Weniger Gelegenheitsfahrer, Abokunden bleiben treu

Wie viele Leute im Corona-Jahr 2020 mit dem RVK gefahren sind, ist unklar. Archivfoto: RVK
+
Wie viele Leute im Corona-Jahr 2020 mit dem RVK gefahren sind, ist unklar. Archivfoto: RVK

Auch der Regionalverkehr Köln musste sich an die Gegebenheiten der Corona-Krise anpassen

Von Katharina Birkenbeul

Auch der Regionalverkehr Köln (RVK) muss sich immer wieder an die Gegebenheiten der Corona-Krise anpassen. Im ersten Lockdown war beispielsweise der Ticketverkauf in den Bussen nicht möglich. Zudem hat die Anzahl der Fahrgäste erheblich nachgelassen. Der Bergische Volksbote hat einen Überblick zusammengestellt, wie die aktuelle Situation des RVK ist.

Wie läuft der Ticketverkauf ab?

Der Ticketverkauf, der zwischenzeitlich ausgesetzt war, ist in den Bussen und Kunden-Centern der RVK wieder vollumfänglich möglich. „Wir empfehlen derzeit jedoch besonders den Handyticketkauf“, sagt Agnes Schumacher als Pressesprecherin des Busunternehmens. Um den Schutz der Fahrgäste und des Fahrpersonals vor Infektionen aufrechtzuerhalten und zur Sicherung der Einnahmen habe der RVK seine eigenen Busse und auch die seiner privaten Auftragsunternehmen mit seitlichen Trennscheiben versehen. Die aus Makrolon – einem festen Kunststoff – bestehenden Scheiben, sollen den Fahrerplatz vom Einstiegsbereich abtrennen. Damit die Ticketkäufe stattfinden können, sind in den Scheiben Aussparungen eingepasst, die den Ticketverkauf beim Fahrpersonal ermöglichen.

Sind Kundencenter geöffnet?

Die KundenCenter im RVK-Gebiet seien regulär geöffnet, so Schumacher. Die Mitarbeiter arbeiten auch dort hinter einer Schutzvorrichtung. Kunden seien, wie in allen anderen derzeit noch geöffneten Geschäften auch, angehalten, den erforderlichen Abstand einzuhalten und Masken zu tragen. Sowohl in Burscheid als auch in Wermelskirchen hat der RVK keine Kunden-Center, Bürger könnten Tickets aber im Lotto/Toto und Backwaren A. Duran, Bahnhofstraße 6, Wermelskirchen, erwerben.

Dürfen 2020 gekaufte Mehrfach-karten 2021 benutzt werden?

Da die Preise sich von 2020 auf 2021 nicht geändert haben, können die 4er-Tickets grundsätzlich weiter genutzt werden. Darüber hinaus gilt für ungenutzte Tickets ein Umtauschrecht von drei Jahren. Bei Monatsfahrkarten gebe es bezüglich der Corona-Pandemie derzeit keine Kulanzregelungen.

Werden die Ticketpreise dieses Jahr erhöht?

Die VRS-Gremien haben im Juli 2019 eine durchschnittliche Anpassung der Ticketpreise um 2,5 Prozent beschlossen. Bedeutet: „Die Preise bei den Einzelfahrscheinen im Bartarif (Einzeltickets, 4er-Tickets und 24-Stunden-Tickets) bleiben im zweiten Jahr hintereinander unverändert. Die nächste reguläre Preisanpassung des gesamten Ticketsortimentes ist turnusgemäß für den nächsten Jahreswechsel 2021/2022 vorgesehen. Einzelheiten hierzu stehen noch nicht fest.

Wie haben sich die Fahrgastzahlen entwickelt?

„Der RVK hat zum Zwecke der allgemein gebotenen Kontaktreduzierung seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie keine Fahrgastzählungen in den Bussen durchgeführt“, betont die Pressesprecherin. Deshalb sei es schwierig zu sagen, inwieweit sich die Fahrgastzahlen veränderten. Orientierung hierzu würde aber der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) bieten. Dieser spricht (Stand Oktober 2020) von 70 bis 75 Prozent des bundesweiten Fahrgastaufkommens im Vergleich zum Vorkrisenniveau. Während der Zeit des ersten harten Lockdowns im Frühjahr lag das Fahrgastaufkommen des Regionalverkehrs Köln bei etwa 20 Prozent. Die weitere Entwicklung des Fahrgastaufkommens sei derzeit ebenfalls noch nicht absehbar.

Mit wie hohen Verlusten rechnet die RVK für 2020 und für 2021?

Auch hierzu könne der RVK noch keine validen Aussagen treffen. „Der Fahrgastrückgang geht in hohem Maße mit einem Einbruch des Bartarifs einher (Gelegenheitskunden), da im Frühjahr keine Fahrscheine mehr beim Fahrpersonal oder in unseren KundenCentern gekauft werden konnten. Der Fahrscheinverkauf über die RVK-App steigt allerdings an und auch der ganz überwiegende Teil der Abokunden, die den mit Abstand größten Anteil der Fahrgelderlöse ausmachen, sind uns treu geblieben“, beschreibt Schumacher die Komponenten, die in die finanzielle Situation des Busunternehmens hineinspielen. Der VDV sagt hierzu: „Die unmittelbare wirtschaftliche Bedrohung für die Branche ist in 2020 dank des ÖPNV-Rettungsschirms von bis zu fünf Milliarden Euro nicht mehr gegeben.“ Auch hier sei die Entwicklung aber unklar.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Bergischer Feierabendmarkt feiert seine Premiere in Burscheid
Bergischer Feierabendmarkt feiert seine Premiere in Burscheid
Bergischer Feierabendmarkt feiert seine Premiere in Burscheid
Kulturbadehaus bietet dreitägiges Open Air
Kulturbadehaus bietet dreitägiges Open Air
Kulturbadehaus bietet dreitägiges Open Air
Bergischer Feierabendmarkt in Burscheid
Bergischer Feierabendmarkt in Burscheid
Bergischer Feierabendmarkt in Burscheid

Kommentare