Vereidigt: Dirk Runge tritt sein neues Amt als Bürgermeister an

Die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Stella Ignatz und Bürgermeister Dirk Runge strahlen nach der Amtseinführung um die Wette. Foto: Doro Siewert
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Die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Stella Ignatz und Bürgermeister Dirk Runge strahlen nach der Amtseinführung um die Wette.

Feierstunde bei der Stadtratssitzung im Haus der Kunst

Von Nadja Lehmann

Jetzt ist es offiziell: Dirk Runge ist Bürgermeister von Burscheid. Die erste stellvertretende Bürgermeisterin Stella Ignatz führte ihn am Donnerstagabend auf der Sitzung des Stadtrats ins Amt ein und legte ihm die Bürgermeisterkette um. Anschließend gab es großen Applaus der Kommunalpolitiker und der Gäste im Haus der Kunst.

„Jetzt kommt das Aufregende“, leitete Stella Ignatz als Sitzungspräsidentin den entscheidenden Tagesordnungspunkt 3 ein – und verhehlte auf sympathische Weise nicht die eigene Aufgeregtheit. „Ich fühle mich geehrt, dass ich das machen darf“, bekannte sie und begrüßte „unseren neuen Bürgermeister Stefan. . .“. Und für einen Moment war es so, als wäre der im Oktober verstorbene Bürgermeister Stefan Caplan ein letztes Mal in „seinen“ Stadtrat gekommen, um der Amtseinführung seines Nachfolgers still und leise beizuwohnen. Auf Ignatz´ Versprecher ging ein Lachen durch die Reihen: ein fröhliches Lachen, wie ein letzter Tribut an Stefan Caplan, den einst so überaus präsenten und die Sitzungen dominierenden Bürgermeister.

Nun aber hat Dirk Runge übernommen. Ein anderer Charakter, der einen anderen Stil pflegen wird, und das machte auch Stella Ignatz deutlich: „Ich durfte Sie in den vergangenen Monaten besser kennenlernen. Sie wissen, wo Sie agieren müssen. Sie wissen aber auch, wo Sie an andere abgeben können. Das ist wertschätzend und motivierend.“ Inklusive dem „So wahr mir Gott helfe“ sprach Dirk Runge seine Verpflichtungsformel und beugte sich dann, hochgewachsen wie er ist, zur kleineren Stella Ignatz herunter, um sich die Amtskette umlegen zu lassen – eine herzliche Umarmung inbegriffen.

Politiker gratulieren mit Geschenken und guten Wünschen

Dann strömten die Politikerinnen und Politiker nach vorne vor die Bühne, um zu gratulieren: Die Grünen überreichten eine Linde, die Dirk Runge irgendwann im Stadtgebiet einpflanzen soll; auch alle anderen Fraktionen hatten Präsente parat. Blitzlichtgewitter, weil jeder ein Foto machen wollte, dann ging Dirk Runge ans Rednerpult.

Und dankte zuerst seiner Familie: Ehefrau Antje, die unter den Gästen saß, seinen beiden erwachsenen Kindern, die nicht kommen konnten. Auf einem langen, verregneten Strandspaziergang in Holland sei die Entscheidung gefallen, die neue Aufgabe zu übernehmen: „Wir waren in so angeregtem Austausch, dass wir gar nicht merkten, wie nass wir waren. Danach konnte und wollte ich ‚Ja’ sagen“, erzählte Dirk Runge. Ja zu einem Amt, das er ernst nimmt: „Man wird ein kleiner Teil der Stadtgeschichte.“ Und das seinem Inhaber etwas abverlangt: „Freizeit und vielleicht Freiheit müssen neu sortiert werden.“

Seine Familie wurde schneller in die neue Aufgabe hineinkatapultiert als gedacht: Just, als Dirk Runge begann, sich den Burscheidern an Info-Ständen vorzustellen, wurde ein Krankenhausaufenthalt plus OP unumgänglich. „Ich war am Boden zerstört“, bekannte Dirk Runge. Doch kurz entschlossen übernahmen Ehefrau Antje und die beiden Kinder den Termin: „Ich habe gehört, sie haben es gar nicht schlecht gemacht. Liebe Antje, vielen Dank dafür.“ Den Politikern, die ihn parteienübergreifend nominiert hatten, sicherte er Kontinuität und Stetigkeit zu: „Das haben Sie sich gewünscht. Ich wünsche es mir aber auch von Ihnen.“

Dank gab es für seine Kollegen im Rathaus – und für Altbürgermeister Hans-Dieter Kahrl. „Ich kann ihn immer fragen“, sagte Dirk Runge. Nebenbei sei Kahrl zum Berater bei Dresscode-Fragen avanciert: Am Donnerstagabend waren dunkler Anzug und dunkelrote Krawatte Pflicht.

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