Johannes-Löh-Gesamtschule

„Vermutlich war es ein übler Scherz“

Die Johannes-Löh-Gesamtschule setzt mit der Polizei zusammen auf Vorsicht.
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Die Johannes-Löh-Gesamtschule setzt mit der Polizei zusammen auf Vorsicht.
  • VonNadja Lehmann
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Handschriftliche Notiz löste an der Gesamtschule Alarm aus – Polizei zeigt Präsenz.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Der Schrecken war groß an der Johannes-Löh-Gesamtschule, das verhehlt Schulleiterin Angelika Büscher nicht. Auch wenn sie nun, mit einem Tag Abstand, sagen kann: „Alles ist ruhig.“

Eine handschriftliche Notiz hatte den Alarm ausgelöst und den Verdacht auf eine drohende Gefahrenlage geschürt, die darin zum Donnerstag angekündigt war: Gefunden wurde er am Mittwoch in der Mädchentoilette. „Die Kinder, die diesen Zettel gefunden haben, haben vorbildlich reagiert“, lobt Angelika Büscher: Sie seien nämlich umgehend zu einer Lehrerin gegangen und hätten sie informiert. „Geschrieben war das Ganze in einer sehr kindlichen Schrift“, sagt Büscher, die vermutet, dass die Notiz von einem Sechstklässler stammen könnte: Diese hielten sich nämlich zu der Zeit in der benachbarten Aula auf.

„Wir haben daraufhin sofort die Polizei alarmiert“, berichtet Büscher. Diese bestätigte ihren Einsatz auf Anfrage des Bergischen Volksboten, gab aber schon am Mittwoch Entwarnung: Man habe keinen Hinweis auf eine Gefahrenlage ermitteln können, bleibe jedoch mit der Schule in Kontakt (wir berichteten).

Polizei ist beim Elternabend am Montag dabei

„Vermutlich hat es sich um einen üblen Scherz gehandelt“, sagt Angelika Büscher. Vorsicht aber bleibt oberstes Gebot; daran lässt die Schulleiterin keinen Zweifel. „Wir wollen jedes Rest-Risiko ausschließen.“ Deshalb zeigte die rheinisch-bergische Polizei auch gestern deutlich sichtbar Präsenz und war mit Streifenwagen vor der Schule postiert.

„Damit wollen die Polizei und wir in Stück Sicherheit vermitteln“, sagt Büscher. Zudem habe man mehrere weitere Maßnahmen getroffen, wie unter anderem eine Teilsperrung des Schulhofs. „Die meisten Schüler und Schülerinnen sind in der Schule“, betont Büscher. Ausnahme seien eine 5. und eine 6. Klasse, wo sich die Eltern entschieden hätten, ihre Kinder erst einmal nicht zum Unterricht zu schicken. Normalerweise sorgen Erkrankungen nicht für Erleichterung, in diesem Fall aber doch: „Die erste Grippewelle ist da. Wir haben einen hohen Krankenstand unter den Kindern“, sagt Büscher. Sprich: Ein Teil der Schüler ist ohnehin zu Hause.

„Wir haben gleich die Polizei eingeschaltet, uns mit dem schulischen Krisenteam beraten und zusammengesetzt und die Eltern informiert“, blickt Büscher auf die nervenaufreibenden beiden vergangenen Tage zurück. Das alles gelte es nun, aufzuarbeiten, in Gesprächen und im Unterricht. Die Schulleiterin kündigte in diesem Zusammenhang für den kommenden Montag, 19 Uhr, auch einen Elternabend an, bei dem auch Vertreter der Polizei anwesend sein werden.

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