Stiftung

Ziel: Begabte junge Musikschaffende fördern

Trio blickt in die Zukunft (v.l.): Klaus Perthel, Präsident der Luchtenberg-Stiftung, Vorstandsmitglied Rolf Engelhardt und Vorstandsmitglied Joachim Wirths.
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Trio blickt in die Zukunft (v.l.): Klaus Perthel, Präsident der Luchtenberg-Stiftung, Vorstandsmitglied Rolf Engelhardt und Vorstandsmitglied Joachim Wirths.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Luchtenberg-Stiftung übergibt das Haus der Kunst der Stadt Burscheid, um Städtebaufördermittel zu sichern.

Burscheid. Für den Vorstand der Luchtenberg-Stiftung gibt es gerade jede Menge Zukunftsweisendes zu tun. „Da wir das Haus der Kunst in die Hände der Stadt Burscheid geben werden, müssen wir die Satzung ändern“, sagt der Präsident der Stiftung, Klaus Perthel. „Wir geben das Haus der Kunst an die Stadt weiter, weil nur sie öffentliche Städtebauförder-Mittel zum Umbau und zur Generalüberholung beantragen kann. Das ist die Voraussetzung, damit die lange geplanten Umbau- und Renovierungsarbeiten im Haus der Kunst, das 1978 eröffnet wurde, überhaupt starten können.“ Der im Herbst 2021 verstorbene Bürgermeister Stefan Caplan hatte das Projekt im Rahmen des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts (IEHK) noch angestoßen.

Die letzte Sitzung im Haus der Kunst fand in der Woche vor Weihnachten statt. Die Ausschreibungen für die Gewerke laufen bereits. Die Luchtenberg-Stiftung und die Stadt Burscheid werden gemeinsam eine Betreibergesellschaft gründen. „Dafür laufen jetzt die Gespräche“, erzählt Vorstandsmitglied Joachim Wirths, der auch FDP-Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Bergischen Geschichtsvereins ist. „Wir sind jetzt mit allen Kulturschaffenden und Kulturvereinen im Gespräch“, sagt Diplom-Ingenieur Rolf Engelhardt. „Denn wir wollen möglichst alle Belange berücksichtigen.“

Burscheid ist Musikstadt, wenn auch noch nicht offiziell. Und das will der Vorstand der Luchtenberg-Stiftung weiter im Sinne des Stifter-Ehepaars Paul und Else Luchtenberg vorantreiben. „Eines der Stiftungszwecke ist es, begabte junge Musikerinnen und Musiker zu fördern“, sagt Klaus Perthel. Er selbst spielt seit seinem 12. Lebensjahr Euphonium. Engagiert sind die Vorstandsmitglieder der Luchtenberg-Stiftung auch am Prozess der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Wermelskirchen und Burscheid. „Ich habe an den beiden Workshops teilgenommen“, sagt Joachim Wirths. „Ich bin sehr gespannt, wie sich das Ganze entwickeln wird und wo es uns hinführt.“

Wegen der Corona-Pandemie haben fast zwei Jahre keine Veranstaltungen stattgefunden oder nur im kleinen Rahmen. „Langsam läuft es wieder an“, sagt Klaus Perthel. „In Deutschland ist die Kulturförderung leider eine freiwillige Aufgabe“, sagt Joachim Wirths. „Es wäre besser, wenn es zweckgebundene Förderungen wie beim Sport geben würde.“ Die Stiftung werde sich aber weiterhin als helfende Hand für alle Musiktreibenden in Burscheid verstehen. „Wir werden helfen, alles an die Öffentlichkeit zu tragen und tatkräftig an der Seite der Musikerinnen und Musiker stehen.“

Sehr dankbar ist der Vorstand Martin Fleschenberg, der die Stiftung über viele Jahre geführt hatte. „Mit den Jahren war er sehr verflochten mit allen Protagonisten vor Ort“, sagt Rolf Engelhardt. „Und mit den Jahren hat sich die Musikwelt in Burscheid verändert.“

Das Stiftungsvermögen wird sich nach der Übergabe des Hauses der Kunst an die Stadt Burscheid noch einmal erhöhen. „Unsere Aufgabe ist es, den Verkaufserlös gewinnbringend anzulegen“, sagt Klaus Perthel. „Denn das Vermögen der Luchtenberg-Stiftung darf nicht aufgebraucht werden.“ Zusätzlich zu den angelegten Vermögensanteilen existiere eine sehenswerte Sammlung an Kulturschätzen sowie Mieteinnahmen aus einem der Stiftung gehörenden Haus. „Leider haben wir während der Nullzins-Phase das Vermögen der Stiftung um keinen Deut vermehren können“, sagt Wirths. „Doch dieses Problem haben wir zum Glück gerade nicht mehr.“

Das Haus der Kunst wurde inzwischen leer geräumt. „Den Flügel konnten wir gut einlagern, und auch die Instrumente der Musikschule haben einen neuen Platz gefunden“, sagt Klaus Perthel. „Wir blicken optimistisch in die Zukunft der Luchtenberg-Stiftung.“

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