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Was tun bei Zahlungsproblemen mit der Debitkarte?

Die Kreise in Rot und Blau kennzeichnen die Debitkarten. Dabei handelt es sich aber nicht um klassische Kreditkarten.
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Die Kreise in Rot und Blau kennzeichnen die Debitkarten. Dabei handelt es sich aber nicht um klassische Kreditkarten.

Verbraucherzentrale Bergisch Gladbach gibt Tipps.

Von Stephan Singer

Immer wieder gibt es Zahlungsprobleme mit den sogenannten Debitkarten, etwa in der Gastronomie. Neue Debitkarten wurden vor gut einem Jahr von vielen Geldinstituten eingeführt, auch weil der US-amerikanische Kreditkartenanbieter Mastercard angekündigt hatte, ab Mitte 2023 keine neuen Girokarten mit Maestro-Funktion mehr auszustellen. Mit dieser Funktion können Besitzer von Girokarten mit einem blau-roten Maestro-Logo auch im Ausland mit der Girokarte zahlen und Geld abheben.

Die neuen Debitkarten von Visa und Mastercard sind Bank- oder Sparkassenkarten für bargeldloses Zahlen und zur Barauszahlung am Geldautomaten. „Sie sehen aber aus wie eine klassische Kreditkarte“, sagt Brigitte Becker, Leiterin der Beratungsstelle Bergisch Gladbach der Verbraucherzentrale NRW, „das kann Verwirrung stiften.“

In den Funktionen gleicht die Debitkarte den in Deutschland üblichen Girokarten, denn bei einer Zahlung wird das der Debitkarte zugeordnete Konto sofort belastet. Deshalb auch der Name: Das englische Wort „debit“ bedeutet ‚Soll' oder ‚Belastung‘. Optisch gleicht die Debitkarte jedoch der klassischen Kreditkarte, mit 16 Ziffern in Vierergruppen, der Gültigkeitsdauer und dem Namen des Karteninhabers. Im Gegensatz zur Kreditkarte fallen für die Debitkarte meist keine Gebühren an.

Woran liegt es, wenn Zahlungen mit der Debitkarte nicht funktionieren? Bei einer Kartenzahlung wird in Deutschland immer noch die Girocard (früher: EC-Karte) besser akzeptiert als eine Debitkarte von Visa oder Mastercard. Das liegt oft daran, dass die Geschäftsleute pro Transaktion bei Girokarten weniger Gebühren zahlen als für Transaktionen mit Debitkarten. Auch im Urlaub kann es zu Problemen kommen, da für eine Kaution etwa bei Hotel- oder Mietwagenbuchungen oft eine echte Kreditkarte verlangt wird. Deshalb ist es ratsam, vor einer Reise genau zu prüfen, welche Karte ein Anbieter fordert. Eine „echte“ Kreditkarte in Reserve kann hier vor unangenehmen Situationen schützen. Bei Online-Käufen hingegen funktionieren Debitkarten hingegen meist anstandslos, informiert die Verbraucherzentrale.

Die Girokarte ist kein Auslaufmodell. Die Bankenverbände in Deutschland planen neue Funktionen für die Online-Nutzung. Auch ist angedacht, mit der Girocard zukünftig eine Kaution für einen Mietwagen oder eine Hotelbuchung hinterlegen zu können.

Weitere Informationen gibt es direkt bei der Verbraucherzentrale, Standort Bergisch Gladbach unter der Telefonnummer 0 22 02 9 26 31 01, oder per E-Mail.

bergisch-gladbach@verbraucherzentrale.nrw

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