Mobilität

Wasserstoff als Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende

Die RVK haben das Ziel, die größte Brennstoffzellen-Busflotte in Europa auszubauen. Zehn wasserstoffbetriebe Busse gingen in der vergangenen Woche in Wermelskirchen in den Dienst. Foto: Annika Lamm
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Die RVK haben das Ziel, die größte Brennstoffzellen-Busflotte in Europa auszubauen. Zehn wasserstoffbetriebe Busse gingen in der vergangenen Woche in Wermelskirchen in den Dienst.

Rheinisch-Bergischer Kreis und Kooperationspartner planen mehr als 100 Projekte.

Von Leon Hohmann

Wasserstoff könnte die Schlüsseltechnologie für eine erfolgreiche Energiewende sein. Da sind sich die Akteure von „H2R Wasserstoff Rheinland“ einig. Sie haben nun ein Konzept vorgestellt, um die Wasserstoffwirtschaft in der Region aufzubauen. Das Konzept beinhaltet rund 100 Maßnahmen. Projekte wie die zehn neuen RVK-Wasserstoffbusse, die jüngst vorgestellt wurden, gehören da zu den kleineren.

„H2R Wasserstoff Rheinland“ ist der gemeinsame Wettbewerbsbeitrag der sechs Städte und Kreise Brühl, Hürth, Köln, Wesseling, Rheinisch-Bergischer-Kreis und Rhein-Sieg-Kreis und ihrer Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zum Fördercall „Modellregion Wasserstoff-Mobilität NRW“, den das NRW-Wirtschaftsministerium ausgelobt hat. Mehr als 80 Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kammern, Netzwerke und andere Wasserstoff-Akteure beteiligen sich an „H2R Wasserstoff Rheinland“. Darunter auch die Abfallwirtschaftsbetriebe, die zum Beispiel Müllfahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antrieb einsetzen wollen, Shell mit dem Bau einer groß-industriellen Anlage zur Wasserstoff-Elektrolyse, die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) oder der Flughafen Köln/Bonn. Die öffentliche Wasserstoff-Tankstelle am Flughafen, die erste auf Kölner Stadtgebiet, kann heute neben Pkw auch von Bussen und Lkw genutzt werden.

„Die rechts- und linksrheinischen Gebietskörperschaften können mit ihrer guten Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Wasserstoffs voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen. Dieses Know-how möchte ich ins Bergische Land tragen. Mit der Eröffnung der Wasserstofftankstelle in Wermelskirchen haben wir ein Zeichen für die Etablierung dieser zukunftsweisenden Technologie gesetzt. Dieser Impuls wird mit dem Grünen Mobilhof der RVK in Bergisch Gladbach aufgenommen. Ich verspreche mir von dieser guten Praxis der Wasserstoffnutzung auch eine Signalwirkung für die Betreiber großer Nutzfahrzeugflotten“, sagt Landrat Stephan Santelmann.

„Mit Eröffnung der Wasserstofftankstelle haben wir ein Zeichen für die Etablierung dieser zukunftsweisenden Technologie gesetzt.“ 

Stephan Santelmann, Landrat Rheinisch-Bergischer Kreis

Die 100 Maßnahmen umfassen alle Wertschöpfungsstufen von der Wasserstoffproduktion bis zur Nutzung. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 405 Millionen Euro. Das entwickelte Konzept weist den Weg zum weiteren Aufbau der Wasserstoffregion bis 2035 in den Kategorien Wasserstofferzeugung, -verteilung, -nutzung und -wissen. Zur gemeinsamen Arbeit von „H2R Wasserstoff Rheinland“ gehören auch Wissensvermittlung sowie die Weiterentwicklung der H2-Expertise an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

„H2R Wasserstoff Rheinland“ ist auch weiterhin offen für zusätzliche Projekte und Akteure. Dass die Region mit der RVK für sich in Anspruch nehmen kann, dass hier die größte Brennstoffzellen-Busflotte Europas entsteht, sei sicher ein guter Ansporn, auch in weiteren Einsatzbereichen ganz vorne mit dabei zu sein. Weitere Infos gibt es im Netz.

www.wasserstoff-rheinland.de

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