Landfrauen

Wiedersehen bei Apfelstrudel und Vanilleeis

Nach anderthalb Jahren Corona-Zwangspause treffen sich die Burscheider Landfrauen wieder. Sie haben auch einen Stand beim Feierabendmarkt. Foto: Sandra Mundt
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Nach anderthalb Jahren Corona-Zwangspause treffen sich die Burscheider Landfrauen wieder. Sie haben auch einen Stand beim Feierabendmarkt.

Landfrauen treffen sich wieder – Sie machen auch auf dem Feierabendmarkt mit

Von Claudia Radzwill

Burscheid. Eineinhalb Jahre lang hatten sich die Burscheider Landfrauen wegen der strengen Coronabeschränkungen nicht mehr gesehen - da war das Hallo beim ersten Kaffeetrinken nach den Lockdowns groß. „Im Juli waren die Inzidenzen niedrig und wir sind alle geimpft. Da haben wir spontan beschlossen, uns im Reiterstübchen in Oberwietsche zu treffen“, berichtet die Vorsitzende Sandra Mundt. Dort, wo die Landfrauen auch zu Vor-Corona-Zeiten öfter einkehrten.

Es habe gut getan, sich wiederzusehen, sagt Sandra Mundt. „Man merkte, dass die Sehnsucht nach der Geselligkeit sehr groß ist.“ Einige der älteren Mitglieder haben in den Lockdowns sehr zurückgehalten gelebt. Mit Überraschungstüten zu Weihnachten und zu Ostern hatte Sandra Mundt mit ihnen Kontakt gehalten und gemerkt: „Viele waren in dieser Zeit sehr niedergeschlagen.“

Der erste Stammtisch habe allen richtig gut getan

Für den Vorstand der Landfrauen stand daher fest, dass es - sobald es Coronazahlen und -regeln hergaben - wieder eine Präsenzveranstaltung geben werde. Im vergangenen Sommer hatten die Landfrauen noch von Treffen abgesehen. „Da war uns das Risiko zu hoch,“ sagt die Vorsitzende. Anfang August hat dann auch der erste Stammtisch der Landfrauen stattgefunden - im Tri-Café in Burscheid. Mit Apfelstrudel und Vanilleeis an liebevoll gedeckten Tischen. Es habe einfach gut getan.

Eigentlich findet der Stammtisch alle zwei Monate statt. Jetzt werde überlegt, den Rhythmus zu verkürzen und das Treffen monatlich anzubieten, berichtet Sandra Mundt. Die Landfrauen hoffen, dass es nicht zu einem weiteren Lockdown mit weitreichenden Kontaktbeschränkungen kommt - auch wenn die Inzidenzen zum Winter hin wieder steigen.

Mit frischem Zwiebelkuchen, selbstgemachter Marmelade und selbst gebackenen Keksen macht die Gruppe auch beim Burscheider Feierabendmarkt-Angebot mit - das in diesem Jahr Premiere feiert. Am 19. August bauen die Landfrauen das nächste Mal wieder ihren Stand dort auf. Und dann noch einmal am 14. Oktober. „Die Resonanz bei der ersten Teilnahme im Juni war riesig“, erzählt Sandra Mundt. „Wir waren am Ende ausverkauft. Allein über 60 Marmeladengläser gingen weg.“ Ein festes Team aus sechs Frauen sei beim Verkauf vor Ort dabei. „Die Teilnahme ist aber ein Gemeinschaftsprojekt“, berichtet Sandra Mundt. „Einige backen, andere kochen die Marmelade ein. Da sind ganz viele mit eingebunden. Die einen verkaufen, die anderen versorgen uns am Stand mit Waren.“

Außerdem gibt’s an ihrem Stand auch Fruchtwein aus den Obstanlagen des Mönchshofs. Alles, was angeboten wird, sei auch „to go“-fähig. Sollte der Burscheider Bauernmarkt im Herbst stattfinden, ist es für die Landfrauen Ehrensache, auch hier dabei zu sein - dann mit ihrem traditionellen Kuchenstand.

Man wolle optimistisch bleiben - das hatte sich die Gruppe schon Anfang des Jahres vorgenommen. So planten die Burscheider Landfrauen im Januar ihre Veranstaltungen für dieses Jahr wie sonst auch. „Es ist wichtig, Ziele vor Augen haben. Etwas, auf das man sich freuen kann“, erklärt Sandra Mundt dazu. Einen Plan B habe man aber dabei immer im Auge. Der lautet: „Wenn etwas nicht stattfinden kann, verschieben wir es einfach.“

Im März hätte bereits der erste Ausflug auf einen Ziegenhof führen sollen. Dorthin geht es jetzt am 2. Oktober. Eine Wanderung mit Alpakas gibt es nun am 25. September. Entgegen der landläufigen Meinung sind nicht alle Landfrauen Bäuerinnen. Das war in früheren Zeiten einmal so. Heute ist die Gruppe offen für „alle Frauen vom Land mit Interesse am ländlichen Leben“. Um an den Touren teilnehmen zu können, müsse man auch nicht unbedingt Mitglied bei den Landfrauen sein, sagt die Vorsitzende. „Zu den Ausflügen auf die Tierhöfe können die Frauen auch ihre Kinder mitbringen.“ Es wäre natürlich schön, wenn man darüber dann neue Mitglieder gewinnen könnte.

Hintergrund

Präsenz: Was die Burscheider Landfrauen ausmacht, wer sie sind und was sie tun – diese Infos gibt es auch auf den Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram.

Kontakt: Wer Interesse hat, an Touren teilzunehmen oder Mitglied zu werden, kann sich bei Sandra Mundt wenden, Tel. (02  14) 8  90  96  54 oder per E-Mail:

landfrauen-burscheid @web.de

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