4000 Tonnen Tierfutter jährlich

Was Hunde und Katzen in den Fressnapf kriegen

Dibo Tierkost ist an zwei gegenüberliegenden Grundstücken an Massiefen zu finden. Remi Selbach (r.) ist der Inhaber der tiefgekühlten Tiernahrungsproduktion. Fotos: Dibo Tierkost
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Dibo Tierkost ist an zwei gegenüberliegenden Grundstücken an Massiefen zu finden.

Dibo Tierkost vertreibt inzwischen 4000 Tonnen Tiernahrung im Jahr.

Von Susanne Koch

Burscheid. Süßigkeiten, gewürzte Speisen oder fette Leckerbissen wie Leberwurst? Weder Hund noch Katze werden richtig mit Menschennahrung gefüttert. Was Hund und Katze gerne mögen und vor allem, was für sie gesund ist, das wissen die Mitarbeiter von Dibo Tierkost GmbH. Das Burscheider Unternehmen wurde, nach einer Vorlaufzeit von zwei Jahren, 1988 von Gerd Selbach gegründet und wird seitdem stetig weiterentwickelt. „Damals haben wir 200 Kilo Fleisch in der Woche, also etwa zehn Tonnen im Jahr verkauft“, sagt der jetzige Inhaber Remi Selbach. „Mittlerweile sind wir bei 4000 Tonnen pro Jahr, die wir herstellen und ans Tier bringen.“

Die gegenüberliegende Seite des Unternehmens.

Das Unternehmen ist an der Straße Massiefen in Burscheid zu finden, Produktion, Vertrieb, Verwaltung, Lagerverkauf, alles befindet sich auf zwei Grundstücken auf gegenüberliegenden Straßenseiten. „Den Fabrikverkauf und unsere Verwaltung finden alle unter der Adresse Massiefen 25“, sagt Geschäftsführer Remi Selbach.

Der Umsatz der Voff-Gruppe beträgt 75 Millionen Euro im Jahr.

Remi Selbach, Inhaber von Dibo Tierkost
Remi Selbach ist der Inhaber der tiefgekühlten Tiernahrungsproduktion.

Noch vielfältiger und größer wird das Unternehmen dadurch, dass sich Dibo Tierkost mit fünf europäischen Schwesterunternehmen – drei in Deutschland, eines in Finnland und eines in Großbritannien – zur Voff-Gruppe zusammengeschlossen hat.

„Hier bin ich Gesellschafter“, sagt Remi Selbach. „Der Umsatz der Voff-Gruppe beträgt 75 Millionen Euro im Jahr. Bis auf ein Unternehmen, das Tierfutter online versendet, produzieren die anderen Firmen auch Tierfutter. Für die sechs Unternehmen ist der Zusammenschluss eine Win-win-Situation.“

Etwa 40 Mitarbeiter arbeiten bei Dibo Tierkost, in der Voff-Gruppe sind es 280 Vollzeitbeschäftigte. „Bei uns in Burscheid arbeiten 15 Prozent in der Verwaltung“, sagt Remi Selbach. Die Dibo-Tierkost GmbH produziert Dosennahrung für Hund und Katze, tiefgekühlte Barf-Produkte, das heißt biologisch, artgerechte Rohfütterung, Leckerlis, Naturkausnacks, Wurst, Backwaren und Nahrungsergänzungsprodukte. „Etwa 95 Prozent unserer Produkte sind Hundenahrung“, sagt der Geschäftsführer. „Wir bekommen das Fleisch von EG-zertifizierten Großschlachthöfen schon tiefgekühlt geliefert“, erzählt Remi Selbach. „Für die tiefgekühlten Barf-Produkte werden bei uns dann beispielsweise Geflügelfleisch, Herzen, Mägen und Leber gemischt“, sagt Remi Selbach, „und dann conveniencegerecht verpackt.“

Hunde brauchen Innereien und auch Fette

In Massiefen ist auch das Lager der Produkte.

In der Produktion werden überflüssige Fette herausgeschnitten. „Aber nicht zu viel, denn Hunde brauchen Innereien und auch Fette“, sagt der Firmeninhaber. „Unsere Kunden mischen dann zum Fleisch beispielsweise Lachsöl oder Flocken.“ Weitere Tiefkühlfleischsorten sind beispielsweise Lamm, Hirsch, Kaninchen, Rind und Pansen. „Wir produzieren aber auch ein fertig gemischtes Menü.“ Neben den Barf-Produkten vertreibt Dibo Tierkost auch Dosenfutter für Hunde und Katzen.

Der Vertrieb von Dibo Tierkost beliefert den Zoofachhandel wie Fressnapf und Futterhaus, große Baumärkte wie Obi, Hellweg oder Baumarkt und den Raiffeisenhandel. „An Discounter liefern wir grundsätzlich nicht“, sagt Remi Selbach. „Wir würden abhängig werden von deren Preisgestaltung.“ Und die Preise seien nicht reell.

Remi Selbach hat nach dem Abitur zuerst eine Bankkauflehre gemacht. Mit 20 Jahren ist er dann ins Unternehmen seines Vaters eingestiegen. „Dort habe ich dann bei ihm – er war Metzger – alles von der Pike auf gelernt“, sagt der Inhaber. Mit 26 Jahren hat er das Unternehmen übernommen.

Wofür steht Dibo Tierkost?

Nach vielen Gesprächen mit Hundehaltern, Jägern, Tierärzten und Züchtern kam die Dibo Tierkost GmbH auf den Gedanken, eine Tiernahrung herzustellen, die der natürlichen Nahrung eines Hundes möglichst nahe kommen sollte. Hunde sind von Natur aus Fleischfresser und bevorzugen vor allem die nahrhaften Innereien von Rind, Lamm, Wild oder Geflügel. Deshalb mussten die Produkte auf schlachtfrischen Innereien basieren. Es sollte aus ökologischen Gründen ein Naturprodukt mit hoher Verwertbarkeit sein, wenig Verpackungsaufwand erfordern und durfte weder Farb-, noch Geschmacks-, noch Konservierungsstoffe enthalten.

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