Freizeit

Wandern wird in Corona-Zeiten immer beliebter

Wer wandert, tut Körper und Seele etwas Gutes. Mit der passenden Kleidung gibt es dan auch kein schlechtes Wetter. Archivfoto: Cora Berndt-Stühmer
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Wer wandert, tut Körper und Seele etwas Gutes. Mit der passenden Kleidung gibt es dann auch kein schlechtes Wetter.

Touren in der Region rund um Burscheid werden rege genutzt.

Von Stephan Eppinger

Burscheid. Der Herbst hat sich in den vergangenen Tagen mit zurückgehenden Temperaturen und ungemütlichem Regen deutlich bemerkbar gemacht. Trotzdem gibt es auch jetzt noch sonnige Momente, die dazu einladen, die eigenen vier Wände zu verlassen und draußen die Natur in der Region zu genießen. Dabei sind Wanderungen und Radtouren gerade jetzt in der Corona-Zeit sichere Möglichkeiten, die freie Zeit in den Herbstferien zu sinnvoll zu nutzen. Wir haben einige Touren in der Region rund um Burscheid ausgewählt.

Tour 1:

Nicht ganz so weit von Burscheid entfernt führt eine Tour in Odenthal zu einem Märchenschloss und zum Bergischen Dom. Gewandert wird auf dem „Grafen- und Mönchsweg“. Start und Ziel der gut elf Kilometer langen Tour ist der Parkplatz Am Rösberg in Odenthal. Für die Tour muss man etwa drei bis vier Stunden Gehzeit einplanen. Sie führt den Wanderer auf die Spuren der Grafen von Berg und der Mönche des früheren Klosters in Altenberg. Der Streifzug zeigt, wie die Menschen im Mittelalter im Bergischen gelebt haben und wie sie gereist sind.

Ausflug ermöglicht Einblicke in die Erdgeschichte

Der Ausflug ermöglicht zudem Einblicke in die Erdgeschichte. Zunächst gibt es einen kleinen Rundgang auf dem Gelände des früheren Zisterzienserklosters in Altenberg mit dem prächtigen Bergischen Dom. Danach geht es im Wald zu der Stelle, an der früher die Burg Berge ihren Platz hat. Von ihr ist heute nichts mehr zu sehen, die Grafen von Berg bezogen bereits 1133 ihre neue Burg an der Wupper, das heutige Schloss Burg. Weiter geht der Aufstieg dann in Richtung Glöbusch. Von dort führt der Weg abwärts zur Dhünn und nach Osenau. Von dort ist der Ortskern von Odenthal mit der Pfarrkirche St. Pankratius das nächste Zwischenziel.

Weiter geht es über den Weiler Stein zum nahen Schloss Strauweiler später zur Burg Erberich. Beim Rückweg zum Ausgangspunkt besteht die Möglichkeit, einen Blick in die Erdgeschichte zu werfen. Der „Aufschluss Rösberg“ ist ein Steinbruch, der im 19. Jahrhundert angelegt worden ist. Die Gesteinsschichten erlauben eine Reise zurück in die vergangenen 380 Millionen Jahre.

Tour 2:

Ein Stück bergische Geschichte kann man beim gut zehn Kilometer langen „Tuchmacherweg“ in Radevormwald erleben.

Es geht hinab ins Tal der Wupper

Startpunkt ist das Rathaus in Radevormwald, Ziel die Wuppertalsperre im Stadtteil Bergerhof. Etwa drei Stunden sollte man für die Tour zu Fuß einberechnen. Der Weg führt von der höchstgelegenen Stadt des Bergischen Landes hinab ins Tal der Wupper. Die Kraft des Flusses spielte bei der Industrialisierung der Region eine große Rolle. Spuren der Textilindustrie sind beim Streifzug genauso zu entdecken wie eine Eisenbahngeschichte im Dornröschenschlaf.

Bekannte Produkte aus Radevormwald waren zum Beispiel die Schlittschuhe von Hudora, die Bismarck-Fahrräder oder die Schlösser von Rocholl. Vom Stadtzentrum geht es ins Tal der Uelfe und dem früheren Uelfebad. Passiert wird auf dem weiteren Weg die Unterste Mühle und das Firmengelände des Textilunternehmens „Johann Wülfing & Sohn“ in Dahlerau. Der Schienenstrang der Wuppertalerbahn ist ein weiteres Zeugniss der Industrialisierung.

Im Bahnhhof Dahlhausen können eine Reihe alter Lokomotiven, Wagen und Baufahrzeuge entdeckt werden. Von dort ist es nicht weit bis zum Ziel der Wuppertalsperre. Von dort führt der „Wald-Wasser-Wolle-Weg (Markierung „Ra“ im Kreis) als Erweiterung der Tour zurück ins Stadtzentrum von Radevormwald.

Hintergrund

Ausdauerndes Gehen übt Einfluss auf den Fettstoffwechsel und das Immunsystem aus. Wenn einige pulsbeschleunigende Anstiege zu bewältigen sind, profitiert auch der Kreislauf davon. Nahezu nebenwirkungsfrei werden Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und Atmung, Muskeln und Stützgerüst gestärkt, während das Risiko von Infarkt, Krebs und Diabetes um mehr als die Hälfte abnimmt.

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