„Internationales Burscheid“

Veranstalter freut sich über gelungenes Fest

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Renata und Valentin Lusin sind in Burscheid schon gute alte Bekannte; sie traten nicht das erste Mal auf dem Marktplatz auf. Das russische Tanzpaar begeisterte die Fernsehzuschauer schon bei „Let‘s dance“.
  • VonNadja Lehmann
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Mit seinem Verein Burscheid-live will Uwe Graetke auch 2023 „Internationales Burscheid“ ausrichten, erwartet aber Unterstützung.

Burscheid. Uwe Graetke ist happy. Und zieht ein entsprechendes Fazit des „Internationalen Burscheid“, für das er mit dem Verein Burscheid-live verantwortlich zeichnete. „Mit so einem durchgängigen Andrang hatten wir und das Kommunale Integrationszentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises als neuer Mitveranstalter nicht gerechnet“, bekennt er. „Ein noch bunteres internationales Bühnenprogramm, mehr Stände trotz fünf coronabedingten Absagen und eine große Kinderwelt zogen noch mehr Besucher als bei der bereits überaus gelungenen Premiere im Vorjahr an.“ Auf dem Marktplatz und in der Kirchenkurve fanden sich Menschen vieler unterschiedlichen Nationalitäten ein, feierten gemeinsam und schlossen Freundschaften.

„Als wir von der kontroversen Diskussion im Rat der Stadt Burscheid über eine Unterstützung wie beim Altstadtfest durch den Baubetriebshof gehört haben, haben wir uns gefragt, warum wir überhaupt solche Anstrengungen für das Gemeinschaftsleben in unserer Stadt auf uns nehmen. Die feiernden Menschen, die strahlenden Kinderaugen beim Hüpfen, Klettern, Malen und mehr sowie die vielen emotionalen Momente haben uns die Antwort hierauf gegeben,“ sagt Graetke.

Bei all dem fröhlichen Miteinander gerieten aber auch der Angriffskrieg in Europa, die anderen Kriege und Auseinandersetzungen auf der Welt sowie die Opfer von Terroranschlägen nicht in Vergessenheit, wofür eine Schweigeminute zu Beginn der Veranstaltung sowie ein Auftritt der ukrainischen Sängerin Tamara Lukasheva und das interreligiöse Friedensgebet zum Abschluss sorgten.

Nach reiflicher Überlegung: Ukrainische Sängerin tritt auf

Noch am Freitag hing der Auftritt der Sängerin in der Schwebe. „So haben sich die ukrainischen Künstler in Deutschland inzwischen darüber verständigt, grundsätzlich nicht mehr auf Veranstaltungen aufzutreten, wo auch russische Künstler und Gruppen dabei sind, wie dies in Burscheid der Fall war“, sagt Graetke. In einem Telefongespräch konnte die Sängerin dann aber davon überzeugt werden, zu kommen. Sie nahm ebenso wie das russische Tanzpaar Renata und Valentin Lusin am abschließenden interreligiösen Friedensgebet teil.

Nach dem zweiten „Internationalen Burscheid“, zu dem auch viele Besucher von außerhalb kamen, signalisieren Burscheid-live und das Kommunale Integrationszentrum ihre Bereitschaft, weiterzumachen. „Wie dies dann letztlich aussehen wird, wird aber auch davon abhängen, ob sich die Stadtverwaltung künftig noch mehr und die Politik geschlossen hinter diese Veranstaltung stellen, die das friedliche Miteinander der Nationen widerspiegelt und die internationale Begegnung fördert“, betont Uwe Graetke.

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