Integrationsrat

Übergang von Schule zu Beruf erleichtern

Das Jugendbüro ist im Alten Rathaus untergebracht. Menschen bis 27 Jahre werden unterstützt.
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Das Jugendbüro ist im Alten Rathaus untergebracht. Menschen bis 27 Jahre werden unterstützt.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Jugendmigrationsdienst stellte sich im Integrationsrat vor.

Burscheid. Auch das gehört zu ihrem Beruf dazu: Den Jugendmigrationsdienst anderen Menschen nahezubringen. Nina Engelbert ist verantwortlich für den Jugendmigrationsdienst in Burscheid, Wermelskirchen und Leichlingen. Am Montagabend stellte sie ihre Arbeit im Integrationsrat der Stadt Burscheid vor.

Insgesamt gebe es bundesweit 500 Jugendmigrationsdienste, unterstützt vom Bundesfamilienministerium. „Wir sind dazu da, Menschen mit Zuwanderer- oder Fluchtgeschichte von zwölf bis 27 Jahren auf ihrem schulischen und später beruflichen Weg zu begleiten“, sagt Nina Engelbert. „Manche kommen nur einmal hier im Büro vorbei und möchten eine Frage geklärt haben, andere unterstütze ich Monate oder sogar über ein Jahr lang“, sagt Nina Engelbert. „Die einen möchten Hilfe haben, um ihr Zeugnis aus ihrem Land hier bei der Bezirksregierung anerkannt zu bekommen, andere brauchen Unterstützung, um einen Ausbildungsplatz zu suchen.“ Es gehe um Aufenthaltsfragen, um Praktikumssuche, aber auch um Freizeitaktivitäten, beispielsweise, welche Vereine es gibt. „Vergangene Woche habe ich noch einem Flüchtling geholfen, indem ich mit ihm zusammen einen Antrag bei der Flüchtlingshilfe gestellt habe“, sagt Nina Engelbert. „Er braucht nämlich eine Busfahrkarte, um seinen Hauptschulabschluss in der Volkshochschule in Wermelskirchen zu machen. Die Busfahrkarte hat er jetzt bekommen, und ihm ist dadurch sehr geholfen.“

Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen ist ihr wichtig

Nina Engelbert sitzt mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Jugendbüro zusammen. Der Träger ist die Katholische Jugendagentur. „Es ist gut, dass ich nicht alleine bin, denn dann kann ich mich mit meinen Kollegen besprechen.“ Teamsitzungen habe sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Jugendmigrationsdiensten im Rheinisch-Bergischen-Kreis. „Sie sitzen in Bergisch-Gladbach.“

Es habe Fragen von Mitgliedern des Integrationsrates gegeben. „Beispielsweise, wo wir noch Unterstützung vom Integrationsrat gebrauchen können“, sagt Nina Engelbert. „Dann wurde ich gefragt, welche Themen von den jungen Menschen kommen, die ich betreue.“ Das seien Fragen zur Berufsorientierung, wo sie einen Ausbildungsplatz finden könnten, oder welche beruflichen Möglichkeiten es gibt. „Es ist nicht immer einfach, einen Ausbildungsplatz zu finden“, sagt Nina Engelbert. „Denn oft haben die Jugendlichen in ihrem Heimatland kaum die Schule besucht. Es hapert nicht an der praktischen Arbeit, aber in der Berufsschule wird es schwierig.“

Gut und wichtig findet die Pädagogin es, dass sie in Burscheid sehr gut vernetzt ist. „Dadurch kann ich viel besser helfen und die jungen Menschen auch an andere Stellen weiterreichen.“

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