Vorerkrankte können Impftermine vereinbaren

Vorerkrankte könnten sich ab 30. April um einen Impftermin bemühen, teilt der Kreis mit.Archivfoto:Christian Beier
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Vorerkrankte könnten sich ab 30. April um einen Impftermin bemühen, teilt der Kreis mit.Archivfoto:Christian Beier

Mit einem ärztlichen Attest besteht ab Freitag ein Anspruch

Von Markus Schumacher

Wer aus dem Rheinisch-Bergischen Kreises laut Impfverordnung aufgrund einer Vorerkrankung einen Anspruch auf Schutzimpfungen mit hoher Priorität hat, der kann ab kommendem Freitag, 30. April, hierfür Termine vereinbaren. Dies teilte gestern der Rheinisch-Bergische Kreis mit.

Laut Impfverordnung sind dies Menschen, bei denen ein hohes oder sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion besteht. Die Pressestelle des Kreises listet auf: „Dies sind beispielsweise Personen mit Trisomie 21 oder einer Contergan-Schädigung, Menschen mit Organtransplantaten, Betroffene von Demenz, geistigen Behinderungen oder schweren psychiatrischen Erkrankungen sowie Patientinnen und Patienten mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen, bestimmten schweren Lungen-, Leber-, Nieren- oder Muskelleiden sowie Betroffene von Diabetes oder Adipositas.“ Zudem seien auch Personen eingeschlossen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund anderer besonderer Umstände im Einzelfall ein hohes Risiko vorliege.

„Der Nachweis der Impfberechtigung hat mittels ärztlichem Attest zu erfolgen, wobei lediglich die Zugehörigkeit zur beschriebenen Personengruppe bestätigt werden muss –eine konkrete Diagnose muss nicht aufgeführt werden“, erklärt Dezernent Klaus Eckl, der die Impfungen im Rheinisch-Bergischen Kreis verwaltungsseitig koordiniert.

„Auch im Mai ist leider der Impfstoff weiterhin knapp.“

Klaus Eckl, Dezernent

Vorerkrankte können nun ab dem 30. April 2021 über die Kassenärztliche Vereinigung unter Tel. (08 00) 116 117 01 oder online) Termine buchen. „Von Terminanfragen bei der Kreisverwaltung wird gebeten abzusehen“, schreibt der Kreis.

www.116117.de

„Die Priorisierungsgruppe 3 der Impfverordnung ist derzeit noch nicht freigegeben. Auch im Monat Mai ist leider der Impfstoff weiterhin knapp“, berichtet Klaus Eckl. Die Verteilung des Impfstoffs erfolge durch das Land NRW anhand der Einwohnerzahl. „Durch die Priorisierung der älteren Mitbürger und da der Rheinisch-Bergische Kreis der zweitälteste Kreis in NRW ist, braucht das hiesige Impfzentrum deutlich länger zur Impfung der priorisierten Gruppen als andere Kreise oder kreisfreien Städte mit geringerem Seniorenanteil.“

Dennoch, so erklärt Eckl, seien auch andere berufsspezifisch priorisierte Gruppen oder Vorerkrankte zusätzlich geimpft worden, sofern Sie der Priorisierungsgruppe 1 oder 2 angehörten. „Bundesweite Überlegungen, die Priorisierung spätestens im Juni aufzugeben, werden dazu führen, dass auch bald die Priorisierungsgruppe 3 Impfangebote erhalten kann“, stellt Eckl in Aussicht.

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