Uwe Graetke zeigt sich enttäuscht von der Stadt

Die beiden Stargäste von Internationales Burscheid, die Tänzer Renata und Valentin Lusin, waren auch hinter den Kulissen für jeden Spaß mit der BV-Fotografin zu haben.Foto:Doro Siewert
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Die beiden Stargäste von Internationales Burscheid, die Tänzer Renata und Valentin Lusin, waren auch hinter den Kulissen für jeden Spaß mit der BV-Fotografin zu haben.Foto:Doro Siewert

Veranstalter zieht Bilanz zu „Internationales Burscheid“

Von Nadja Lehmann

Uwe Graetke kann aufatmen. Einmal mehr hat der Vorsitzende von Burscheid-live eine Herkulesaufgabe gestemmt und hat mit viel Engagement und Hartnäckigkeit sein dreitägiges Fest „Internationales Burscheid“ realisiert – auch zahlreichen Wetterkapriolen zum Trotz.

„Wir hätten niemals damit gerechnet, dass bei diesen anhaltenden Regenschauern so viele Besucher kommen würden. Gemeinsam mit den Künstlern versprühten sie eine Lebensfreude, wie wir diese seit dem Ausbruch von Corona nicht mehr erlebt haben. Diese Veranstaltung tat allen sichtbar gut – den Kindern, die so lange auf vieles verzichtet mussten, den Jugendlichen und Erwachsenen, die es sichtbar genossen, wieder einmal ein Fest zu feiern, sowie auch uns, da wir dafür belohnt wurden, dass wir trotz aller Unsicherheiten und Unabwägbarkeiten an der Durchführung von Internationales Burscheid festgehalten haben“, zieht Uwe Graetke Bilanz.

Der Vereinsvorsitzende musste dabei auch improvisieren. Denn es gab einige Unwägbarkeiten. „Die DITIB türkisch islamische Gemeinde zu Burscheid sagte eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung am Freitag den Stand mit Speisen ab“, berichtet Graetke. Die Hüpfburg konnte am Samstag und Sonntag wegen des Regens nicht aufgebaut werden. Moderator Martin Krix verletzte sich durch einen Sturz am Samstagabend an seinem Wohnort so schwer, dass er für die Talkrunde und die Ankündigung der Auftritte am Sonntag ausfiel.

Thomas Kaps sprang mutig als Ersatz-Moderator ein

Guter Rat war da teuer. Sänger Massimo hatte dann am Sonntag die rettende Idee und fragte bei Kommunalpolitiker Thomas Kaps an, ob er als Moderator einspringen kann. „25 Minuten später stand dieser auf der Bühne und meisterte seine Aufgabe ohne jegliche Vorbereitung hervorragend“, zollt Graetke Anerkennung. Der verdiente Lohn sei ein Tanz mit Stargast Renata Lusin auf der Bühne gewesen. Rasch aushelfen konnte auch die Firma Wk-Zeltverleih aus Wermelskirchen: Sie baute kurzfristig ein Zeltdach auf, das die Besucher vor der Nässe schützte.

Alles gut also? Eine Enttäuschung gab es für den Vereinsvorsitzenden, wie er einräumt: Die Stadt habe es abgelehnt, nach der Veranstaltung spontan ihre Kehrmaschine einzusetzen, nachdem das eigentlich gut gemeinte Abschießen von Glitzerstreifen und Konfettiteilen am Sonntag zum Ärgernis wurde: „Es war uns bei der nassen Witterung nicht möglich, diese über den gesamten Platz verteilten kleinen Teile nach dem Ende der Veranstaltung zu beseitigen“, klagt Graetke. „Dass der Platz anschließend wieder sauber ist, ist und bleibt Sache des Veranstalters“, stellt Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss klar. Burscheid-live habe sich im Vorfeld zu diesem Thema aber nicht bei der Stadt gemeldet. „Wäre das geschehen, hätten wir sicher darüber sprechen können.“

In diesem Zusammenhang äußert Graetke auch sein Unverständnis, dass die Stadt nicht als Mitveranstalter aufgetreten sei. Nach den früheren „Interkulturellen Festen“ habe die Stadt den Platz mit der eigenen Kehrmaschine reinigen lassen, da sie Mitveranstalter gewesen sei. Diese Rolle habe sie jetzt jedoch nicht übernehmen wollen. Aufgrund der „Bedeutung einer solchen der Verständigung und dem Miteinander der hier lebenden vielen unterschiedlichen Nationen dienenden Veranstaltung“ nehme er das mit Unverständnis zur Kenntnis, sagt Uwe Graetke.

„Wir kennen und schätzen das Engagement von Burscheid-live sehr. Deshalb hat Bürgermeister Stefan Caplan auch die Schirmherrschaft von Internationales Burscheid übernommen“, sagt Bergfelder-Weiss. „Wir können aber nicht überall Mitveranstalter sein und mitorganisieren.“

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