Thriller „Das Jahr der Gier“

Horst Eckert: Wirecard-Skandal animiert Autor zum Schreiben

Buchhändlerin Ute Hentschel hatte den Autor Horst Eckert in ihre Buchhandlung eingeladen, der aus seinem erst vorige Woche erschienenen Polit-Thriler vorlas. Foto:Doro Siewert
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Buchhändlerin Ute Hentschel hatte den Autor Horst Eckert in ihre Buchhandlung eingeladen, der aus seinem erst vorige Woche erschienenen Polit-Thriler vorlas.

Horst Eckert las aus seinem neuesten Thriller „Das Jahr der Gier“

Von Sabine Naber

Burscheid. Einen Tag nach seiner Premierenlesung in Düsseldorf stellte der Autor Horst Eckert seinen gerade erschienenen Politthriller „Das Jahr der Gier“ am Freitagabend schon in Ute Hentschels Buchhandlung vor. „Ich bin begeistert, dass ich Sie wieder zu Lesungen einladen kann“, begrüßte die Buchhändlerin ihre zahlreichen Gäste.

Bevor aber Horst Eckert zum Buch griff, schilderte er die Vorgeschichte, die ihn zum Schreiben gerade dieses Werkes motiviert hatte: „Vor zwei Jahren war der Wirecard-Skandal, einer der größten Fälle von Wirtschaftskriminalität der letzten Jahre, prominent in den Medien. Als die Insolvenz angemeldet wurde, da war ich allerdings noch mit meinem Vorgängerbuch beschäftigt. Und auch wenn ich kein Wirtschaftsfachmann bin und keine Ahnung habe, wie man betrügt, wollte zu dieser Zeit ein Journalist von mir wissen, wie man als Thriller-Autor mit so einem Thema umgeht. Das hat mich dann zu diesem Buch inspiriert.“

Während dieser Zeit sei ihm auch ein Kontakt mit einem Whistleblower aus Asien angeboten worden, den er allerdings abgelehnt habe. Wirecard sei für ihn das Synonym für Gier und er habe es als reizvoll empfunden, über eine so schillernde Figur zu schreiben und das politisch so aktuelle Thema aufzugreifen.

Autor nimmt Zuschauer mit an unzählige Schauplätze

Horst Eckert nahm seine Zuhörer bei der Lesung mit an unzählige Schauplätze. Es ging nach London, München, Berlin und Singapur. „Ich habe mir diesen Kriminalfall ausgedacht. Sie müssen nicht alles glauben, ihn nur spannend finden“, versicherte der Autor.

Im Prolog seiner fiktiven Geschichte geht es ins oberbayerische Moosbruck, wo das Wohnen fast schon so teuer ist wie in München. Hier hat Worldcard, ein international tätiger Finanzdienstleister, seinen Sitz. Auf einem Parkplatz für Wanderer finden zwei Polizisten ein ausgebranntes Autowrack, dessen Lack vollständig abgefackelt worden war.

Weiter geht es neun Monate später in Düsseldorf, als der britische Journalist Oscar Ravani auf offener Straße mit dem Messer angegriffen wird. Kriminalrätin Melia Adan und ihr Mitarbeiter Hauptkommissar Vincent Veih wollen die Aussagen noch einmal unter die Lupe nehmen. Doch ein vermeintlicher Zeuge ist plötzlich unauffindbar. Ravani selbst schweigt zunächst. Mit seinen Recherchen zu einem großen Finanzdienstleister könnte er sich allerdings Feinde gemacht haben. Die Firma gilt als deutsches Vorzeigeunternehmen mit engen Kontakten zur Politik. In ihren Ermittlungen begeben sich Vincent und Melia in eine dunkle Parallelwelt von unvorstellbaren Ausmaßen.

In den kurzen Ausschnitten, die Eckert vorlas, spürte man, dass für diese fiktive Geschichte exakt recherchiert worden war. Sein Ziel, einen spannenden, anspruchsvollen Thriller zu schreiben, hat er erreicht.

Horst Eckert, „Das Jahr der Gier“ Heyne-Verlag, 432 Seiten, 13 Euro

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