Weitere Ausgleichsflächen soll es nicht geben

Auch bei den jüngsten Baumpflanzaktionen in Löh war die städtische Umweltbeauftragte Svenja Mühlsiegl dabei.Archivfoto: nal
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Auch bei den jüngsten Baumpflanzaktionen in Löh war die städtische Umweltbeauftragte Svenja Mühlsiegl dabei.Archivfoto: nal

Städtische Umweltbeauftragte legt im Fachausschuss ihren Bericht vor

Von Nadja Lehmann

Die trockenen Sommer haben Spuren hinterlassen. So listet die Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung über die städtischen Ausgleichsflächen dort gleich mehrere Bäume auf, die abgestorben sind. So sind beispielsweise zwei Altbäume sowie ein neu gepflanzter auf der Ausgleichsfläche in Dürscheid eingegangen.

Auch ein an der Bürgermeister-Schmidt-Straße gesetzter Baum befinde sich in einem schlechten Zustand, heißt es in dem Bericht, den die städtische Umweltbeauftragte Svenja Mühlsiegl im Umweltausschuss vorlegte. In Dürscheid sollen die drei Bäume ersetzt werden; an der Bürgermeister-Schmidt-Straße dagegen will man zunächst abwarten, ob der angeschlagene Baum im nächsten Frühjahr doch wieder ausschlägt oder ob er ersetzt werden muss.

Seit 2008 unterhält die Stadt Burscheid ein eigenes Ökokonto für die Bauleitplanung und hat in diesem Zusammenhang auf 27 Flächen Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. Bei 19 dieser Flächen liegt die Verantwortung für die Pflege und den dauerhaften Erhalt nach Ablauf der kostenerstattungsfähigen Herstellungs- und Entwicklungspflege in den Händen der Stadt.

Mit Dürscheid zeigte sich das Fachbüro durchaus zufrieden

Die übrigen acht Flächen sind Privateigentum, so dass für Pflege und Erhalt der jeweilige Eigentümer verantwortlich zeichnet. Wie Mühlsiegl berichtete, werden die Waldumwandlungsmaßnahmen jährlich durch den Förster und die Streuobstwiesen durch die Bergische Agentur für Kulturlandschaft gGmbH kontrolliert. Die Agentur war im vergangenen September vor Ort und attestierte den Flächen einen guten Pflegezustand. So sind in Blasberg „alle Bäume in Ordnung“, ebenso in Löh in Friedhofsnähe.

Für Dürscheid ist vorgesehen, Adlerfarn und Brombeeren einzudämmen und dafür neben der Ziegenbeweidung zusätzlich zu mähen. Sechs Flächen, die sich langfristig zu artenreichen Extensiv- beziehungsweise Feuchtgrünland entwickeln sollen, werden seit 2010 alle drei Jahre durch ein externes Fachbüro begutachtet. Dieses hatte nach seiner Begehung im vergangenen Jahr die notwendige Mahd angemahnt – um auch die Ausbreitung des Drüsigen Springkrauts zu unterbinden.

Gerade Dürscheid bescheinigte das Ingenieurbüro aber „eine deutliche Entwicklung in Richtung Zielzustand“ – im Gegensatz beispielsweise zur Fläche Westlich Gerstenmühle“, die das Büro als artenarm beschrieb: „Die durchgeführte Einsaat hat nicht zur Anreicherung der Vegetationszusammensetzung geführt“, heißt es in der Bilanz des Büros, das eine erneute Aussaat empfahl.

Bei Bedarf sollen Ökopunkte aus Kreis-Ökokonto gekauft werden

Der Punktestand des städtischen Ökokontos beträgt aktuell 17 936 Ökopunkte; das Guthaben aus dem kreiseigenen Ökokonto beläuft sich auf 14 Wertepunkte.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Bürgermeister Stefan Caplan hervorgehoben, dass die Stadt keine Umsetzung weiterer Ausgleichsflächen plane: Deshalb sollen bei Bedarf künftig Ökopunkte aus dem Kreis-Ökokonto gekauft werden.

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