Im Winter durchs Bergische Land und die Region

Auch im Winterwald macht Wandern auf den unterschiedlichsten Strecken durch den Wald Spaß. Symbolfoto: Christian Werth
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Auch im Winterwald macht Wandern auf den unterschiedlichsten Strecken durch den Wald Spaß. Symbolfoto: Christian Werth

Wandertipps für das neue Jahr

Von Stephan Eppinger

Durch den harten Lockdown ist im Moment in Sachen Freizeitgestaltung nur sehr wenig möglich. Bäder und Saunen haben genauso geschlossen wie Tierparks, Museen, Theater oder Konzerthallen. Draußen in der freien Natur einen Spaziergang zu machen, ist aber nach wie vor erlaubt. Und frische Luft ist auch für die Gesundheit im Winter durchaus förderlich, vorausgesetzt, man hält sich an die Corona-Regeln und achtet vor allem auf Abstand zu den Mitmenschen.

Da alle Restaurants, Cafés und Kneipen nicht öffnen dürfen, empfiehlt es sich bei einer längeren Tour, Verpflegung wie eine Thermoskanne mit heißem Tee, eine Dose Plätzchen oder ein paar belegte Brote in den Rucksack zu packen.

Nicht weit von Burscheid entfernt liegt Altenberg mit seinem imposanten Gotteshaus auf dem Gelände des früheren Zisterzienserklosters, dem Bergischen Dom. Die 16 Kilometer lange Wanderung startet im Ort Eisenkaul in Kürten-Weiden auf der Dhünnhochfläche. Von dort blickt man auf die Dhünntalsperre mit ihrem Damm und den großen Wasserflächen.

Wanderroute führt zur Dhünntalsperre

Entlang der Wanderroute „D 6“ geht es an Richerzhagen, Neschen und Bömberg vorbei zur Dhünntalsperre, deren Bau 1985 vollendet war. Dabei wird lange entlang der ausgedehnten Wasserflächen gewandert. Von der Talsperre führt jetzt der Weg an Maria in der Aue, dem Gelände der ehemaligen Pulvermühle und dem Schöllerhof vorbei nach Altenberg mit seiner schönen Klosteranlage und der prächtigen Kirche.

Auch bei der nächsten zehn Kilometer langen Tour geht es ins Umland von Odenthal, zu dem auch Altenberg gehört. Los geht es diesmal an der Bushaltestelle Siefen im Bergisch Gladbacher Stadtteil Romaney. Ziel ist der Leverkusener Stadtteil Hummelsheim. Die Wanderung hinab ins Tal der Dhünn bietet bei schönem Wetter tolle Ausblicke auf die Köln-Bonner-Bucht und in die Niederrheinische Ebene bis zu dem Braunkohlekraftwerken. Von Siefen führt der Weg leicht bergauf nach Oberholz und Oberborsbach. An schönen Fachwerkhäusern vorbei geht es nach Voiswinkel – der Blick auf die Rheinebene ist inklusive. In Voiswinkel haben schon vor 11 000 Jahren die ersten Menschen gelebt. Seit 2500 Jahren gibt es dort Ackerbau und Viehwirtschaft.

Eine Kanne dient als Wegzeichen

Von Voiswinkel geht es nun zur Siedlung Küchenberg und weiter hinunter an die Dhünn. Auch die Dhünnaue hat eine lange Siedlungsgeschichte, die mehr als 13 000 Jahre zurückreicht. An der Dhünn entlang führt der Weg zum Ziel Hummelsheim mit seinem Barockschlösschen Gut Victoria.

Die nächste Wanderung ist ein Rundweg, der als Start und Ziel den Troisdorfer Ortsteil Altenrath hat. Zu sehen gibt es hohe Buchen, Kiefernbüsche, alte Eichen sowie Teiche und Tümpel unweit des Köln-Bonner Flughafens. Der Ort Altenrath wurde erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört die St. Georgskirche, eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika. Als Wegzeichen dient eine Kanne. Diese steht für die Töpfertradition. Die Umgebung wird auch Kannebäckerländchen genannt.

Imposant ist beim Spaziergang der Blick auf die Heidelandschaft rund um das Töpferdorf. Zu den Begegnungen am Wegesrand zählen auch eine 1000-jährige Eiche sowie zahlreiche Fischteiche. Teile des Geländes um den Ort wurde längere Zeit wie von den Belgiern militärisch genutzt. Noch heute ist der militärische Teil des Flughafens nicht weit entfernt.

Die Streckenlänge des Rundwegs beträgt etwa zwölf Kilometer. Die nächste, eher anspruchsvolle Tour führt von Radevormwald in die Hansestadt Wipperfürth. Hier geht es fast 25 Kilometer durchs Bergische Land. Man sollte gut 7,5 Stunden Laufzeit einplanen und deshalb möglichst früh starten, um die kurzen Wintertage optimal zu nutzen. Der Weg führt von der historischen Altstadt von Radevormwald über Erlenbach, Schwenke, Egen, die Neyetalsperre mit ihrer Staumauer in die Altstadt von Wipperfürth.

Gelaufen wird auf exponierten Höhen mit tollen Ausblicken. Insgesamt gibt es gut 400 Höhenmeter zu überwinden. Neben der Altstadt gehört das Rokoko-Gartenhaus im Parc de Chateaubriant zu den Highlights in Radevormwald, das schon das Stadtsiegel erhielt, als Solingen und Remscheid noch Dörfer waren. Weitere Höhepunkte der Tour sind auch die Kirche mit ihrem Zwiebelturm in Egen und die Neyetalsperre.

In der Nähe der Tour befindet sich auch die Bevertalsperre. Nicht verpassen sollte man außerdem die Altstadt von Wipperfürth, die Evangelische Kirche am Markt und den Kultur- und Veranstaltungsort „Alte Drahtzieherei“ ebenfalls in Wipperfürth.

Tipps

Drei der Ausflugstipps stammen aus dem Wanderführer „Leichtfüßig Wandern“ von Franz Josef E. Becker. Eine Tour wurde aus dem Führer „Der Bergische Panoramasteig“ von Guido Wagner entnommen. Beide sind im Kölner Bachem Verlag erschienen.

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