erblickte der Komponist in Burscheid, vor 155 Jahren. Liebevoll wird er als „bergischer Brahms“ betitelt. Weil Musik aber nur dann lebendig ist, wenn sie erklingt und aufgeführt wird, laden das Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises und das Katholische Bildungswerk des Rheinisch-Bergischen Kreises zu einem besonderen Konzert ein. Den Rahmen bildet die neue Reihe „Musikschätze im Rheinisch-Bergischen Kreis“.

Am Dienstag, 29. November, ist das Kulturbadehaus die Kulisse des Erzählkonzerts, bei dem ab 19 Uhr einige der schönsten und bedeutendsten Kompositionen Ewald Sträßers zu hören sein werden. Die beiden Solistinnen sind Gudrun Höbold (Violine) und Eri Uchino (Klavier). Eingerahmt wird die Musik durch Erzählerin Barbara Sauer, die die Besucher mit Fotos, Manuskripten sowie Erinnerungen von Zeitgenossen auf eine Reise hin zum „Bergischen Brahms“ mitnimmt.

Sauer ist für die Burscheider ein vertrautes Gesicht, sie ist in der Stadt aufgewachsen, engagiert sich in der Musicalischen Academie, in der sie Geige, Bratsche und Cembalo spielt und zudem den Posten der 2. Vorsitzenden innehat. An der Musikschule hat sie lange als Klavierlehrerin gewirkt, heute unterrichtet sie Musik und Französisch an einer Kölner Realschule.

Auch Gudrun Höbold und Eri Uchino sind dem Bergischen Land verbunden: Beide haben Lehraufträge am Wuppertaler Standort der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Höbold ist Konzertmeisterin des Orchesters „Consortium Musica Sacra Köln“ und 2. Konzertmeisterin des „Neuen Rheinischen Kammerorchesters Köln“. Pianistin Eri Uchino hat in Japan studiert, tritt gerne als Liedbegleiterin und Kammermusikerin auf. 2015 gründete sie eine eigene Konzertreihe unter dem Titel „Gespräch“ in Japan.

Die Musikerinnen interpretieren drei Kompositionen

In Burscheid interpretieren die beiden Musikerinnen „Drei Reigen für Violine und Klavier op. 25, die Suite für Violine allein (ohne Opuszahl) und die Sonate D-Dur für Violine und Klavier op.32.

Ewald Sträßer entdeckte früh sein Talent; er komponierte bereits als Jugendlicher, vorzugsweise für große Orchester. Erst später entdeckte er die Kammermusik für sich. Nach seinem Musikstudium am Kölner Konservatorium bei Franz Wüllner war er dort zunächst selbst als Pädagoge tätig. Mit 21 Jahren wurde er Lektor an der Universität Köln und ein Jahr später Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. 1921 zog er nach Stuttgart, wo er eine Meisterklasse für Komposition leitete. Namhafte Dirigenten und Solisten interpretierten seine Werke. Sein Werk umfasst rund 200 Kompositionen, darunter Sinfonien und Solokonzerte, Kammermusik, Chorwerke und Lieder sowie eine Oper. Schon zu Lebzeiten wurde er häufig gespielt, war hoch anerkannt. Sträßer starb 1933.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung per E-Mail wird gebeten. Es sind die dann geltenden Corona-Maßnahmen einzuhalten. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturverein Burscheid und der Stadt Burscheid statt.

kultur@rbk-online.de

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