Natur

Vier junge Obstbäume machen Hilgen noch schöner

Tapfer im Nebel und hinter der Maske: Ralph Liebig, Harald Hamel und Uwe Graetke (v. l.) setzen auf der von „Burscheid-live“ gepachteten Wiese vier Obstbäume. Foto: Doro Siewert
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Tapfer im Nebel und hinter der Maske: Ralph Liebig, Harald Hamel und Uwe Graetke (v. l.) setzen auf der von „Burscheid-live“ gepachteten Wiese vier Obstbäume.

Verein „Burscheid-live“ setzt Aktivitäten auf gepachteter Wiese fort.

Von Ursula Hellmann

Nieselregen und Nebel waren für die fleißigen Gärtner nicht gerade angenehm. Die vier jungen Bäume auf der Wiese in Hilgen an der Witzheldener Straße fühlten sich in ihrer neuen Heimat jedoch ausgesprochen wohl. Und das war für Uwe Graetke, Ralph Liebig und Harald Hamel die Hauptsache.

Besonders Hamel kennt sich als kommunaler Baum-Kontrolleur und -Pfleger aus dem Oberbergischen mit den idealen Bedingungen der Pflanzung aus. Graetke überließ ihm gerne diese weitere Aktion des Vereins „Burscheid-live“.

Welche Bäume werden nun im Frühjahr die Ecke an der Bushaltestelle noch ein Stück attraktiver machen? „Auf dieser gut einsehbaren Fläche ist ausreichend Platz, damit vier Obstbäume sich entwickeln können“, sagt Hamel. „Allerdings haben wir uns entschieden, nur einen Hochstamm zu pflanzen und drei Halbstammsorten. Die drei halbhohen Sorten schienen uns geeignet.“ Diese blühten relativ spät. „Wenn man berücksichtigt, dass in den letzten Jahren die meisten Blütezeiten zu früh einsetzten, sind bekannte Spätblüher von Vorteil.“

Der noch zarte Stamm bekam vom Experten einen Nagerschutz-Zaun, zusätzlich zu den Drahtkonstruktionen um die Wurzeln herum. Welche Blüten es geben wird? Gartenfans könnten an den zaghaften Trieben erkennen, dass es sich um Quitten, Birnen und Mispeln handelt. Früchte dieser Arten lassen sich aber drei bis fünf Jahre Zeit mit der ersten Reife.

Mispeln gehören zu den fast vergessenen Früchten

Mispeln gehören zu den fast vergessenen Früchten. Sie stammen aus dem Orient, wurden aber im Mittelalter als „Steinapfel“ sehr vielseitig verwendet und sind außergewöhnlich vitaminreich. Die baumhohe Strauchfrucht zog Harald Hamel sogar der zuerst favorisierten Reineclaude vor.

Harald Hamel wird auch in den kommenden fünf Jahren für die Pflege einschließlich Schnitt zuständig sein. Als einziger hochstämmiger Baum ergänzt das „Seidenhemdchen“ die Obstpalette. Der widerstandsfähige Apfelbaum überrascht mit einer interessanten Geästform und trägt mittelgroße Früchte – in einem Jahr mehr und im nächsten weniger.

Aufmerksamer Beobachter am gestrigen Dienstagvormittag war Ralph Liebig als Vertreter des SPD-Ortsvereins Burscheid. Einer von den eingepflanzten Wiesenbewohnern verdankt seinen neuen Lebensraum den Sozialdemokraten und ihrem Interesse an den Zielen von „Burscheid-live“. Den „Boden“ für die anderen drei Obstgehölze schaffte die Burscheid-Stiftung der Kreissparkasse Köln.

Uwe Graetke von „Burscheid-live“ ist in Gedanken bereits weit im Jahr 2021. „Wir überlegen, ob eine Anlage mit Spalierobst durchführbar ist und wie uns das Förderprogramm »Heimat-Check« helfen könnte.“

Damit die Gärtner nicht im Wiesenschlamm versanken, wurde am Vortag die Fläche noch professionell gemulcht.

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