Viele Brautpaare zeigen sich flexibel

Heiraten im Corona-Jahr: Die Pandemie hat das Ja-Wort gewaltig verändert. Trauungen sind nur im kleinen Kreis möglich. Archivfoto: Ina Fassbender/dpa
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Heiraten im Corona-Jahr: Die Pandemie hat das Ja-Wort gewaltig verändert. Trauungen sind nur im kleinen Kreis möglich. Archivfoto: Ina Fassbender/dpa

Bis zum Jahresende kommt Burscheid auf 110 Hochzeiten

Von Claudia Radzwill

Das Coronavirus machte vielen Plänen in den vergangenen Monaten einen Strich durch die Rechnung. Das betraf auch die meisten Hochzeitsvorbereitungen. Nicht alles war mehr möglich.

Für Standesbeamtin Carola Preuß war es deshalb ein besonderes Jahr. Sie stand stets in Kontakt mit den Hochzeitspaaren. „Ich habe viele Telefonate und Gespräche mit Brautpaaren geführt“, sagt sie. „Viel mehr als üblich.“

Viele Fragen habe man klären müssen – deren Antworten sich der Pandemielage und immer wieder geänderten Anordnungen anpassen mussten. „Da ging es um die Örtlichkeit, um die die Anzahl der zugelassenen Gäste.“ Es drehte sich um die Frage, ob Verwandte und Freunde im Außenbereich des Trauortes warten durften und ob dort ein Sektausschank möglich war.

„Es wäre schön, wenn Hochzeiten wieder im gewohnten Rahmen stattfinden könnten.“

Renate Bergfelder-Weiss, Stadtsprecherin

Im Austausch mit den Paaren war Carola Preuß auch immer wieder auf der Suche nach dem passenden Trautermin. Abstand halten, Kontaktbeschränkungen, Desinfektion des Trauzimmers – all das hat es nie zuvor gegeben. Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr mussten sich die Paare und die Standesbeamtin immer wieder auf wechselnde Anordnungen, neu angepasste Situationen einstellen.

Dennoch haben sich in Burscheid viele Paare trauen lassen. „Insgesamt kommen wir bis Ende des Jahres auf 110 Trauungen“, sagt Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss. „Das sind nicht wesentlich weniger als in den Vorjahren.“ Mit Blick zurück fasst Renate Bergfelder-Weiss zusammen: „Drei Paare haben in diesem Jahr ihren Trautermin ins Jahr 2021 verschoben. Ganz wenige Paare haben den Trautermin ganz abgesagt.“

Einige verschoben ihren Hochzeitstermin kurzerhand innerhalb des Jahres. „Nicht zuletzt wegen der Örtlichkeit“, erklärt die Stadtsprecherin. In den verschiedenen Trauorten gelten verschiedene Beschränkungen bezüglich der zugelassenen Gäste – je nach Größe der Örtlichkeit und des Infektionsgeschehens.

In Burscheid wird im Trauzimmer im Rathaus, in der Lambertsmühle und auf dem historischen Gut Landscheid getraut.

Das große Gut mit Hotel- und Restaurantbetrieb ist jedoch seit dem 1. November aufgrund der derzeit geltenden Corona-Schutzverordnung und des zweiten Lockdowns wieder geschlossen. Wer sich im Dezember das Ja-Wort gibt, für den gilt: „Im Trauzimmer des Rathauses dürfen maximal vier Personen – Brautleute und Trauzeugen – plus die Standesbeamtin sein“, erklärt Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss.

Am Trauort Lambertsmühle sind zehn Personen erlaubt - da es dort mehr Platz gibt und besser Abstand gehalten werden kann. In normalen Zeiten finden in der „guten Stube“ Trauungen mit bis zu 25 Gästen statt. Da für die Außenbereiche der beiden Hochzeitslocations nach der neuesten Anordnung auch wieder ein Verbot für Ansammlungen besteht, heißt es dort abermals: „Auf Gäste vor den Trauungsorten muss verzichtet werden.“ Sprich: Verwandte oder Freunde dürfen momentan nicht auf das frischvermählte Hochzeitspaar warten.

Für den Dezember haben dennoch zwölf Paare ihre Trauung angemeldet. Renate Bergfelder-Weiss hofft, dass es im Jahr 2021 besser wird. „Es wäre schön, wenn Hochzeiten wieder im gewohnten Rahmen stattfinden könnten.“

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