TV

ZDF-Serie entsteht in Berringhausen

Die Trucks der Film-Crew sind nicht zu übersehen: Die Dreharbeiten laufen auf Hochtouren. Foto: Anja Wollschlaeger
+
Die Trucks der Film-Crew sind nicht zu übersehen: Die Dreharbeiten laufen auf Hochtouren.

„Das Nest“ zeigt den Alltag einer Patchwork-Familie.

Von Anja Wollschlaeger

Burscheid. Burscheid wird zum Schauplatz einer ZDF-Serie. Für die Dreharbeiten haben Filmschaffende eine Wagenburg auf dem Parkplatz der Paffenlöher Steffi aufgebaut. Das eigentliche Set ist in einem Holzhaus in Berringhausen untergebracht. Dort wird gedreht, wie ein Elternpaar die Vor- und Nachteile des sogenannten Nesting erlebt – ein besonderes Modell für Trennungsfamilien, bei dem die Eltern zwar getrennt, aber abwechselnd im selben Haus wohnen.

Für die neue ZDF-Komödie „Das Nest“ nach dem Drehbuch von Stefan Betz stehen unter anderem Bettina Lamprecht und Matthias Koeberlin vor der Kamera. Die Dreharbeiten haben am 17. November begonnen und sollen in Burscheid am 1. Dezember abgeschlossen sein, bestätigt die PR-Agentur, die die Produktion begleitet. Danach zieht das Set weiter. „Das Nest“ stellen die Produktionsfirmen ConradFilm und Bavaria Fiction her.

„Corona zeigt sich bis jetzt nicht in fiktionalen Produktionen.“
PR-Agentin Karoline van Baars

Zur Handlung: Nach 16 Jahren lässt Julia (Bettina Lamprecht) Robert (Matthias Koeberlin) wissen, dass sie sich von ihm trennen wird. Weil er das zunächst nicht wahrhaben will, starten sie ein Experiment und wohnen abwechselnd im gemeinsamen Haus zusammen mit ihren Kindern Marie und Max. Das Leben nach dem Nesting-Prinzip stellt sie dabei vor allerlei Schwierigkeiten. Eine Schlüsselszene wurde bereits in Berringhausen gedreht. In der Dunkelheit musste dafür allerlei Beleuchtung aufgestellt werden.

Julia wird im Film von Schauspielerin Bettina Lamprecht dargestellt, Matthias Koeberlin hat die Rolle von Robert übernommen.

Die Diskothek „Steffi“ wird in diesem Film nicht zu sehen sein, auch, wenn sie bei den Dreharbeiten genutzt wird. Diskothekenbesitzerin Ines Wilke sagt: „Die haben hier so eine Art Basislager gegründet.“ Bekannt ist die Steffi schon länger bei den Fernsehleuten, erzählt Wilke. Vor sieben Jahren stellte das Lokal eine „Dorf-Disco“ in einem Krimi dar. Die Einnahmen aus der Vermietung jetzt seien aber eher ein „Nebel“ als ein Tropfen auf den heißen Stein. Steffi ist wegen Corona seit Wochen geschlossen.

Auch am Set spielen die geltenden Hygienemaßnahmen eine Rolle, so die PR-Agentin Karoline van Baars, die den Film betreut: „Die Produktion hat ein Closed-Set. Das bedeutet, dass dort niemand reinkommt, der nicht unmittelbar an den Dreharbeiten beteiligt ist.“ Eine Hygiene-Fachkraft achtet auf die Einhaltung der Schutzmaßnahmen. So tragen laut van Baars alle Beteiligten Masken. Nur nicht vor der Kamera: „Man wird das im Film nicht sehen. Corona zeigt sich bis jetzt nicht in fiktionalen Produktionen.“

Wann „Das Nest“ im Fernsehen zu sehen sein wird, steht laut dem ZDF noch nicht fest. Wenn es so weit ist, will sich aber auch Architekt Gabor Schneider mit seinen Lieben vor dem Fernseher versammeln. Er ist Eigentümer des Holzhauses in Berringhausen, für das er 2010 die „Auszeichnung der Bauten“ des Bundes Deutscher Architekten erhalten hat. Er freut sich, dass das Haus von den Filmschaffenden wertgeschätzt wird. Der Name „Das Nest“ gefällt ihm gut für das Holzhaus.

Straßensperrung am Dienstag

Außer dem Haus in Berringhausen wird auch die L 58 in einer Szene zu sehen sein. Auf der Straße zwischen Kämersheide und Kleinhamberg wird am heutigen Dienstag von etwa 16.15 Uhr bis 17.15 Uhr in mehreren etwa fünfminütigen Intervallen gedreht, wie ein Polizeiauto mit Blaulicht über die Straße fährt. In einer Pressemitteilung bittet die Produktionsfirma um Verständnis. Den Linienverkehr der Wupsi wollen die Filmemacher nicht beeinträchtigen, heißt es.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Nicht allein die Noten sind entscheidend
Nicht allein die Noten sind entscheidend
Nicht allein die Noten sind entscheidend
„En Jrooß van dä angeren Sick….
„En Jrooß van dä angeren Sick….
„En Jrooß van dä angeren Sick….
Em Jaaden un em Bösch
Em Jaaden un em Bösch
Em Jaaden un em Bösch
Der Fernsehtechniker von einst verschwindet
Der Fernsehtechniker von einst verschwindet
Der Fernsehtechniker von einst verschwindet

Kommentare