Zu viele Raser: Stadt Leverkusen sperrt ihren Teil des Forellentals

-
+
-

Kreisstraße 2 wird zwischen Dierath und Wiehbachtal verlegt

Von Leon Hohmann

Wer seit dieser Woche durchs Forellental in Richtung Lützenkirchen fahren möchte, muss einen wenige Hundert Meter langen Umweg in Kauf nehmen. Grund ist die dauerhafte Sperrung eines Teils des Forellentals auf dem Gebiet der Nachbarstadt Leverkusen. Nur noch Anwohner dürfen die Straße jetzt nutzen. Der Grund: zu viele Raser.

Bereits im Mai des vergangenen Jahres hatte der Rat der Stadt Leverkusen dieser Änderung zugestimmt. Damit einher geht, dass die Straße Forellental nun zwischen Dierath und Wiehbachtal zur Gemeindestraße herabgestuft wurde. Die K 2 führt nun über die Hamberger Straße.

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Leverkusener Politiker war, dass rund ein Viertel aller Fahrzeuge gegen das Tempolimit von 30 Stundenkilometern oder gegen das Einfahrtsverbot für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen verstoßen hat. Das zeigten Messungen. Hinzu komme, dass sich die Straße Forellental in einem schlechten baulichen Zustand befinde und ein Bürgersteig nicht vorhanden sei, heißt es in der Beschlussvorlage: „Unter den oben genannten Voraussetzungen ist die Verkehrssicherheit gefährdet. Unzählige Schäden an den vorhandenen Einrichtungen zeigen, dass es häufig zu Unfällen mit Sachschäden kommt. Unter diesen Umständen wird auch ein Unfall mit Personenschaden nicht ausgeschlossen.“ Zusätzlich habe eine Zählung über eine Kalenderwoche ergeben, dass das Verkehrsaufkommen auf der Hamberger Straße mit rund 4 500 Fahrzeugen deutlich höher sei als im Forellental (1 643 Autos).

Von der Bezirksregierung und der Polizei gab es keine Einwände

Die Bezirksregierung Köln, die Polizei, der Rheinisch-Bergischer Kreis und die Stadt Burscheid äußerten sich in entsprechenden Stellungnahmen positiv über die Verlegung der K 2 auf die Hamberger Straße. Denn diese sei aufgrund ihres Ausbauzustands deutlich besser und könnte zum Beispiel problemlos von den Wupsi-Gelenkbussen befahren werden. „Beschwerden hinsichtlich der Nutzung von Bussen und Lkw liegen dem Fachbereich Ordnung und Straßenverkehr nicht vor“, heißt es weiter im Beschluss der Leverkusener Politik.

Nun gelten die folgenden Regeln zwischen Dierath und Wiehbachtal: Der Durchgangsverkehr muss immer die Hamberger Straße nutzen, um zwischen Leverkusen und Burscheid zu pendeln. Lediglich Anlieger können den Leverkusener Teil des Forellentals noch befahren. Allerdings dürfen sie nur von der Leverkusener Seite aus die Straße ansteuern. Eine Ausfahrt ist in beide Richtungen möglich. Für Fahrradfahrer gilt: Sie können weiterhin uneingeschränkt das Forellental nutzen. Für sie gelten keine neuen Regeln. Entsprechende Verkehrsschilder sollen in dieser Woche von den Technischen Betrieben Leverkusen aufgestellt werden.

Um alle anderen Fahrer an der Durchfahrt zu hindern, könnte „gegebenenfalls eine bauliche Einengung mittels Sperrfläche und Baken angeordnet werden“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Gebürtiger Burscheider: Günter Wallraff wird heute 80
Gebürtiger Burscheider: Günter Wallraff wird heute 80
Gebürtiger Burscheider: Günter Wallraff wird heute 80
Kulinarisches Wochenende
Kulinarisches Wochenende
Kulinarisches Wochenende
Rettungsschirm wird Burscheid nicht betreffen
Rettungsschirm wird Burscheid nicht betreffen
Rettungsschirm wird Burscheid nicht betreffen
„Kunst im Schaufenster“ geht weiter
„Kunst im Schaufenster“ geht weiter
„Kunst im Schaufenster“ geht weiter

Kommentare