Umstellung auf H-Gas läuft in Burscheid an

Ob Herd oder Heizung: Das Gas wird von L- auf H-Gas umgestellt. Die Rheinische Netz-Gesellschaft geht dazu aktiv auf die Burscheider zu. Archivfoto: Malte Christians/dpa
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Ob Herd oder Heizung: Das Gas wird von L- auf H-Gas umgestellt. Die Rheinische Netz-Gesellschaft geht dazu aktiv auf die Burscheider zu. Archivfoto: Malte Christians/dpa

Zuständige Rheinische Netz-Gesellschaft tritt unter der Marke Erdgas-Umstellung auf

Von Nadja Lehmann

Die Erdgas-Umstellung kommt nach Burscheid, Leverkusen und Leichlingen. „Nach und nach werden wir in der Region alle Erdgasgeräte, wie Heizungsanlagen, Gasthermen und -herde in privaten Haushalten sowie Anlagen von Unternehmen von L-Gas auf das energiereichere H-Gas umstellen“, kündigt Martin Borré von der Rheinischen Netz-Gesellschaft mbH (RNG) an, die für die gesetzlich vorgeschriebene Umstellung verantwortlich ist und dazu unter der Marke Erdgas-Umstellung auftritt.

Der Grund für die Erdgasumstellung: Das bisher genutzte sogenannte L-Gas („Low calorific gas“) mit niedrigerem Brennwert stammt vor allem aus niederländischen Vorkommen. Die Förderung dort ist aber rückläufig. L-Gas wird daher mittelfristig durch H-Gas („High calorific gas“) mit höherem Brennwert ersetzt, das dauerhaft verfügbar ist.

Die Vorbereitungen für die Nutzung von H-Gas starten in diesem Jahr in Leverkusen. In Burscheid und im östlichen Teil der Gemeinde Leichlingen beginnen die Erhebungsarbeiten ab Mai 2022. H-Gas soll dort ab Mai 2024 durch die Leitungen strömen.

Zum Hintergrund: Die per Bundesgesetz geregelte „Marktraumumstellung Erdgas“ sieht vor, dass bis 2029 durch alle deutschen Erdgasnetze einheitlich H-Gas zu den Verbrauchern strömt. In der Region um Burscheid und Leverkusen ist dafür die Rheinische Netz-Gesellschaft zuständig. Sie betreibt das Erdgas- und Stromnetz zwischen Dormagen und Erftstadt, über Köln und Bergisch Gladbach bis Reichshof im Oberbergischen. Damit die Erdgasqualität effizient und sicher genutzt werden kann, ist die RNG gesetzlich verpflichtet, alle Erdgasgeräte im Netzgebiet zu erfassen und umzurüsten.

„Bis zum Abschluss des Gesamtprojekts im Jahr 2029 rechnen wir mit rund 500 000 Erdgasgeräten, die wir umstellen müssen“, sagt Projektleiter Stephan Pütz von der Erdgas-Umstellung.

Seit vergangenem Jahr hat die Erdgas-Umstellung bereits große Netzteile im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis auf H-Gas umgestellt. Burscheid, Leverkusen und Leichlingen folgen nun dem gleichen Prozess, der in Köln bereits angelaufen ist: Techniker der Erdgas-Umstellung erheben zunächst die Daten aller Erdgasgeräte, um die für die Anpassung erforderlichen Teile beim Hersteller bestellen zu können. Bei einem zweiten Besuch passen sie das jeweilige Gerät an. „In der Regel genügt es, dass die Techniker die Brennerdüse des Erdgasgeräts austauschen und dieses neu einstellen“, erklärt Stephan Pütz. Bei jedem zehnten Erdgasanschluss erfolgt zudem eine Qualitätskontrolle.

Von erster Info bis zur Umstellung werden zwei Jahre vergehen

Von der ersten Information per Brief bis zur Umstellung auf H-Gas vergehen rund zwei Jahre. Mieter, Eigenheimbesitzer und Unternehmen brauchen von sich aus nicht aktiv auf die Erdgas-Umstellung zuzugehen. „Wir informieren rechtzeitig und schriftlich über den Stand des Projekts und die Besuchstermine der Techniker“, sagt Natalie Schmidt, Kommunikationsleiterin der Erdgas-Umstellung.

Die Beschaffung der Umbauteile sowie die Geräte-Anpassung übernimmt die Erdgas-Umstellung. Die Kosten werden bundesweit auf die Netzentgelte umgelegt. Wichtig ist, dass die Verbraucher den Technikern an den vereinbarten Terminen Zutritt zu allen Erdgasgeräten gewähren.

Die Fachleute müssen die Erdgasgeräte zwingend anpassen, andernfalls sind diese nach der Umstellung der Erdgasversorgung nicht sicher zu betreiben. „Natürlich achten wir bei unseren Besuchen auf die strenge Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln“, betont Natalie Schmidt.

www.meine-erdgasumstellung.de

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