Jahresabschlussgespräch

Trotz Krisen blickt Bürgermeister Dirk Runge weiter nach vorne

Jahresabschlussgespräch mit Bürgermeister Dirk Runge im Rathaus an der Höhestraße.
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Jahresabschlussgespräch mit Bürgermeister Dirk Runge im Rathaus an der Höhestraße.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Bürgermeister Dirk Runge setzt die Tradition zum Jahresabschlussgespräch fort.

Burscheid. Bürgermeister Dirk Runge macht es wie seine Vorgänger: Er setzt die Tradition des Jahresabschlussgesprächs mit den Journalistinnen und Journalisten fort. „Gerade erst waren wir wieder dabei, uns von den Einschränkungen der Pandemie zu erholen und das Leben wieder etwas normaler zu gestalten, als die Russen am 24. Februar die Ukraine überfielen“, sagt er im Sitzungssaal des Rathauses. „Dieser Krieg bringt unsere Welt in eine unglaubliche Schieflage, deren Auswirkungen wir noch lange Zeit spüren werden.“

Der Haushalt sei beispielsweise von den Kriegsfolgen betroffen. „Ursprünglich war das Haushaltsjahr 2023 mit einem kleinen Plus in der Finanzplanung dargestellt“, sagt er. „Aufgrund der Teuerungsrate, den unglaublichen Bau- und Energiekosten, den Kosten für die Flüchtlingshilfe sowie die nicht rosigen Wirtschaftsaussichten wird der Haushalt im nächsten Jahr ein Defizit von zwei bis drei Millionen Euro ausweisen.“
Auch die Wohngeldreform stehe mit dem Ukrainekrieg in Verbindung. „Das bereitet mir große Sorgen. Denn ab 1. Januar gilt das Recht. Wir werden auf jeden Fall eine zusätzliche Stelle einrichten“, sagt Dirk Runge. „Denn Spitzenverbände rechnen damit, dass sich das Antragsaufkommen verdreifachen wird. Und die erforderliche Technik, die IT-Programme, kann das Land erst im März, April zur Verfügung stellen. Ich wünsche mir sehr, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles gut überstehen und bis dahin nicht unter die Räder kommen.“

Der Ukrainekrieg zwinge alle, den Energieverbrauch zu senken. „Beim Stromverbrauch können wir ablesen, dass er schon greift“, sagt Dirk Runge. „Jetzt wird in Hilgen jede zweite bis dritte Laterne abgeschaltet“, sagt der Bürgermeister. „Das wird nicht überall gerne gesehen. Ich verspreche, wir gehen allen kritischen Stimmen nach und überprüfen die Situation noch einmal. Anschließend werden wir das in Burscheid fortsetzen.“

Es gebe aber auch viele frohe Botschaften. „Die Rampe ist fertig“, sagt Dirk Runge. „Und allen Unkenrufen zum Trotz wird sie sehr gut angenommen, nicht nur von Radfahrern.“ Abgeschlossen seien die Arbeiten am Innenstadtpark West. „Das neu angelegte Fontänenfeld werden wir erst im Frühjahr anschalten.“ Ebenfalls fertig ist die Mittlere Hauptstraße. „Sie ist sehr schön geworden. Und neuerdings darf sie, weil jetzt der Platz vorhanden ist, mit dem Fahrrad auch in der entgegengesetzten Fahrtrichtung gefahren werden.“

Ohne die vielen Ehrenamtlichen im Sozialen, im Sport und in der Kultur würde in Burscheid nichts funktionieren. „Das fängt bei den Flüchtlingen an, wo die Burscheiderinnen und Burscheider Wohnraum zur Verfügung gestellt haben, sich aber auch ehrenamtlich für sie einsetzen, es geht weiter mit dem Lebendigen Adventskalender, der zum ersten Mal in diesem Jahr stattfindet, bis hin zur Wunschbaum-Aktion und den Aktivitäten der Tafel“, sagt Dirk Runge. „Ich möchte allen Burscheiderinnen und Burscheidern ganz herzlich dafür danken. Ich danke aber auch meinem Verwaltungsteam, für alles, was zum Gelingen der gemeinsamen Ziele beigetragen hat und für die viele damit verbundene engagierte Arbeit.“

Zum Schluss ein Ausblick auf das Jahr 2023

Nachdem Burscheid so schön umgebaut wird, fällt der Schmutz noch deutlicher auf. „Ich habe sogar Mitarbeiter gesehen, die Zigarettenreste mit dem Staubsauger aus den Baumscheiben herausgesaugt haben.“ Hier werde sich die Stadt Aktionen einfallen lassen, um die Stadt sauber zu halten. Und die Digitalisierung der Verwaltung werde weiterbetrieben. „Sämtliche Dokumente und Dienstleistungen sollen von Zuhause eingesehen und bearbeitet werden können“, sagt Bürgermeister Dirk Runge.

Persönliches

Dirk Runge ist verheiratet und hat zwei Kinder, Annabelle und Julian. Dirk Runge ist Diplom-Verwaltungswirt und seit 1986 in der Verwaltung tätig. Der gebürtige Solinger lebt in Köln und ist seit 1992 in der Burscheid Stadtverwaltung tätig. Im dortigen Rathaus hat er bereits verschiedene Arbeitsbereiche ausgeführt, er war sogar als Pressesprecher tätig.

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