Sorgen

Unternehmen in der Region sehen keine rosige Zukunft

Eva Babatz leitet die IHK-Geschäftsstelle Rhein-Berg.
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Eva Babatz leitet die IHK-Geschäftsstelle Rhein-Berg.

Umfrage der Industrie- und Handelskammer.

Von Stephan Singer

Burscheid. Die Unternehmen in der Region blicken mit Sorge in die Zukunft. Das zeigt die Herbst-Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln. Die Antworten der Betriebe spiegeln demnach Verunsicherung wegen der unklaren und zögerlichen politischen Weichenstellungen sowie Frust über Bürokratie und Langsamkeit von Verwaltungsprozessen.

„Die Unternehmen können mitten in der Energiekrise nicht planen, sie wissen nicht, welche Belastungen auf sie zukommen und welche Energie ihnen morgen noch zur Verfügung steht. Bürokratie und Regulierungen behindern die Unternehmen, sich zügig auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Die hohe Inflation, die Zurückhaltung der Kunden und der zunehmende Fach- und Arbeitskräftemangel spielen daneben eine wichtige, aber eher nachgelagerte Rolle“, sagt Eva Babatz, Leiterin der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg der IHK Köln: „Unternehmen sind es gewohnt, mit Marktveränderungen umzugehen und sich anzupassen. Nicht kalkulierbare politische Risiken, allenthalben hemmende Regeln und bürokratische Hürden bringen sie besonders in Krisenzeiten an den Rand der Verzweiflung. Gerade jetzt kommt es auf Flexibilität und Geschwindigkeit an.“

Immerhin: Die Unternehmen im Rheinisch-Bergischen Kreis bewerten ihre Lage besser als im Frühjahr. Allerdings wird die Einschätzung der aktuellen Lage immer noch schlechter angegeben als in allen anderen Regionen der IHK. 25 Prozent der Unternehmen beurteilen die gegenwärtige Lage als gut (Vorumfrage: 14 Prozent). Für 26 Prozent (Vorumfrage: 29 Prozent) sieht die Lage schlecht aus. Die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate haben sich laut den Umfrageergebnissen weiter verschlechtert. Nur noch drei Prozent (Vorumfrage: zehn Prozent) der Unternehmen rechnen mit einer positiven Entwicklung.

Die Investitionsbereitschaft hat sich dementsprechend verringert. Knapp die Hälfte der Betriebe plant geringere Investitionen, 17 Prozent möchten mehr investieren.

Hauptrisiken sehen die Unternehmen an erster Stelle in den Energie- und Rohstoffpreisen (93 Prozent), gefolgt von der Inlandsnachfrage (67 Prozent) und dem Fachkräftemangel (62 Prozent).

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