Theater

Wilfried Schmickler trifft auf ein Kinderbuch

Eine Szene auf dem Bahnhof in „Szenenwechsel“ im Evangelischen Gemeindesaal. Die Aufführungen sind am 22. und 23. Oktober.
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Eine Szene auf dem Bahnhof in „Szenenwechsel“ im Evangelischen Gemeindesaal. Die Aufführungen sind am 22. und 23. Oktober.
  • Susanne Koch
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Szenenwechsel wird am 22. und 23. Oktober im Evangelischen Gemeindehaus aufgeführt.

Von Susanne Koch

Burscheid. Szenenwechsel. Das wird am Samstag, 22. Oktober, 20 Uhr, und am Sonntag, 23. Oktober, 18 Uhr, in der Evangelischen Kirche gespielt. „Die Aneinanderreihung von einzelnen Szenen entstand durch die Corona-Pandemie“, sagt Anke Theron-Schirmer, Jugendreferentin der Evangelischen Gemeinde Burscheid. Als Regisseurin probt sie jeden Donnerstagabend auch mit Erwachsenen. „Denn wir konnten uns während der Corona-Pandemie teilweise gar nicht treffen oder nur vereinzelt. Dann haben wir uns erst einmal darauf geeinigt, Monologe auszusuchen und diese einzustudieren.“

Daraus entstanden ist eine Mischung aus Liedern, Kinderbuch-Szenen, Texten von Shakespeare und Wilfried Schmickler, König Ödipus, Das Heideröschen und weiteren. „Wir sind aber nicht bei den Monologen geblieben, inzwischen haben wir Szenen, wo fast alle neun Schauspielerinnen und Schauspieler dabei sind“, sagt die Theaterpädagogin. „Und auch Dialoge und eben Lieder.“ Szenenwechsel sei eine bunte Mischung verschiedenster Themeninhalte geworden.

Der rote Faden sei ein Koffer, der in jeder Szene eine Rolle spiele. „Zu Anfang einer jeden Szene wird ein Koffer aufgemacht, und es wird mit einer Improvisationsübung auf die nächste Darbietung hingewiesen“, sagt die Regisseurin des Stücks. „Wir gewinnen dadurch die Zeit, die wir brauchen, um uns umzuziehen, beziehungsweise etwas überzuziehen.“ Das Ensemble sind derzeit neun Menschen plus die Regisseurin – Anke Theron-Schirmer. Die Jüngste ist 38 Jahre, der Älteste 66 Jahre. „Wir brauchen etwa ein Jahr, um ein Schauspiel auf die Bühne zu bringen“, sagt Anke Theron-Schirmer. „Und wir bekommen immer wieder neue Mitspieler dazu, andere machen eine Pause. So bleibt es auch in unserem Ensemble immer abwechslungsreich.“

Die Kostümierung wird bei Szenenwechsel sehr minimalistisch sein. Prometheus und Hera tragen beispielsweise ein schwarzes Outfit, der Pinguin bekommt kleine Flügel. „Wir müssen uns immer schnell umziehen können“, sagt Anke Theron-Schirmer. Für die beiden Aufführungstage im Oktober kommen Techniker ins Haus, die Bühnenelemente dazusetzen, ein Mischpult wird aufgebaut. „Und dann proben wir den Donnerstag von morgens bis abends“, sagt die Regisseurin. Am Samstag ist dann die Premiere und Sonntag die II. Aufführung. Es habe sich alles so eingespielt.

Anke Theron-Schirmer leitet das Thetater.

Anke Theron-Schirmer ist seit 1991 in der Evangelischen Gemeinde Burscheid tätig als Jugendreferentin. 1993 hat sie zusätzlich eine theaterpädagogische Ausbildung absolviert. „Ich habe das Erziehungsgeld, das ich bekommen hatte, damit sinnvoll eingesetzt“, sagt sie. Seitdem leitet sie Kinder- und Jugend-Theatergruppen und eben auch die Erwachsenengruppe. Ihr zur Seite steht Daniel Kleinschek, der einige der Kindertheatergruppen mit leitet, in der Gruppe der Erwachsenen aber als Schauspieler agiert.

Ursprünglich geplant war ein anderes Theaterstück

Eigentlich sollte das Stück „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“ von Jens Raschke aufgeführt werden. „Leider fiel es der Corona-Pandemie zum Opfer“, sagt Anke Theron-Schirmer. Es sei ein Stück, das davon handelt, wie die Tiere im Zoo nebenan auf das KZ Buchenwald gucken können. „Ich hoffe sehr, dass wir die Gelegenheit finden, es doch noch aufzuführen“, sagt die Gruppenleiterin.

Kartenverkauf

Tickets: Eintrittskarten für Szenenwechsel können im Jugendbüro der Evangelischen Gemeinde vorbestellt werden. Sie kosten acht Euro oder ermäßigt fünf Euro.

Kontakt: Interessenten können sich unter Tel. (0 21 74) 6 37 15 oder per E-Mail melden.

ev.jugend@kirche-burscheid.de

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