Wege des Vorsitzenden und des Geschichtsvereins trennen sich

Da strahlten noch alle: NRW-Ministerin Ina Scharrenbach überreicht Dr. Karl Ulrich Voss den Heimatpreis. Archivfoto: Doro Siewert
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Da strahlten noch alle: NRW-Ministerin Ina Scharrenbach überreicht Dr. Karl Ulrich Voss den Heimatpreis. Archivfoto: Doro Siewert

Dr. Karl Ulrich Voss hat den Vorsitz nach einem „tiefgreifenden Zerwürfnis“ niedergelegt

Von Nadja Lehmann

Die Wege des Bergischen Geschichtsvereins und seines Vorsitzenden Dr. Karl Ulrich Voss trennen sich. Wie Voss auf Nachfrage des Bergischen Volksboten bestätigt, hat er sein Amt niedergelegt und ist zurückgetreten.

Über die Gründe möchte Voss nicht in aller Ausführlichkeit referieren. „Es gibt ein tiefgreifendes Zerwürfnis innerhalb des Vorstands“, sagt er dazu nur. Auch bereits die vergangene Mitgliederversammlung im September sei turbulent verlaufen, und der Streit sei dort eskaliert, sagt Voss. „Ich habe versucht, meine Pflichten im Vorstand weiterhin loyal zu erfüllen.“ Doch mittlerweile sei die Basis für eine vertrauensvolle und kreative Zusammenarbeit nicht mehr gegeben; er ziehe daraus die Konsequenzen und verlasse den Verein zum Jahresende auch als Mitglied.

„Es ist sehr schade, wie es sich entwickelt hat“, bedauert Voss. An einer „Schlammschlacht“ sei ihm aber in keiner Weise gelegen: „Denn dem Verein als solchen geht es sehr gut. Ich messe ihm weiterhin ein hohes Potenzial zu.“ Berührungspunkte werde es sicher weiterhin geben, schon aus dem gemeinsamen historischen Interesse heraus: „Dann hoffentlich professionell und ohne Emotionen.“ Im Bergischen Geschichtsverein wird wohl zunächst Stellvertreter Axel Riemscheid die Amtsgeschäfte führen, bis Corona eine Mitgliederversammlung zulässt.

Interesse am Kreisprojekt Expedition Heimat 2.0

Karl Ulrich Voss wird sich, wie er ankündigt, verstärkt mit dem Kreisprojekt „Musik und Klang in Burscheid“, das in den Kontext der „Expedition Heimat 2.0“ gehört, beschäftigen. „Ich sehe da sehr gute Chancen für Burscheid. Gerade als Musikstadt“, sagt er. Dabei werde er seinem Credo treu bleiben, Kooperationen zwischen den Akteuren zu suchen und umzusetzen. „Das Interessante ist nicht in den Kellern der Vereine, sondern zwischen den Vereinen zu finden“, sagt er. Und so schweben ihm schon Gedankenspiele à la „der MGV Dürscheid singt in Werkshallen von Tenneco-Federal Mogul“ vor: „Ich möchte die Musikstadt Burscheid begreifbar und anfassbar machen.“

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