Fest

Uwe Wandel schießt den Schützen-Vogel ab

Der neue Schützenkönig Uwe Wandel (Mitte) wird umrahmt von „seinem Gefolge“: v.l.n.r.: Frank Fenstermacher, Jörg Breuer, Dirk Bremser, Klaus-Dieter Raddatz, Nils Raddatz, Rocco Ceravolo, Michael Wehner
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Der neue Schützenkönig Uwe Wandel (Mitte) wird umrahmt von „seinem Gefolge“: v.l.n.r.: Frank Fenstermacher, Jörg Breuer, Dirk Bremser, Klaus-Dieter Raddatz, Nils Raddatz, Rocco Ceravolo, Michael Wehner

Der Burscheider ist neuer König im Verein. Im Vordergrund steht inzwischen aber eher der sportliche Aspekt als der traditionelle.

Von Sabine Naber

Burscheid. Endlich wieder Schützenfest und geselliges Beisammensein. Da freute sich Michael Wehner, erster Vorsitzender des Burscheider Schützenvereins. Denn nach der Corona bedingten Pause und einem Jahr ohne Majestäten – das Königspaar Nils Raddatz und Franziska Gottschalk sowie der Kronprinz Maurice Sattler hatten aus persönlichen Gründen ihre Regentschaft vor einem Jahr niedergelegt – war das Treffen und Feiern an diesem Wochenende für die Schützen das Wichtigste.

Nach dem eher familiären Partyabend am Samstag, an dem die Starlight-Band für Stimmung sorgte, begann der Sonntagmorgen mit einem Frühstück und einer Festversammlung, bei der es mit geladenen Gästen, unter vielen anderen war auch Bürgermeister Dirk Runge dabei, etwas formeller zuging. Man ließ das vergangene Jahr Revue passieren und vergab Schießabzeichen, die errungen worden waren.

Für junge Vereinsmitglieder ging es um die Prinzen-Ehre

Der Burscheider Paul Raeder (14 Jahre) qualifizierte sich an der Schießanlage mit Bogenschießen zum neuen Schülerprinzen.

Im Anschluss daran ging es für sechs junge Vereinsmitglieder um die Schüler-Prinzen- oder Prinzessinnen-Ehre. Erstmals wurde dabei mit Pfeil und Bogen geschossen, in drei Durchgängen mit jeweils drei Pfeilen. Der 14-jährige Paul Raeder wurde mit 73 Punkten Schülerprinz und erzählte, dass er eigentlich Handballer sei, während der Coronapandemie diesen Sport aber nicht ausüben durfte. „Bogenschießen war aber als Distanzsport erlaubt. Das hat mir auch Spaß gemacht und jetzt bleibe ich in beiden Sportarten dabei.“

Den zweiten Platz erkämpfte sich mit 60 Punkten Jonas Zielke (11), dicht gefolgt von Melinda Stahlhofer (16), die 59 Punkte erreichte. „Wir möchten auf diese Art den Bereich Bogenschießen, der bei den Kindern immer beliebter wird, hervorheben“, nennt Michael Wehner den Grund. Er kann sich vorstellen, es auch im nächsten Jahr so zu handhaben.

Rund zwei Stunden dauerte es gestern Nachmittag beim Königsschießen. Nach zwei Durchgängen – beim ersten geht es alphabetisch von A bis Z, beim zweiten andersherum – durfte jeder, der länger als zwei Jahre im Verein ist, eine Nummer ziehen und auf der 50-Meter-Bahn um die Königsehre auf die Zehner-Scheibe schießen. Zehn Schützinnen und Schützen nahmen teil, Uwe Wandel erwies sich mit 25 Ringen als der zielsicherste Schütze. Allerdings erst, nachdem er seinen Konkurrenten im Stechen mit sieben Ringen besiegt hatte. Beim abendlichen Krönungsball, bei dem auch wieder die Starlight-Band aufspielte, wurden die neuen Majestäten gekrönt.

Wehner hofft, dass das auch in den kommenden Jahren noch so sein wird. Denn die traditionelle Sparte des Vereins habe inzwischen deutlich weniger Zulauf als die sportliche – vor allem bei den jungen Leuten: „Viele wollen nicht mehr so gerne die grüne Uniform anziehen. Ihnen geht es allein um das sportliche Schießen, eher nicht um die Tradition der Schützen“, vermutete Wehner.

Am Sonntagnachmittag wurde auch die Kirchenkurve mit in die Festlichkeiten einbezogen. Hier traf sich der Burscheider Schützenverein mit befreundeten Vereinen, und der Spielmannszug Bayer Leverkusen sorgte mit einem Platzkonzert für den musikalischen Rahmen. „Das hat eine lange Tradition. Die Musiker begleiten uns schon seit mehr als 50 Jahren“, weiß Wehner.

Neben dem Schützenfest gab es eine überschaubare Kirmes. Drei imposante Hüpfburgen waren aufgebaut worden, mit einer Rutsche, einem kleinen Kettenkarussell. Organisiert wurde die Kirmes vom Verein Burscheid-Live. Für einen Imbissstand auf dem Kirmesplatz sorgte das Burscheider Restaurant Schützenburg.

Schützen

Der Burscheider Schützenverein von 1864 kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Er will Sportschützen und Traditionsschützen gleichermaßen eine Heimat bieten. Für das sportliche Schießen stehen in der Schützenhalle in Burscheid eine 50 Meter- und eine 25 Meter-Bahn zur Verfügung. Außerdem bieten sie Bogensport an – und zwar für junge und für ältere Sportler.

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