Wanderer können die Natur genießen

Mehr als 4000 ausgeschilderte Kilometer zählt das bergische Wegenetz. Foto: Dominik Ketz/Das Bergische
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Mehr als 4000 ausgeschilderte Kilometer zählt das bergische Wegenetz. Foto: Dominik Ketz/Das Bergische

Während der Zwangspause zu Hause können Touren im Bergischen Land eine gute Abwechslung sein.

Von Stephan Eppinger

Wer jetzt während der strengen Regelungen in der Corona-Krise nicht ganz freiwillig zu Hause bleiben muss, dem kann schon mal die Decke auf den Kopf fallen. Damit es nicht soweit kommt, haben wir für Sie einige schöne und abwechslungsreiche Wanderungen im Bergischen Land rund um Burscheid herausgesucht.

Auch hier gilt, wenn man in der Natur unterwegs ist, möglichst viel Abstand zu den Mitmenschen zu halten, um diese und sich selbst zu schützen. Das ist gerade an beliebten Sehenswürdigkeiten und Plätzen wichtig. Außerdem sollte man daran denken, dass aktuell Restaurants und Ausflugslokale geschlossen sind. Deshalb gehört etwas Proviant inklusive Getränken in den Wanderrucksack.

Gaststätten sind geschlossen, deshalb gilt: Proviant einpacken

Eine Tour, die sich gerade jetzt im Frühling anbietet, ist der Obstweg in Opladen und Quettingen. Dieser Ausflug vermittelt einen Eindruck vom Leben der Menschen im Bergischen Land vor 150 Jahren - die Zeit, in der die Industrialisierung dort Einzug hielt. Start und Ziel ist der Bahnhof in Opladen. Von dort geht es vorbei am Naturgut Ophoven mit seiner integrierten Wasserburganlage und am Schwimmbad an die Stelle, an der Ölbach und Wiembach zusammen fließen. Am Mühlenteich befindet sich die ehemalige Schraubenfabrik Tillmanns. Weiter geht es auf dem Obstweg mit seinen Streuobstwiesen zum Claashäuschen, nach Atzlenbach und zur Grunder Mühle. Passiert wird danach das Ölbachtal, wo auch die Balkantrasse verläuft, und von dem wieder das Naturgut bzw. der Opladener Bahnhof erreicht werden kann. Der Wanderweg ist etwa zehn Kilometer lang, als Orientierung dienen die Schilder des Obstweges. (Quelle: Ellen Lorentz: Spurensuche in Leverkusen, Bachem Verlag).

Abwechslungsreich ist ebenfalls der Wasserweg in Hückeswagen. Start und Zielpunkt ist dort der Parkplatz am Mühlenweg. Von dort geht es auf den Uferweg der Wupper-Vorsperre vorbei an der Kläranlage bis zur Stauanlage der Vorsperre. Über den Weg auf ihrer Krone erreichen die Wanderer den dortigen Uferweg und kehren auf ihm zurück entlang des Wassers nach Hückeswagen, wo sie über die Bogenbrücke wieder zum Ausgangspunkt gelangen. Zu sehen gibt es bei dem anderthalbstündigen und 4,3 Kilometer langen Rundgang viel Natur inklusive dem einen anderen tierischen Bewohner im und um das Wasser wie Enten oder Schwäne. Dazu kommen interessante Informationen entlang des Weges zur Nutzung des Wassers in unserem Alltag. (Quelle: Guido Wagner: Die bergischen Streifzüge, Bachem-Verlag).

Eine Wanderung, die man auch gut mit Kindern absolvieren kann, führt vom Altenberger Dom ins lauschige Pfengstbachtal. Start und Ziel ist der Parkplatz „Am Rösberg“. Von dort geht es zum Altenberger Dom, der sich majestätisch aus dem Tal der Dhünn erhebt. Vor 900 Jahren kamen dort die Zisterzienser-Mönche aus Frankreich an und errichteten ihr Kloster. Hinter dem Dom geht es über das Theodor-Heuss-Päddchen und entlang der alten Kirchenmauern zu den Fischteichen, die einst zur Abtei gehörten. Weiter führt der Weg auf einem Kultur- und Waldlehrpfad zu einer Auenlandschaft, durch die der schmale Pfengstbach fließt. Dort gibt es auch seltene Tier- und Pflanzenarten. Die ganze Gegend war früher übrigens ein Bergbaugebiet. Auch ein ehemaliger Steinbruch findet sich am Wegesrand. Weitere Stationen sind Siefen, ein wasserführendes Nebental, die Japanlärche, eine Schutzhütte und der Mühlenteich, von dem es dann wieder das Tal hinunter nach Altenberg geht. Weglänge: 4,5 Kilometer. (Quelle: Gerti Keller, Michael Fehrenschild: Mit Kindern wandern rund um Köln, Bachem-Verlag).

Ganz in der Nähe bietet sich eine Wanderung an, die ihren Start- und Zielpunkt in Odenthal hat. Los geht es am Hexenbrunnen des Bildhauers Walter Jansen auf dem Hans-Klein-Platz zwischen der Kirche und der Dhünn. Er gedenkt der Odenthalerin Scheuers Tring, die als vermeintliche Hexe hingerichtet worden ist. Weiter geht es in Richtung Dhünn am Weißen Rathaus und Selbach vorbei in Richtung der Hofstatt Oberkirsbach. Auf dem Rückweg bietet sich ein kurzer Abstecher zum Strauweiler Schloss an - einem gelb verputzten Rittersitz. Hausherren sind hier die Prinzen von Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Von dort ist es nicht mehr weit zum Ausgangspunkt in Odenthal, wo der Blick auf die Kirche Sankt Pankratius fällt. Länge: 4,5 Kilometer. (Quelle: Peter Squentz: Rund um Köln, Bachem-Verlag).

Eine angenehm leichte, aber etwas längere Wanderung führt von Haan nach Leichlingen über fünf Abschnitte der Bergischen Heidetrasse. Erleben werden die Wanderer verschiedene Heidelandschaften mit Birken, Sumpfwiesen und Besenheide, zu denen es viele Geschichten zu erzählen gibt. Startpunkt ist der Bahnhof Haan, von dem es entlang von bergischen Fachwerkhäusern bis zum Schützenhaus geht. Von dort gelangt man auf einen Waldweg entlang des Sandbaches. Nächstes Ziel ist der Gutshof Kesselweiler und von dort ins Naturschutzgebiet Hildener Heide/Schönholz.

Weitere Stationen am Wegesrand sind die Waldkaserne Hilden und die Ohligser Heide mit dem Drei-Insel-Teich und dem Heideweiher. Vorbei am Freibad und am Engelsberg Hof mit seinem schönen Park führt die Tour nun zur Krüdersheide mit der Wasserburg Graven in Langenfeld. Nun geht es über die Ortschaft Feldhausen zum Mahnmal Wenzelnberg und von dort am Langenfelder Friedhof und der Kreisdeponie vorbei in Richtung Leichlingen, wo der Ausflug am Bahnhof endet. Streckenlänge: 16 Kilometer. (Quelle: Franz Josef E. Becker: Leichtfüßig Wandern, Bachem-Verlag).

ABSTAND HALTEN

ZU  VOLL Eher meiden sollte man derzeit laut „Das Bergische“ derzeit: Bevertalsperre (Hückeswagen); Eifgenbachweg (Burscheid/Odenthal); Wanderparkplatz Schöllerhof (Odenthal); Wanderwege rund um die Dhünntalsperre; Königsforst (Bergisch Gladbach).

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