Waldbrände: Böden sind sehr trocken

Auf der A 1 löschte die Burscheider Wehr auf 20 Quadratmetern die Böschung. Archivfoto: Jens Knipper/Feuerwehr
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Auf der A 1 löschte die Burscheider Wehr auf 20 Quadratmetern die Böschung. Archivfoto: Jens Knipper/Feuerwehr

Burscheider Wehr und Regionalforstamt Bergisches Land warnen vor sorglosem Verhalten in der Natur.

Von Nadja Lehmann

Die Burscheider Floriansjünger haben´s im Blick: Durch den milden Winter und den einsetzenden Frühling mit sommerlichen Temperaturen steigt die Gefahr von Gras- und Waldbränden. Das gilt auch jetzt trotz des zwischenzeitlichen Tiefs, das Kälte aus Skandinavien im Gepäck hat: Laut Meteorologen soll es bereits ab heute wieder sukzessive wärmer werden.

Wie schnell sich ein Brand ausbreiten kann, hat beispielsweise ein Fall in Remscheid gezeigt, als eine weggeworfene Kippe einen Waldbrand auslöste und rund 4500 Quadratmeter verkohlte Natur zurückließ – was den dortigen Revierförster Markus Wolff mehr als erzürnte. Denn es hatte sich um eine Fläche gehandelt, die nach Orkan Kyrill aufgeforstet worden war.

Deshalb mahnt auch die Burscheider Feuerwehr zur Vorsicht. „Die Flora ist zum Teil noch sehr trocken und somit leicht entzündlich. Eine achtlos weggeworfene Zigarette kann schnell einen Brand auslösen“, erklärt das Team der Freiwilligen Feuerwehr. „Aber auch Plastik- oder Glasflaschen können bei Lichteinfall einen Brand auslösen. Sie wirken dann wie eine Lupe. Deshalb gehört Müll nicht einfach weggeworfen, sondern immer in den Mülleimer“, betont die Burscheider Wehr.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie sind viele Menschen daheim und nutzen das schöne Wetter auch für Gartenarbeit. Gern nutzen die Hobbygärtner dabei auch einen Brenner, um Unkraut den Garaus zu machen.

Warnung auch vor dem Abflammen von Unkraut im Garten

Auch davor warnt die Burscheider Feuerwehr. „Büsche und Hecken fangen schnell Feuer, welches dann ebenso schnell auf das Haus oder die Garage übergreifen kann.“ Unkraut gehöre nicht abgebrannt. Und wenn, dann mit der entsprechenden Vorsicht. „Besser ist jedoch die altmodische Art mit Schere und Spachtel oder einem Messer“, erklärt die Burscheider Feuerwehr.

Die Wetteraussichten verheißen in den nächsten Tagen erneut Wärme und Sonne, was das Risiko steigert. Der Waldbrandgefahrenindex steht somit auf Stufe 3 (von 5) und der Index für Grasland sogar auf Stufe 4 (von 5).

„Wir mussten Anfang April bereits zu zwei Feuern ausrücken. Eines in Hilgen, wo rund 60 Quadratmeter Fläche gebrannt hatten, und zu einem Feuer an der Autobahn in Richtung Dortmund. Dort brannte auf rund 20 Quadratmetern Gras am Standstreifen“, mahnt die Feuerwehr vor der Brandgefahr. „Die Ursachen waren unklar, aber es zeigt, wie trocken alles ist und wie schnell ein Feuer entstehen kann.“

Das Regionalforstamt Bergisches Land warnt ebenfalls: „In unserer Region steigt die Waldbrandgefahr zusätzlich durch das viele stehende und auf dem Waldboden liegende Totholz. Gerade in den durch den Borkenkäfer geschädigten Fichtenbeständen besteht die Gefahr, dass sich auch aus kleinen Feuer am Boden Kronenfeuer entwickeln. Brennen erst einmal die Baumkronen, so können in Windeseile großflächige Waldbrände entstehen“, sagt Sabrina Schürmann vom Landesbetrieb Wald und Holz.

www.feuerwehr-burscheid.de

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