Märchenwald meldet sich aus dem Lockdown zurück

„Wir haben schon fast wieder Regelbetrieb“

Marcel Kreber schätzt den nostalgischen Charme der Anlage. Den „Gestiefelten Kater“ mag er besonders. Foto: Doro Siewert
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Marcel Kreber schätzt den nostalgischen Charme der Anlage. Den „Gestiefelten Kater“ mag er besonders.

Chef Marcel Kreber hat die Zeit für ein paar Neuerungen genutzt.

Das Gespräch führte Stephan Eppinger

Der Märchenwald in Altenberg gehört zu den beliebtesten Naherholungszielen für Familien aus Burscheid und der bergischen Region. Bereits seit 1931 gibt es den Themenpark im Schatten des Altenberger Doms. Nach der langen Zeit des Lockdowns konnte der Märchenwald nun endlich wieder öffnen und pünktlich zum Sommer den kleinen und großen Besuchern seine fantastische Welt zugänglich machen. Der Bergische Volksbote hat mit dem Chef des Märchenwaldes, Marcel Kreber, gesprochen, der seit zweieinhalb Jahren den nostalgischen Themenpark leitet.

Wie ist aktuell die Situation im Märchenwald?

Marcel Kreber: Die Leute sind nach der Wiedereröffnung am 22. Mai zu uns zurückgekehrt. Nachdem nach der Testpflicht und der Pflicht zur Voranmeldung jetzt auch die Maskenpflicht gefallen ist, haben wir fast wieder Regelbetrieb auf dem Gelände. Geblieben sind nur noch die Abstandsregeln. Die Leute sind aber im Vergleich zum vergangenen Sommer deutlich vorsichtiger geworden. Da mussten wir noch oft über die Corona-Regeln diskutieren. Das war jetzt nicht mehr der Fall. Unsere Besucher sind sehr diszipliniert.

Woher kommen die Besucher?

Kreber: Aktuell kommen die Gäste vor allem aus der Region, also dem Kreisgebiet. Aber der Märchenwald ist am Wochenende auch ein beliebtes Ausflugsziel für Menschen aus Städten wie Köln oder Leverkusen.

Welche Folgen hatte der Lockdown für den Märchenwald?

Kreber: Die Situation während des Lockdowns war sehr schwierig für uns. Aber wir haben die Zeit aber auch genutzt. So gibt es bei der Mühle des „Gestiefelten Katers“ bald statt der bisherigen Holz- künftig Aluflügel. Bei der Wasserorgel und teilweise auch bei den Märchenhäusern haben wir die Elektronik komplett erneuert. Die aktuellen Arbeiten haben wir bei Facebook immer gepostet, damit unsere Fans sehen konnten, was gerade in ihrem Märchenwald passiert.

Gab es größere Veränderungen?

Kreber: Es ging eher um Details oder Dinge hinter den Kulissen. Bei größeren Veränderungen musste man in diesen Zeiten wegen der Investitionen eher vorsichtig agieren. Außerdem macht es doch den Reiz des Märchenwaldes aus, dass es die in der 50er Jahren erbauten Märchenhäuser immer noch gibt. Die kannten die Leute, die jetzt mit ihren Kindern oder Enkeln kommen, schon aus ihrer eigenen Kindheit. Das bringt ein Nostalgieerlebnis, das man nun mit dem eigenen Nachwuchs erleben kann. Wir sind kein Phantasialand, das Attraktionen, wenn sie nicht mehr interessant sind, einfach entfernt. Bei uns gibt es Kontinuität und das wissen unsere Besucher zu schätzen.

Wie war Ihre erste Begegnung mit dem Märchenwald?

Kreber: Dazu habe ich keine Erinnerung mehr, aber ich bin mit dem Märchenwald aufgewachsen. Für mich war er immer da.

Gab es da keinen Neid bei den Freunden und Mitschülern?

Kreber: Nein, ich habe das hier als Kind ja nicht alleine erlebt, sondern habe oft Freunde in unseren Märchenwald eingeladen.

Haben Sie ein Lieblingsmärchen?

Kreber: Ich fand immer den Gestiefelten Kater ziemlich cool. Das ist hier im Märchenwald sehr schön dargestellt und mir gefällt die abenteuerliche Geschichte vom Kater, der in die Welt hinausgeht und sich dort den Herausforderungen stellt. Und am Ende besiegt er auch noch den bösen Zauberer. Das ist doch spannend.

Was macht alte Märchen heute für junge Menschen noch interessant?

Kreber: Der Wert dieser Geschichten hat sich im Laufe der Zeit nicht verändert. Auch Kinder, die in der Welt der Computerspiele leben, wissen das noch zu schätzen. Moralische Werte in den Märchen haben eine universelle Gültigkeit. Das kann man mit einem Märchenwald heute noch genauso vermitteln wie früher.

Wie wichtig ist die Gastronomie im Märchenwald?

Kreber: Den Besuchern bietet sie einen kleinen Imbiss während des Besuches. Dabei legen wir viel Wert auf regionale Produkte und Rezepte wie bei der Bergischen Waffel. Die Bergische Kaffeetafel wird bei uns auch angeboten, allerdings nur nach vorheriger Reservierung.

Was macht Ihnen aktuell Sorgen und was Hoffnung?

Kreber: Sorgen macht mir eine mögliche vierte Welle und dass wir bei einem weiteren Lockdown wieder schließen müssen. Hoffnung macht mir, dass gerade das nicht passiert und dass wir weiter unseren Regelbetrieb ganz normal aufrechterhalten können.

Märchenwald

Adresse: Märchenwald Altenberg, Märchenwaldweg 15, Odenthal

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 19 Uhr (Café: Mo-Fr: 11 bis 17.30, am Wochenende und in den Ferien bis 18 Uhr)

Eintritt: Erwachsene 6,50 Euro, Kinder (3 bis 13 Jahre) 4.50 Euro.

maerchenwald-altenberg.de

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